
Handball, Regionalliga Frauen: Königsborner SV – BV Borussia Dortmund II 35:30 (16:14). Klasse, was für ein Saisonabschluss für die Handballerinnen des Regionalligisten Königsborner SV! Mit einer überragenden Vorstellung, „ein Bombenspiel“, wie es KSV-Traienr Kai Harbach bezeichnete, entzauberte der KSV den Vizemeister BVB und schickte ihn mit einer 35:30-Niederlage auf den kurzen Heimweg. Mit dem Heimerfolg setzte sich Königsborn vorübergehend auf Tabellenrang drei.
Die Kulisse in der Unnaer Kreissporthalle erinnerte an beste Drittligazeiten. Gut 350 Zuschauer, davon viele BVB-Fans, gaben dem Spiel einen tollen Rahmen. Und Königsborn kam in den Anfangsminuten ganz gut aus den Startlöchern. Schnell hieß es nach zwei Krollmann-Toren 2:0 für den KSV, doch nach gut zehn Minuten gingen die Schwarz-Ggelben erstmals mit 5:4 in Front. Königsborn angeführt von einer bärenstarken Emily Schmitz, die in ihrem letzten Spiel im blauen Leibchen nochmal mit einer Topleistung glänzte, blieb immer dran und sicherte sich zur Pause sogar eine 16:14-Führung.
Nach Wiederanpfiff gab es die schwächste Phase des KSV. Schnell hatte Dortmund den Rückstand aufgeholt und ging selber mit drei Treffern in Führung. „Da war ich richtig sauer. Wir haben in kurzer Zeit fünf Tore verloren“, blickte KSV-Coach Kai Harbach auf die Anfangsminuten der zweiten Hälfte zurück. Beim Stand von 18:21 nahm Harbach nochmal eine Auszeit und die zeigte Wirkung. „Wir haben immer gezeigt, dass wir dagegen halten können und haben Rückstände aufgeholt. Dann hat sich die Mannschaft super zusammengerissen. Beide Torfrauen haben gut gehalten und die ganze Mannschaft hat einfach gut gespielt“, fügte Harbach hinzu. Und Königsborn spielt sich in der Schlussviertelstunde immer mehr in einen Rausch. Aus einem 22:25 machten die Blauhemden eine eigene 30:26-Führung. Hinten machte Keeperin Anna Seelbach ihren Kasten dicht und vorne konnte sich der KSV Tor um Tor absetzen. Und spätestens als Keeperin Seelbach ins leere BVB-Tor zum 29:26 einnetzte, war die Partie zugunsten des KSV gelaufen. Am Ende kannte der Jubel keine Grenzen und das Team ließ sich von den eigenen Fans völlig verdient feiern. Coach Harbach war denn auch mehr als zufrieden nach Abpfiff. „Ich will da heute gar keine Spielerin herausheben. Alle haben super gekämpft. Das war heute ein würdiger Rahmen zum Saisonschluss und wir drücken den Dortmundern alle Daumen für die Aufstiegsrunde“.
Die KSV-Party nach Spielschluss war natürlich stimmungsvoll.
Torfolge: 1:0, 2:0, 2:2, 4:3, 4:5,7:9, 9:9, 11:10, 13:12, 14:14, 16:14 – 16:15, 16:17, 17:18, 18:21, 21:21, 25:25, 30:26, 34:28, 35:30.
KSV: Schöße (6 Paraden), Seelbach (1 Tor, 7 Paraden) – Lorenz (4), Ritter (2), Albrecht (1), Wrede (9/5), Pelz (4), Kucharczyk, Eckey (1), Steinweg, Krollmann (8), L. Schmitz, E. Schmitz (5), Krumscheid.
Strafminuten: 10 / 10.
Bildzeile: Emily Schmitz (re.) steuerte fünf Tore bei zum 35:30-Heimerfolg der Königsborner Frauen gegen die BVB-Reserve.





