Nach sechs Siegen in Folge erster Dämpfer: Was ist das 0:0 gegen Lennestadt am Ende wert?




Fußball, Westfalenliga 2: Holzwickeder SC – FC Lennestadt 0:0. 25:0 Ecken, drückende Überlegenheit – und dennoch wollte das Leder einfach nicht ins Eckige. Torlos trennten sich Tabellenführer Holzwickeder SC und der Tabellenvorletzte, der FC Lennestadt, angereist mit der schlechten Offensive und Defensive. Die Offensive der Gäste blieb ihrer bisherigen Saisonlinie treu und stellte über 90 Minuten die Arbeit komplett ein. Dafür war die Defensive der „Roten“ hellwach, verteidigte diszipliniert, war mit Fortuna im Bunde und wer gegen die viertbeste Offensive den Kasten sauber hält, der hat am Ende auch den einen Zähler verdient. Ein Sonderlob verdiente sich RWL-Keeper Kevin Schulte, der alle Großchancen des HSC vereitelte und einen echten Sahnetag erwischt hatte.

Westfalia Soest könnte HSC am Sonntag als Tabellenführer ablösen

Was ist nun der Punkt wert? Auch wenn Cheftrainer Benjamin Hartlieb mal von „Abwarten, was der Zähler am Ende wert ist“ redet, so ist das torlose Remis einfach zu wenig im Aufstiegsrennen. Bereits am Sonntag könnte Westfalia Soest mit einem Erfolg gegen den SC Obersprockhövel den HSC als Tabellenführer ablösen. Und auch die anderen Teams wie Erndtebrück, Wiemelhausen, Obercastrop, Iserlohn oder Meinerzhagen könnten wieder dichter heranrücken. Schade, denn damit erhielt die gerade wieder begonnene Euphorie bei Fans und Umfeld einen Dämpfer. Dennoch: Es bleibt weiter spannend.

Und auch in der 95. Minute wollte das Leder nach tollem Heinings-Freistoß nicht ins Netz

Zum Spiel: 224 Zuschauer sahen einen komplett dominanten HSC. Chancen über Chancen spielte sich das Team heraus. Und selbst in der 95. Minute hätte Finn Jona Heinigs mit einem Freistoß noch alles auf drei Punkte stellen können. Zig Standards wie 25:0 Ecken, Freistöße, beste Chancen – doch irgendwie war der Kasten der Lennestädter wie vernagelt. Und so blieb es bei einem Pünktchen und der vielleicht einzigen guten Nachricht: Der HSC hat sich nun zu diesem Zeitpunkt so viele Punkte erarbeitet, wie in der gesamten letzten Spielzeit. Dennoch: Nur ein Zähler von sechs möglichen gegen einen FC Lennestadt, der es trotz einer Ungeschlagenenserie von drei Spielen in 2024 schwer mit der Mission Klassenerhalt haben wird, ist einfach für jegliche Ambitionen zu wenig.

Am kommenden Sonntag zum BSV Schüren – schlechte Erinnerungen an das Hinspiel

Der HSC muss seine nächste Hausaufgabe am kommenden Sonntag,3. März, um 14.30 Uhr beim BSV Schüren lösen. Im Hinspiel vor exakt sechs Monaten hatte es eine bittere 1 : 2-Heimpleite im Montanhydraulik-Stadion gegeben.

Trainerstimme
Benjamin Hartlieb (HSC): Ich bin heute stolz auf meine Mannschaft. Wir hatten viele Ausfälle, die ich gar nicht im Einzelnen thematisieren möchte und auch gar nicht als Ausrede werten will. Meine Mannschaft hat trotz aller Widrigkeiten alles umgesetzt, alles versucht. Es ist wie beim „Mensch ärgere Dich nicht“. Du stehst abschließend vor dem Häuschen, kommst aber nicht rein. Man muss aber auch sagen, dass es der FC Lennestadt richtig gut gemacht hat. Diszipliniert verteidigt, gut gestanden und alles gegeben: Das war wirklich gut. Was der Punkt wert ist, werden wir erst am Ende sehen, wenn abgerechnet wird. Einen Vorwurf jedweder Art kann ich meinem Team heute gewiss nicht machen.

HSC: Felix Hacker, Moritz Müller. Til Busemann, Maximilian Wolff, Andreas Spais (68. Serhat Uzun, 82. Finn Jona Heinings), Jan Nielinger, Eduardo Hiller (75. Joao Filipe da Silva Macedo), Maurice Majewski (88. Brank Vasic), Dylan Pires, Maximilian Schettke, Connor McLeod.
Lennestadt: Kevin Schulte, Christoph Hebbeker, Louis Sabisch, Jannik Selter (48. Linus Witzel), Samuel Eickelmann (83. Elias Valentin Butzkamm) , Laurits Strotmann (67. Christian Schmidt), Till Quast, Florian Friedrichs, Dennis Krause, Mika Andreas Ahlemeyer (46. Niklas Stemmer), Umut Özogul
Tore: keine.
Zuschauer: 224.
Schiedsrichter: Jonas Grütter (SW Havixbeck).

Bildzeile: Auch der aktuell beste Torjäger des HSC, Dylan Pires (Mitte), traf einfach trotz 90-minütiger Einsatzzeit nicht gegen Lennestadt.