„Jetzt muss eine Siegesserie her“ – doch bei neun Punkten Rückstand gehen für HSC die Oberliga-Lichter aus

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Fußball: 6. Mai 2018: Der Holzwickeder SC steigt nach einem 1 : 0-Auswärtssieg bei der SpVg Olpe in die Oberliga auf und profitiert von der 1 : 2-Niederlage der SpVg Erkenschwick gegen Westfalia Wickede. 5. Mai 2022: Wenn alles schlecht läuft und der HSC am kommenden Sonntag, 1. Mai, zuhause gegen Ennepetal und dann, am Donnerstag, 5. Mai, beim Gastspiel bei der Hammer SpVg unterliegt, kann das „Oberliga-Buch“ zugeklappt werden. „Wenn wir jetzt eine Siegesserie starten, ist noch etwas drin“, glaubt Cheftrainer Benjamin Hartlieb selbst nach der 0:1-Niederlage zuhause gegen Sprockhövel am Sonntag noch an den Klassenerhalt. Siegesserie aber heißt auch „Serie“, also das mehrmalige Gewinnen von Spielen. Und davon ist der Holzwickeder SC aktuell meilenweit entfernt.

25 Minuten war der HSC gegen Sprockhövel klar dominierend, hätte 2:0 oder gar 3:0 führen können. Einsatz, Kampf und auch das spielerische Element stimmten in der Anfangsphase. Doch was sich das Team erarbeitet hatte, machte es sich selber wieder kaputt. Kapitän Nils Hoppe, der im Training unter der Woche umgeknickt war und sich dennoch in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte, verlor im Spielaufbau im Mittelfeld den Ball. Dann ging es über Rechtsaußen ganz schnell und Christian Antwi-Adjej vollendete zum 1:0 – gleichzeitig der Endstand. Selbst eine fast einstündige Überzahl nach der Roten Karte für den TSG-Spieler Max Michels nach einem überharten Einsteigen gegen Lucas Arenz konnte Holzwickede nicht nutzen. Im Gegenteil,  in der zweiten Hälfte verlor der HSC gänzlich den Faden, hatte keine Spielordnung mehr auf dem Platz und verfiel damit im taktischen wie auch im spielerischen Bereich in alte Verhaltensmuster, die man nach dem 3:1-Auswärtssieg in Meinerzhagen eigentlich überwunden geglaubt hätte.

Durch schlechte Tordifferenz muss Extrapunkt her

Nun sind es neun Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz – und eine extrem schlechte Tordifferenz, die eigentlich insgesamt zehn Zähler Rückstand bedeutet. Da muss schon ein ausgewachsenes Fußballwunder her.

Sieben Spiele sind es nun noch sowie das Krombacher Kreispokal-Endspiel am 26. Mai. Nicht einfacher macht alles die Tatsache, dass man noch zwei Spiele unter der Woche in Hamm (6. Mai) und in Vreden an der holländischen Grenze (19. Mai) absolvieren muss – da werden die Arbeitgeber wenig begeistert sein.

Hier der Rest-Spielplan des HSC:
– Sonntag, 1. Mai, 15 Uhr: HSC – TuS Ennepetal
– Donnerstag, 5. Mai, 19 Uhr: Hammer SpVg – HSC
– Sonntag, 8. Mai, 15 Uhr: HSC – Victoria Clarholz
– Sonntag, 15. Mai, 15.15 Uhr: Westfalia Herne – HSC
– Donnerstag, 19. Mai, 19.30 Uhr: SpVg Vreden – HSC
– Donnerstag, 26. Mai (Himmelfahrt), 17 Uhr: Krombacher Kreispokal-Endspiel SG Bockum-Hövel – HSC
– Sonntag, 29. Mai, 15 Uhr: SC Preußen Münster II – HSC
Montag, 6. Juni, 15 Uhr: HSC – SG Finnentrop/Bamenohl

Bildzeile: Mathieu Bengsch, hier im Zweikampf, zeigte bis zu seiner Auswechslung in der 58. Minute gegen Patrick Fischer eine kämpferisch-starke Leistung.

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