HSC scheitert trotz zwei neuer US-Boys im Halbfinale des Hecker-Cups nach Elfmeterschießen gegen Schüren

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Fußball, Hecker-Cup: Holzwickeder SC – BSV Schüren  4:6 n.E. (1:1). Es ist schon kurios: Seit zwei Jahren ist der Holzwickeder SC beim Hecker-Cup des SC Aplerbeck 09 nach regulärer Spielzeit ungeschlagen. Und doch reicht es auch in diesem Jahr nicht zum Gesamtsieg. Nachdem im vergangenen Jahr eine Disqualifikation der Holzwickeder durch den Veranstalter aufgrund eines nicht spielberechtigten Akteurs die Siegeshoffnungen des HSC durchkreuzten, war es in diesem Jahr die Lotterie des Elfmeterschießens, die ein Weiterkommen im Viertelfinale verhinderte.

Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Andreas Spais hieß der Unglückrabe, der als vierter Schütze des HSC mit einem ganz schwachen Schüsschen an Schürens Keeper Sascha Samulewicz scheiterte und damit das frühzeitige Ausscheiden im Hecker-Cup 2022 perfekt machte.

HSC startete ganz stark – und ließ nach erster Trinkpause stark nach – toller Einstand für Robinson

Das Ausscheiden hatte sich der HSC selber zuzuschreiben. Doch zuerst das Positive. Mit zwei personellen Überraschungen wartete HSC-Trainer Benjamin Hartlieb zum Anpfiff auf. Zwei neue Spieler, die beide aus den Vereinigten Staaten kommen, zu Studiengründen in Deutschland und sofort spielberechtigt sind, standen im Kader; Dondre Julian Robinson sogar in der Anfangsformation Robinson ist Stürmer und weiß daher „wo das Tor steht“. Christopher McGhan, ein Sechser, nahm zunächst auf der Auswechselbank Platz. Beide US-Boys kommen aus Washington – wie Andres Gerado Gomez Dimas und nutzen ihren Deutschland-Aufenthalt für ein Studium.

Bildzeile: Der Holzwickeder SC hat zwei neue US-Boys verpflichtet: Trainer Benjamin Hartlieb freut sich über das Engagement von Gondre Robinson (l.) und Christopher McGhan.

Wiedersehen mit Lavdrim Jusufi und Ensar Selmanaj

Beim BSV Schüren gab es ein Wiedersehen mit den Ex-Holzwickedern Lavdrim Jusufi und Ensar Selmanaj. Beide begannen in der Startelf. Mit gerade drei Feldspielern und einem Torhüter war die Bank des Dortmunder Teams mit Trainer Dimitrios Kalpakidis sehr überschaubar besetzt. Erstmals dabei der Ex-Bönener Arif Et.

Der HSC begann ganz stark und bestimmte das Spielgeschehen vor rund 1.000 (!) Zuschauern.  Das 1:0 in der 20. Minute war Ausdruck einer kompletten Überlegenheit der ganz in Blau gekleideten Holzwickeder. Serhat Uzun, der sich in bestechender Frühform befindet, sauste auf der linken Seite auf und davon. Sein Querpass landete beim US-Boy Dondre Julian Robinson, der aus kurzer Distanz zum 1:0 vollendete.

Nach der Trinkpause war plötzlich alles anders

Der BSV Schüren war sichtbar geschockt. Doch dann kam die Trinkpause – und der Moment, wo der HSC seine Spielbemühungen nahezu komplett einstellte und den bereits am Boden liegenden BSV immer mehr aufbaute. Der Ausgleich in der Nachspielzeit durch Jonas Schneck, der nach einer Flanke einfach mal den Kopf hinhielt, war mehr als überfällig und verdient. Behäbig, müde, nicht bereit, den Extra-Weg zu gehen – das war der HSC in den letzten 20 Minuten der ersten Hälfte.

In der zweiten Halbzeit wechselte Benjamin Hartlieb komplett durch. Bis auf Torhüter Henrik Dißelhoff bekam jeder auf dem Spielberichtsbogen seine Einsatzchance. Doch die Leistung der „Blauen“ riss an diesem Abend niemand von den Sitzen. Der BSV Schüren war in der zweiten Hälfte, trotz personeller Sorgen, klar besser und überlegen. Vom HSC kam wenig bis nichts. Das Elfmeterschießen war dann logische Konsequenz – mit dem besseren Ende für den BSV.

Der unausgesprochene Satz – ist das Ausscheiden wirklich so dramatisch?   

Klar ist das Aus im Hecker-Cup für den HSC ärgerlich. Das Halbfinale und damit die Möglichkeit der Spiele um den Sieg oder den dritten Platz hätte zusätzliches Geld eingebracht. Doch am Ende hätte vielleicht dieser zusätzliche Spiele-Stress die Vorbereitung „zerschossen“. Es hätte nämlich in diesem Fall am Freitag (Halbfinale), Samstag (Finale oder Spiel u Platz 3 und 4) und dann am Sonntag (Westfalenpokal 12. Runde gegen Königsborn) und am Dienstag gegen TuRa Bergkamen (2. Runde Krombacher Kreispokal) einen Spiele-Marathon vor dem Westfalenliga-Saisonauftakt am 14. August in Brünninghausen gegeben. Egal: Am Donnerstag wird trainiert, am Freitag und Samstag ist nun frei – und dann soll gegen Königsborn der Einzug gegen Königsborn in die 2. Runde des Westfalenpokals perfekt gemacht werden – und damit ein Duell vermutlich gegen zuhause gegen den Oberligisten FC Gütersloh.

HSC: Henrik Dißelhoff, Moritz Müller, Patrick Fischer, Pjer Radojcic, Serhat Uzun, David Karantalis, Maurice Majewski, Dondre Julian Robinson, Dean Müsse, Kianosh Amiri, Michele Teofilo. Eingewechselt: Til Busemann, Nick Adamski, Finn Jona Heinings, Andreas Spais, Muhammed Doganalp Cakir, Christopher McGhan, Damjan Ilic, Connor McLeod.
Schüren: Sascha Samulewicz, Michael Rzeha, Arif Et, Sensar Selmanaj, Lavdrim Jusufi, Florian Marth, Mohamed El Moudni, Jonas Schneck, Furkan Tekin, Lukas Homann, Mert Ergüven. Eingewechselt: Lorent Rama, Mirco Krüger, Michael Hines.
Tore: 1:0 Robinson (20.), 1:1 Schneck (40+1). Elfmeterschießen: Treffer für den HSC: Cakir, Ilic, Mc Leod, Spais verschießt. Treffer für Schüren: Hines, Et, Jusufi, Schneck, Rama
Schiedsrichter: Ahmet Candan (Westfalia Wickede).

Bildzeile: Das mit 4:6 verlorene Elfmeterschießen gegen BSV Schüren versagte dem HSV den Einzug ins Halbfinale beim Hecker-Cup. Nach Ende der regulären Spielzeit hatte es 1:1 im Duell der beiden Westfalenligisten gestanden.

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