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Sonntag.02.Aug..2026
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HSC nah dran an Pokalüberraschung – dennoch „Aus“ gegen Oberligist Clarholz




Fußball, Westfalenpokal, 1. Runde: Holzwickeder SC – Victoria Clarholz 0:2 (0:1). Drei Großchancen, vier Topflanken, die an den Gäste-Recken vorbeisausten ohne Abnehmer seitens des HSC zu finden und als „I-Tüpfelchen“ eine Schiri-Fehlleistung mit entscheidenden Folgen. So liest sich die Pechgeschichte des letztjährigen Westfalenliga-Fünften Holzwickeder SC gegen einen Oberligisten aus dem ostwestfälischen Clarholz, der an diesem Samstagnachmittag durchaus schlagbar war. Zu reden sein wird allerdings über die wohl entscheidende Szene des Unparteiischen-Gespanns in der 45. Minute.
Hälfte eins ereignisarm – und dann der (Nicht-)Auftritt des Unparteiischen Gespanns
Stimmung machten zunächst nur die in großer Zahl angereisten sangesfreudigen Gästefans. Auf dem Platz ging es umkämpft, aber in Summe ereignisarm zu. Der HSC war präsenter, doch die erste Chance hatte Can Yilmaz auf der Gegenseite mit einem Schuss, der das Ziel weit verfehlte. Clarholz versuchte es oft über die rechte Seite und bediente dort den schnellen Sekou Eickholt. Als sich jeder der 115 Zuschauer schon auf eine torlose Halbzeit eingestellt hatte, hatte ein Dreierteam gehörig etwas dagegen. Hauptschiri Adrian Mazurkiewicz (VfB Westhofen), immerhin mal als Assistent beim Abschiedsspiel des BVB für Jakub Blaszczykowski vor 81.000 Zuschauern im Signal-Iduna-Park dabei, übersah, dass eben jener Sekou Eickholt den HSC-Verteidiger Michael Vrljic geradezu „stundenlang“ festhielt, der damit aus dem Spiel genommen war und Lennox Yao Afolabi alle spielerischen Räume und Freiheiten zur Führung für den Oberligisten hatte. Und selbst der Assistent, Christian Naskrent (Dortmund), hatte freie Sicht. Doch das „Fahneschwenken“ unterließ er – warum auch immer.
„So etwas wie ein Festhalten muss man sehen“
HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk fand“s nicht nur unlustig, sondern wusste, wie fast alle Stadionbesucher, dass die Entscheidung für den weiteren Spielverlauf fatal sein würde, protestierte und wurde mit „Gelb“ bedacht. Zwei Stunden nach Abpfiff und Ansicht der Videobilder war „Kuttes“  Ärger nicht verraucht, im Gegenteil. „Von schlechter Tiefenverteidigung oder einen Fehler von Michael Vrljic brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Das war es alles nicht. So etwas wie ein Festhalten muss man sehen.“ Die Entscheidung aber stand: So ging es mit einem nicht gerechten 0:1 aus Sicht des Holzwickeder SC in die Kabine.
HSC hat zu Beginn der 2. Hälfte mit der Fehlentscheidung zu kämpfen – und kassiert dann auch noch das 0:2
Das Gegentor wirkte die ersten Minuten nach Wiederanpfiff beim HSC spürbar nach. Der HSC war bemüht, seine gute Linie wiederzufinden. Clarholz verteidigte klug und ließ erst einmal wenig zu. Ein blitzgescheiter Angriff führte zur Entscheidung. Der in der 52. Minute für Sekou Eickholt eingewechselte Arian Papenfort schaffte es bis zur HSC-Grundlinie, passte geschickt in den Rückraum, wo Philipp Lemkemeyer humorlos zum 2:0 vollendete (66.).
HSC zeigt Top-Moral – drei Riesenchancen
Hoffnung machen für die Saison wird die Reaktion auf die vermeintliche Vorentscheidung. Fast im Gegenzug tauchte Maurice Modrzic vor dem Gästekeeper auf – und traf diesen mit einem wuchtigen Schuss ins Gesicht. Damit rettete Marlon Zacharias für seine Farben die Zwei-Tore-Führung. In der 70. Minute war es Tom Wonneberger, der ebenfalls an Zacharias scheiterte. In der 78. Minute war es dann Finley Sube – doch auch der baumlange Neuzugang aus Sprockhövel konnte nicht einnetzen. Es blieb beim 2:0 für Clarholz und dem „Aus“ für den Holzwickeder SC im Westfalenpokal. Schade, an diesem Samstagnachmittag war mehr drin für den vermeintlichen „Underdog“.
HSC: Orlando Stockhecke, Michael Vrljic (73. Maurice Majewski), Christian Bernhard, Marek Kulczycki, Lokman Erdogan, Luis Weiß (52. Tom Wonneberger), Efe Kadir Bozaci, (73. Finley Sube), Danylo Kovalenko, Nazarii Kovalenko, Nils Kleine (90. Lasse Schiedel), Maurice Modrzik (90. Denis Czarnecki)
Clarholz: Marlon Zacharias, Linus Kahraman, Nick Flock (13. Malte Schulte), Lazar Kahraman, Can Yilmaz (46. Leon Van Der Veen), Samy Benmbarek, Markus Baum, Philipp Lemkemeyer (90.+1 Sinan Aygün), Moritz Lemkemeyer (90.+1 David Cati, Lennox Yao Afolari, Sekou Eickholt (52. Arian Papenforth)
Tore: 0:1 Afolabi (45.), 0:2 P. Lemkemeyer (66.)
Zuschauer: 115
Schiedsrichter: Adrian Mazurkiewicz (VfB Westhofen).
Bildzeile: Michael Vrljic (re.) wurde nach Auswertung des „Videobeweises“ durch seinen Trainer Kurtulus Öztürk freigesprochen. Er wurde vor dem 0:1 im Westfalenpokalspiel gegen Victoria Clarholz klar und deutlich festgehalten. Einzig das Schiri-Gespann sah das nicht.