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Maurice Majewski schießt HSC zum ersten Saisonsieg




Fußball, Westfalenliga 2: SSV Buer 07/28 – Holzwickeder SC 1 : 2 (1 : 0)
Nach zwei Remis und einer Niederlage hat der Holzwickeder SC im schweren Auswärtsspiel beim SSV Buer im vierten Saisonspiel den ersten Dreier eingefahren. Entscheidend war eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte nach Pausenrückstand.
Dennis Czarnecki scheitert in 1:1-Situation am Keeper – Tom Wonneberger trifft die Latte  
In der ersten Hälfte bearbeiteten sich beide Teams zumeist im Mittelfeld. Der SSV Buer, der unter der Woche in der zweiten Runde des Westfalenpokals mit 0:10 gegen den Drittligisten Preußen Münster untergegangen war, war zu Beginn erst mal bemüht, sicher in der Defensive zu stehen. In der zehnten Minute hatten die Holzwickeder den Torschrei schon auf den Lippen. Denis Czarnecki ging über die rechte Seite auf und davon und scheiterte am Ende in einer 1:1-Situation an Keeper Matthias uscha. In der 24. Minute flankte Tom Wonneberger von rechts. Seine Flanke wurde zum Torschuss und ging an die Latte.
Führung für den SSV Buer wie aus dem Nichts
Es sah so aus, als ob es nach 45 Minuten auf höchst überschaubarem Niveau torlos in die Kabine gehen würde, denn nach den Czarnecki- und Wonneberger-Großchancen hatten beide Teams den jeweiligen gegnerischen Strafraum zur Sperrzone erklärt. Mittelfeldgeplänkel, Zweikämpfe fanden überwiegend in neutralen Zonen statt – mehr als 60 Zuschauer hatte die Begegnung auch nicht verdient. Doch dann schepperte es doch. Muhammed Ali Karkar fand irgendwie die Lücke und vollendete zur überraschenden 1 : 0-Führung in der 38. Minute. Damit ging es in die Pause. Der SSV Buer hatte damit gezeigt, dass die Ergebnisse der letzten Spielzeit mit einem 0:0 zu Hause und einem 2:1-Auswärtssieg in Holzwickede keine Zufälle waren.
Halbzeitansprache von Kurtulus wurde erhört – ganz anderer HSC in Hälfte zwei
Beim Pausentee fand HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk die richtigen Worte. Die guten Trainingsleistungen sollten endlich auch im Spiel umgesetzt werden, so die Forderung des gesamten HSC-Trainerteams. Marek Kulczycki hatte wohl am besten zugehört, denn er erzielte ganz schnell den Ausgleich (51.). Der zur Pause für Luis Weiß eingewechselte Nazarii Kovalenko scheiterte am gegnerischen Torhüter (62.). Dann kam der Auftritt von Maurice Majewski. Der zog ab, und das Leder zappelte im Netz. 2:1 in der 67. Minute. Das Spiel war gedreht. Aber das „Ding“ war längst noch nicht durch.
Nach Rückstand wurde Buer richtig gefährlich – Lattentreffer beste Chance
Der SSV Buer trug nicht nur „komplett Weiß“, sondern wollte auch die weiße Weste gegen den HSC unbedingt behalten. Immer mehr Angriffe rollten auf das Holzwickeder Tor. Dazu kam der nicht zu übersehende Drang, sich im oder am Strafraum in guten Positionen fallen zu lassen. Der gute Schiedsrichter Andreas Braun von TuRa Asseln fiel darauf nicht herein. Und doch wäre der Ausgleich beinahe doch noch gefallen. Der für den Torschützen Muhammed Ali Karkar in der 65. Minute ins Spiel gebrachte Belem Saglam setzte einen Kopfball an die Latte des HSC-Tores. Es blieb beim ersten Sieg für den HSC. Der Holzwickeder Sport Club belegt momentan mit fünf Punkten den zehnten Tabellenplatz. Das Torverhältnis ist mit 8 : 8 ausgeglichen.
Bildzeile: Beim traditionellen Kreis des HSC lobte HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk besonders die Leistung der zweiten Halbzeit. Endlich wurden die guten Trainingsleistungen auf dem Platz beim Meisterschaftsspiel umgesetzt.
Gegen SpVg Hagen soll nun auch der erste Heimsieg her  
Am kommenden Sonntag, 6. September, spielt der Holzwickeder SC gegen den Tabellenzwölften SpVg Hagen. Anstoß im Montanhydraulik-Stadion ist um 15 Uhr. Hagen siegte am Sonntag daheim gegen Concordia Wiemelhausen mit 3 : 2 und hat drei Punkte auf dem Konto.
Trainerstimmen:
Kurtulus Öztürk (HSC): Mit der ersten Halbzeit waren wir nicht zufrieden. Die Entstehung des Tores, einen Diagonal-Querpass, haben wir am Freitag beim Abschlusstraining ausführlich besprochen und wollten das unbedingt vermeiden. Zudem sind in den ersten 45 Minuten zu viele Zweikämpfe für uns verloren gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir körperlich mehr dagegengehalten. Wir haben die Angriffe viel besser ausgespielt. Der Sieg tut uns sehr gut. Aber natürlich haben wir noch viel Luft nach oben. Aber man muss auch sagen, dass man in Buer erst mal bestehen muss. Das werden auch andere Teams noch sehen.
Nedim Djuliman (Buer): Das war unser bislang bestes Saisonspiel. In der ersten Halbzeit waren wir sehr gut. Das 0:10 gegen Münster war nicht zu erkennen und steckte uns auch nicht in den Knochen. Die Führung von uns zur Pause war aus meiner Sicht hochverdient. Wir waren nicht schlechter als der HSC. Es ist eine ganz bittere Niederlage für uns.
Buer: Matthias Kuscha, Zinedin Omeirat, Alper Özgen, Toygar Mutluer, Bilal Akhal (77. Alp Yildiz), Mustafa Gürpinar (70. Louis Jozek), Florian Weber, Timur Karagülmez, Muhammed Ali Karkar (65. Belem Saglam), Kjetil Thorin Heinsen, Kerem Sengün
HSC: Felix Hacker, Nils Bartke, Marek Kulczycki, Lokman Erdogan, Denis Czarnecki (78. Mika Nowroth), Luis Weiß (45. Nazarii Kovalenko), Jan Nielinger, Danilo Kovalenko (87. Christian Benhardt), Tom Wonneberger (74. Efe Kadir Bozaci), Nils Kleine, Maurice Majewski
Tore: 1 : 0 Karkar (38.), 1 : 1 Kulczycki (51.), 1 : 2 Majewski (67.)
Zuschauer: 60
Schiedsrichter: Andreas Braun (TuRa Asseln)
Bildzeile: HSC-Keeper Felix Hacker war ein starker Rückhalt des HSC beim 2:1-Auswärtssieg in Buer.