
Triathlon: Mit hervorragenden Leistungen präsentierte sich die Triathlonabteilung des TVG Kaiserau beim traditionsreichen Möhnesee-Triathlon. Auf der anspruchsvollen olympischen Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 44 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen sorgte vor allem Marit Lindemann mit einem souveränen Gesamtsieg bei den Frauen für das sportliche Highlight. Auch ihr Ehemann Marius Lindemann zeigte ein starkes Rennen und verpasste das Podium der Männer nur knapp.
Der Möhnesee-Triathlon gilt als einer der anspruchsvollsten Wettkämpfe der Region. Wind und Wellen erschwerten das Schwimmen im Möhnesee, während die profilierte Radstrecke mit zwei Anstiegen pro Runde den Athletinnen und Athleten alles abverlangte.
Für Marit Lindemann stand der Start bis wenige Tage vor dem Wettkampf sogar auf der Kippe. Nach ihrer Langdistanz hatte sie eine Sommergrippe ausgebremst und musste ihr Training für zwei Wochen nahezu vollständig einstellen. „Zwei Tage vorher war noch gar nicht klar, ob ich überhaupt starten kann“, berichtete sie.
Davon war im Rennen allerdings kaum etwas zu spüren. Im Neoprenanzug trotzte sie den welligen Bedingungen im Möhnesee und stieg als dritte Frau aus dem Wasser. Auf der ihr bestens bekannten Radstrecke übernahm sie bereits in der ersten von zwei Runden die Führung. Zwar fehlte ihr nach eigener Einschätzung etwas die Aggressivität auf dem Rad, dennoch baute sie ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Auch auf der abschließenden Laufstrecke ließ sie nichts mehr anbrennen und arbeitete sich sogar durch das Feld der bereits gestarteten Teilnehmer anderer Wettbewerbe nach vorne. Als Gesamtsechste erreichte sie das Ziel und sicherte sich den Gesamtsieg bei den Frauen.
Auch Marius Lindemann erwischte einen hervorragenden Start in den Wettkampf. Er verließ als Zweiter hinter dem starken Schwimmer Luca Heerdt das Wasser und konnte sich dabei bereits einen Vorsprung auf die Verfolger erarbeiten. Die Bedingungen im See waren durch den Wind anspruchsvoll, zudem war die Schwimmstrecke nach seiner Einschätzung deutlich länger als die ausgeschriebenen 1,5 Kilometer gewesen.
„Ein tolles Erlebnis, mal wieder gemeinsam mit Marit an einer Startlinie zu stehen“
Auf dem Rad setzte Marius Lindemann bewusst auf eine offensive Renngestaltung. Die beiden Anstiege pro Runde absolvierte er jeweils leicht über seinem geplanten Leistungsbereich. „Das hat gut funktioniert“, zog er anschließend Bilanz. Zwar musste er im Verlauf der Radstrecke zwei Konkurrenten vorbeiziehen lassen, wechselte aber weiterhin in aussichtsreicher Position auf die Laufstrecke. Dort fehlte ihm etwas die Frische in den Beinen, sodass ein Angriff auf das Podium nicht mehr möglich war. Dennoch zeigte er sich mit seiner Leistung zufrieden: „Ich war etwas schneller als vor drei Jahren auf derselben Strecke. Außerdem war es ein tolles Erlebnis, mal wieder gemeinsam mit Marit an einer Startlinie zu stehen.“
Mit dem Sieg von Marit Lindemann und einem starken Rennen von Marius Lindemann konnte der TVG Kaiserau beim Möhnesee-Triathlon einmal mehr seine Leistungsstärke auf der olympischen Distanz unter Beweis stellen. Besonders der gemeinsame Wettkampf des Ehepaares machte den traditionsreichen Triathlon am Möhnesee für die beiden zu einem besonderen Erlebnis.
Bildzeile: Marit und Marius Lindemann im Ziel beim Möhnesee-Triathlon.





