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Monsterparade von Felix Hacker und starke erste Hälfte sichern HSC-Sieg in Wanne-Eickel




Fußball, Westfalenliga 2: DSC Wanne-Eickel – Holzwickeder Sport Club 1:2 (0:2). Gleich zwei Sieglos-Serien beendete der Holzwickeder SC mit dem 2:1-Auswärtserfolg beim DSC Wanne-Eickel. Vier Spieltage mussten alle, die es mit dem HSC halten, auf den nächsten Dreier warten. In den letzten fünf Begegnungen holte man zudem nur vier Pünktchen. In Wanne-Eickel gab es nach vier Jahren zudem endlich wieder die volle Punktezahl. Mit diesem Sieg und dem vierten Saison-Dreier zog der Holzwickeder Sport Club an dem DSC Wanne-Eickel vorbei auf Platz neun. Die Schwarz-Gelben aus Herne fielen auf die zwölfte Tabellenposition zurück.
Erste Halbzeit ging klar an den Holzwickeder SC – DSC Wanne-Eickel komplett „neben sich“
Von Anfang an wurde vor 120 Zuschauern deutlich, dass der HSC sich viel vorgenommen hatte. Wanne-Eickel hatte sich nach den eigenen Pleiten in den letzten Spielen und mangels gesunder Außenverteidiger eine Systemumstellung verordnet. Die Fünferkette hatte allerdings nur bis zur 25. Minute Bestand und wurde in die Schublade „nett ausgedacht, aber erfolglos“ ad acta gelegt. Bis dahin dominierte der HSC das Spiel fast nach Belieben. Die Abwehrprobleme bei den Herner Vorstädtern feierten fröhliche Urstände – und einer dieser Aussetzer führte zum 1:0 durch HSC-Stürmer Denis Czarnecki, der einen Komplett-Aussetzer der Wanner Defensive eiskalt ausnutzte (16.). Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt aus Sicht des Gastgebers fiel das überfällige und verdiente 2:0 für Holzwickede, als Efe Kadir Bozaci abzog und DSC-Keeper Karim Kilic zur Salzsäule erstarrt darauf hoffte, dass der Ball am linken Pfosten vorbeigeht – was das Leder aber nicht tat und unten einschlug. Ein Torwartfehler, der sich aber in einer ganzen Serie von DSC-Unzulänglichkeiten einreihte.
Bildzeile: Michael Vrljic leistete beim 2:1-Auswärtserfolg in Wanne-Eickel viel Defensivarbeit.
Wanne-Eickel dominierte Hälfte zwei – doch gute HSC-Defensivarbeit und Glanztat von Felix Hacker verhinderten Remis
Der mit einer Erkältung angeschlagene HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk blieb in der Halbzeitpause auf der Trainerbank sitzen und überließ mangels Stimme und Ansteckungsgefahr die Ansprache seinem Co-Trainer Stefan Wustlich. Klar war, dass die bisherige überschaubare Leistung der Wanner mehr Engagement und Torgefahr weichen würde. Das kam dann auch – mit einem frühen Gegentreffer. Der Grieche Xhino Kadiu, mit acht Saisontreffern der Goalgetter bei insgesamt nur 14 erzielten Treffern, ließ mit dem Anschluss zum 1:2 in der 59. Minute noch mal Hoffnung aufkeimen. Es war die stärkste Phase des DSC in diesem Spiel. Der „Mond von Wanne-Eickel“ ging zwar nicht auf, doch das eingeschaltete, nagelneue Flutlicht („Ihr seid der erste Verein, der unter dem neuen Flutlicht spielen durfte“) machte vieles sichtbarer. Dass dann erstmalig auch zu diesem Zeitpunkt der erste Glühwein der Saison für die Zuschauer ausgegeben wurde, war nett, änderte aber nicht mehr viel. Die dickste Chance zum Ausgleich vergab der für Rinim Haliti eingewechselte Justin Maximilian Mieszczak in der 83. Minute. Mit einer sprichwörtlichen Monsterparade rettete HSC-Keeper Felix Hacker den 2:1-Sieg für seine Farben. Es blieb beim Auswärtserfolg des HSC, der auch eine Belohnung des Engagements und der Trainingsleistungen der letzten Tage und Wochen war.
