Lospech – Laura Nolte mit enttäuschendem sechsten Weltcup-Platz in St. Moritz – EM-Dritte im Monobob, aber weiter Führende im Weltcup




Wintersport/Bobsport: Dämpfer für Laura Nolte: Beim Weltcup am Samstag im schweizerischen St. Moritz musste sie sich mit dem für sie enttäuschenden sechsten Rang zufriedengeben. Ganz kleiner Trost für die 27-jährighe Unnaer Bobpilotin: Bei der Europameisterschaft, die im Rahmen des Weltcup-Rennens ausgetragen wurde, erreichte sie hinter der neuen Europameisterin Melanie Hasler (Schweiz) und Katrin Beierl (Österreich) den dritten Rang und damit Bronze. Das Weltcup-Rennen in St. Moritz gewann die Australierin Bree Walker mit neuem Streckenrekord. In der Gesamt-Weltcupwertung im Monobob führt Laura Nolte weiterhin mit 1.246 Punkten vor der Australierin Bree Walker (1.219) und ihrer deutschen Teamkollegin Lisa Buckwitz (1.128) sowie der US-Amerikanerin Kaillie Humphries (1.064).
Keine Fehler von Laura Nolte – aber Bahn war für Startnummer vier einfach noch zu langsam
Das war es aber schon mit den guten Samstag-Nachrichten aus St. Moritz. Eigentlich machte Laura Nolte im ersten und schon gar nicht im zweiten Durchgang große Fehler. Im Gegenteil: Im zweiten Umlauf schob sie sich von einem für sie eigentlich indiskutablen elften Rang noch auf den sechsten Rang vor. Nur die Zeiten stimmten auf der Natureisbahn in St. Moritz überhaupt nicht. Dabei hatte sie Ende des letzten Jahres hier an gleicher Stelle noch gewonnen. Dass irgendetwas nicht passt, wurde auch bei der anderen Deutschen Lisa Buckwitz klar. Als Zweite war sie in den zweiten Durchgang gegangen – und wurde dann auf Rang sieben durchgereicht. Auch hier: Ganz große Fehler gab es nicht zu sehen.
Die Analyse
Warum Laura Nolte im Weltcup erstmals nicht auf dem Podest stand, war auch mit Lospech zu erklären. Sie musste mit der schlechten Startnummer vier ins Rennen gehen. Für die Natureisbahn in St. Moritz aber gilt: Je wärmer es mit dem Verlauf des Tages wird, umso schneller wird die älteste Naturbahn der Welt im Schweizer Engadin. Mit der „Nummer 4“ aber ist nur ganz schwerlich ein Rennen zu gewinnen. St. Moritz ist eben ganz speziell: Die Bahn wird jedes Jahr bis Ende November in drei Wochen (!) neu mit 10.000 Kubikmetern Schnee und 5.000 Kubikmetern Wasser erbaut.
Das Endergebnis Weltcup- und EM-Monobob am Samstag in St. Moritz
1. Bree Walker (Australien, 2:23:27), 2. Melanie Hasler (Schweiz, +0.58), 3. Katrin Beierl (Österreich, +0.68), 4. Kaillie Humphries (USDA, +0.72), 5. Melissa Lotholz (Kanada, +0.78), 6. Laura Nolte (Deutschland, 0.85), 7. Lisa Buckwitz (Deutschland, +0.87). 12. Kim Kalicki (Deutschland. +1.29).
Bildzeile: Laura Nolte ging mit der ungünstigen Startnummer vier ins Monobob-Rennen in St. Moritz. Am Ende sprang ein dritter Platz in der EM-Wertung und ein sechster Platz im Weltcuprennen heraus. Die Führung in der Gesamt-Monobobwertung hat sie behalten.