
Wintersport/Bobsport: Laura Nolte startete als erste Teilnehmerin in das Rennen des olympischen Monobob-Wettbewerbs und lieferte mit einem Bahnrekord in der Zeit von 59,44 Sekunden gleich eine Glanzvorstellung ab.
Keine andere Athletin schaffte es, die Zeit von Nolte zu schlagen. Lange sah es so
aus, als sollte die Sportlerin aus dem Bereich des Nordrhein-Westfälischen Bob- und
Schlittensportverbandes (NWBSV) sehr souverän mit ordentlichem Abstand aus dem
ersten Durchgang gehen. Doch dann kamen die US-Amerikanerinnen. Elana Meyers-
Taylor zeigte, dass mit ihr im Akter von 41 noch zu rechnen ist. Nur fünf hundertstel
Sekunden langsamer als Nolte war Meyers-Taylor, die im Januar in Winterberg beim
Weltcup noch ihre Liebe zur Sauerländer Bahn bekundete. Weitere fünf Hundertstel
war Kaysha Love als Dritte des ersten Laufes ins Ziel gekommen. Kaillie Armbruster
Humphries komplettierte als Vierte das starke Abschneiden des US-Trios im ersten
Lauf. Die anderen beiden Deutschen Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) und Kim Kalicki
(Eintracht Wiesbaden) waren Siebte und Zehnte.
Im zweiten Lauf ging Nolte als letzte Pilotin an den Start und sah, wie Kalicki und Love
zurückfielen, aber Buckwitz mit Startrekord sowie Armbruster Humphries angriffen.
Meyers Taylor schwächelte etwas, verteidigte aber Rang zwei mit der viertbesten
Laufzeit. Die in Unna geborene Pilotin nutzte die Gelegenheit und sicherte sich mit
einer Zeit von 59,68 Sekunden Platz eins mit der zweitbesten Laufzeit von 59,68
Sekunden. „Ich bin wirklich sehr, sehr zufrieden, ich bin auch mit den Läufen sehr
zufrieden. Das waren auf jeden Fall die Besten, die ich hier je hatte. Ich hatte in jedem
Lauf so eine Kleinigkeit drin“, sagte Nolte, die sich nicht nur über die Führung freute,
sondern auch, dass ihre Angehörigen vor Ort sind und sie anfeuern. Am morgigen
Montag fällt die Entscheidung im Monobob ab 19 Uhr mit dem dritten und vierten Lauf.
Bildzeile: Laura Nolte war vom Start an fokussiert und geht als Erste im Monobob in
den dritten und vierten Lauf bei Olympia /Foto Team D / Philipp Reinhard.