Jetzt das Derby gegen den VfL Kamen – „Wir nehmen das Spiel sehr, sehr ernst“   
Am kommenden Sonntag, 25. Oktober, um 15 Uhr im Montanhydraulik-Stadion Holzwickede möchte der Holzwickeder SC vom aktuellen neuen Rang gerne höher im Klassement klettern. „Wir lassen uns nicht von der Tabelle blenden. Zwar weist der VfL Kamen die wenigsten eigenen Tore (12) und die meisten kassierten Treffer (37) und hat als Aufsteiger erst einen Punkt auf dem Konto, doch viele Tore gegen Iserlohn und beim 3:5 am Sonntag gegen Wiemelhausen zeigen, dass Kamen sehr gefährlich ist und gerne den ersten Westfalenliga-Sieg feiern würde“, so Kurtulus Öztürk. Daher werde man in der Vorbereitung auf das Match und Derby hart arbeiten und eigene „Baustellen“ weiter bearbeiten.
Trainerstimmen:
Kurtulus Öztürk (HSC): Ich bin mit unserer heutigen Leistung vollauf einverstanden. Wir haben die erste Halbzeit klar dominiert. In der zweiten Hälfte haben wir in vielen Phasen das Spiel nur noch verwaltet. Wir müssen allerdings unsere Kontersituationen viel besser abschließen. Da gab es viele 4:3-Situationen, die wir besser lösen müssen. Daran müssen und werden wir arbeiten.
Björn Lübbehusen (Wanne-Eickel): Die Systemumstellung auf eine Fünferkette hat nicht funktioniert, sodass wir nach 25 Minuten erneut auf das alte System umgestellt haben. Uns fehlen leider viele Außenverteidiger. Nach der Umstellung in der ersten Hälfte wurde es besser. Doch dann schlucken wir kurz vor der Pause das blöde Tor zum 2:0 gegen uns. In der zweiten Halbzeit waren wir klar besser, haben uns aber nicht belohnt. Wir müssen nun aufpassen, dass wir nicht in einen Negativstrudel nach den letzten enttäuschenden Ergebnissen geraten.
Wanne-Eickel: Karim Kilic, Yunus Emre Ayaz, Lukas Kubiak (87. Kiyan Farid Gilani), Florian Trachternach, Nils Buchwalder, Ozan Simsek, Lukas Kretschmer, Xhino Kadiu, Hamza Topal, Fatih Gönül (77. Banyan Max Lyon), Rinim Haliti (69. Justin Maximilian Mieszczak)
HSC: Felix Hacker, Michael Vrljic, Nick Adamski, Lokman Erdogan (75. Mohammed El Gourari), Denis Czarnecki (87. Kheir Eddine Zahir), Luis Weiß, Efe Kadir Bozaci (62. Maurice Majewski), Felix Niklas Höttemann, Nazarii Kovalenko, Tom Wonneberger (75. Finlay Sube), Maurice Modrzik (90.+2 Danylo Kovalenko)
Tore: 0:1 Czarnecki (16.), 0:2 Bozaci (45.), 1:2 Kadiu (59.)
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Kilian Lemmer (Sportfreunde Obersdorf/Rödgen): souverän.
Bildzeile: Ein Bild, auf das HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk gerne verzichten würde. Beim 2:1-Auswärtserfolg des Holzwickeder SC nahmen auf der Tribüne verletzte Spieler Platz, die echte Game-Changer sind. Von links nach rechts: Nils Kleine, Marek Kulczycki, Jan Nielinger, Nils Bartke und Dean Müsse.