
Leichtathletik: Mit einem Paukenschlag endeten für das Team vom TV Unna die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Masters in der Düsseldorfer Leichtathletik-Halle. Gerade erst zur „Mannschaft des Jahres“ in Unna gekürt worden, lieferte sich die 4x200m Staffel (W50) ein packendes Rennen zur Bronzemedaille.
Diesmal musste das verletzungsbedingt neu zusammengestellte Quartett gegen die schärfsten Konkurrentinnen aus Paderborn und Berlin antreten, die im schnelleren zweiten Zeitlauf unterwegs waren. Ihren eigenen Zeitlauf gewannen Tanja Tejero-Jurksas Claudia Schulte, Anja Apel und Maria Wolff souverän nach einigen Überholmanövern. Nun bangten die mitgereisten Kameradinnen mit den Läuferinnen, bis der zweite Lauf im Ziel war. Als es für den dritten Platz unter den insgesamt acht Staffeln reichte, war der Jubel groß, zumal die Siegerstaffel aus Paderborn deutschen Rekord gelaufen war. „Einmal mehr hat uns unsere langjährige Erfahrung den Erfolg gebracht, unsere Wechsel funktionieren einfach verlässlich“, freute sich Schulte.
Auch die übrigen Leistungen können sich sehen lassen: Tanja Tejero-Jurksas (W55) trat zu 60m und Weitsprung an und steigerte sich in beiden Disziplinen im Vergleich zu den vorbereitenden Westfälischen und Nordrhein-Meisterschaften. „Vor allem mein Start fühlte sich toll an“, kommentierte sie ihren Blitzstart zum 60m-Sprint, der ihr mit 9,49 Sekunden eine neue Bestzeit in ihrer Altersklasse einbrachte.
Claudia Schulte (W55) absolvierte neben dem Weitsprung und den 60m auch das Speerwerfen und überzeugte dort mit einer gewohnt stabilen Serie und 25,14m.
Anja Apel (W50) wollte verletzungsfrei durch die 60m Hürden kommen und erwischte einen schwierigen Lauf mit mehreren Hürdenkontakten. „Das hätte böse ausgehen können“, schätzte sie ihren Lauf ein. Die 11,04 Sekunden. sind dafür eine sehr gute Zeit.
Maria Wolff (W60) freute sich über ihre Leistungen im Hochsprung und im Kugelstoßen. Ihre Kugel flog mit 9,17m weiter als im letzten Jahr.
Sarah Leide (W45), die erst dieses Jahr ins Wettkampfgeschehen eingestiegen ist, war zufrieden mit ihrem Minimalziel im Hochsprung; „immerhin die Anfangshöhe geschafft“schmunzelte sie und genoss die Atmosphäre der Deutschen Meisterschaften.
Unter den 1086 Athleten aus über 500 Vereinen aus der gesamten Republik waren auch wieder Weltrekordler dabei. Zum Beispiel überquerte Frauke Viebahn (W65; DJK Blau-Weiß Annen) die Hochsprunglatte bei 1,44m und schraubte ihren eigenen Hallen-Weltrekord aus dem vergangenen Jahr weiter nach oben. Ebenso wie Barbara Gähling (LT DSHS Köln), der ein neuer Weltrekord in der W60 mit 1,51m gelang. Beeindruckend sind auch immer wieder die starken Leistungen der über 80-jährigen Sprinter, Springer und Werfer.
Für die sehr guten Wettkampfbedingungen in Düsseldorf sorgten gut 150 Kampfrichter sowie die gleiche Menge an Helfern, die mit einem schallenden Abschlussapplaus dankbar von den Athleten und Zuschauern verabschiedet wurden.
Bildzeile: Ein starkes TVU-Team – die Wettkämpferinnen und ihre Kameradinnen.





