KSV-Damen müssen sich in der Schlussminute 28:29 beim BVB geschlagen geben




Handball, Regionalliga Frauen: Borussia Dortmund II – Königsborner SV 29:28 (15:20). Die Entscheidung in dem umkämpften Spiel fiel in der Hörder Sporthalle 21 Sekunden vor der Schlusssirene, da kam nämlich der BVB zum siegbringenden 29:28 und löste damit Königsborn auf Tabellenplatz zwei ab – die Harbach-Truppe ist jetzt Dritter.

Königsborn startete in der Sporthalle Hörde sehenswert mit einem 4:0-Lauf zum 6:2 und bereits nach neun Spielminuten verwandelte Celine Pelz zum 10:3. Überragend in der ersten Hälfte war Hanna Wrede, die alle ihre acht Treffer in Hälfte eins warf, darunter fünf sicher verwandelte Siebenmeter. Der BVB verkürzte nach dem Wiederanpfiff den Rückstand stetig. Nach einem Treffer von Lisa Albrecht schaffte der KSV nochmals eine 23:20-Führung, die dann Dortmund mit einem 5:0-Lauf beantwortete. Im weiteren Spielverlauf gelangen Königsborn nur noch vier Treffer, in der entscheidenden Schlussphase ließ man noch drei Freie liegen. Zudem bekam man zwei Siebenmeter gegen sich, die nicht berechtigt waren. So stand es am 29:28.
Torfolge: 1:0, 1:1, 2:4, 2:6, 3:10, 8:15, 12:18, 15:20 – 16:20, 17:21, 20:21, 20:23, 23:23, 25:23, 27:25, 28:26, 28:27, 28:28, 29:28.

Nach Abschluss der Hinrunde hat Königsborn 18:8 Punkte auf dem Konto. Trotz der beiden knappen Niederlagen zuletzt ist das sicher eine Bilanz, die so vor der Saison nicht zu erwarten war. „Das hätte ich vor der Saison blind unterschrieben. Da können wir sehr gut mit leben“, so ein insgesamt zufriedener KSV-Trainer Kai Harbach.
Zum ersten Spiel der Rückrunde geht es am 13. Dezember nach Bochum zum SV Teutonia Riemke.

KSV-Trainer Kai Harbach: Es war ein überragendes Regionalliga-Spiel. Wir haben in der ersten Halbzeit phantastisch gespielt. Zur Pause führten wir 20:15. Da war alles gut. Wir wussten aber auch, dass Dortmund noch Körner hat und wir haben leider nur noch acht Tore geworfen. Das war zu wenig.  Eine Viertelstunde vor Schluss kamen sie zum Unentschieden und es ging weiter hin und her.  Zudem bekamen wir zwei Siebenmeter in der Schlussphase, die fand ich nicht berechtigt. Sekunden vor Schluss kassierten wir den 29. Gegentreffer und konnten nicht mehr nachlegen. So haben wir am Ende mit einem verloren.

KSV: Seelbach, Schöße; Lorenz, Hering, Wrede 7, Albrecht 2, L. Schmitz 3, Pelz 3, Halstenberg, Kucharczyk, Steinweg, Krollmann 3.

Bildzeile: Celine Pelz erzielte in der Schlussphase die KSV-Tore zum 27:26 und 28:27. Doch zum Sieg reichte am Ende nicht, der KSV musste sich mit 28:29 geschlagen geben.

 

Kai Harbach: „Das Spiel hatte keinen Sieger verdient.“

„Vor allen Dingen in der ersten Halbzeit haben wir überragend gespielt. Da passte alles. Zur Halbzeit 20:15, das war top und die beste Halbzeit der Saison“, lautete der Kommentar von KSV-Coach Kai Harbach: „Dortmund kam mit Schaum vor dem Mund aus der Kabine. Und dann haben wir gleich zwei, drei Tore gekriegt“. Harbach nahm daraufhin nach gut fünf Minuten bereits eine Auszeit. Der BVB verkürzte den Rückstand stetig. Nach einem Treffer von Lisa Albrecht schaffte Königsborn aber nochmal eine 23:20-Führung, die dann allerdings Dortmund mit einem 5:0-Lauf konterte. „Vorne haben wir nichts mehr hingekriegt. Bis zur 50.Minuten haben wir nur noch vier Tore geworfen. Dortmund hat unseren Rückraum schärfer attackiert und hinten besser verschoben. Und dann haben wir noch zwei, drei Freie liegengelassen“, fügt der Königsborner Trainer hinzu. Doch der KSV schaffte durch Emily Schmitz nochmal den 28:28-Ausgleich. „In der Schlussphase gab es einige komische Pfiffe gegen uns“, so Harbach, der insgesamt die Leistung der Schiedsrichter aber als „gut“ bewertete. Der BVB beendete seinen letzten Angriff Sekunden vor dem Abpfiff mit einem Rückraumwurf in den Winkel zum 29:28. Das konnte der KSV in den verbleibenden wenigen Sekunden nicht mehr ausgleichen. „Das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Wir haben alles gegeben, schade. Unsere Leistung stimmte“, resümierte Harbach.
Nach Abschluss der Hinrunde hat Königsborn 18:8 Punkte auf dem Konto. Trotz der beiden knappen Niederlagen zuletzt ist das sicher eine Bilanz, die so vor der Saison nicht zu erwarten war. „Das hätte ich vor der Saison blind unterschrieben. Da können wir sehr gut mit leben“, so ein insgesamt zufriedener Königsborner Übungsleiter.
Zum ersten Spiel der Rückrunde geht es am 13. Dezember nach Bochum zum SV Teutonia Riemke.