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Mittwoch.09.Sep..2026
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HSC muss an der „Defensivkultur“ arbeiten – Modrzic mit Doppelpack




Fußball, Westfalenliga 2: Holzwickeder Sport Club – SpVg Hagen 3:2 (1:1).
Zweiter Sieg in Folge für den Holzwickeder SC. Durch den hart erkämpften 3 2-Erfolg gegen die SpVg Hagen 1911 kletterte der HSC mit nunmehr acht Zählern auf Rang acht. Zu Spitzenreiter FC Roj, am kommenden Sonntag, 13. September, um 15.15 Uhr Gastgeber im Match gegen den HSC, sind es sieben Punkte. Ebenfalls sieben Punkte sind es zum ersten Abstiegsplatz, den der SSV Buer als Drittletzter innehat.

Doch obwohl sich der HSC nun langsam an obere Regionen heranrobbt, gibt es Baustellen. Eine davon ist das, was HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk im Gespräch mit sku als „Defensivkultur“ bezeichnet. Das Grundproblem: Der HSC, in der letzten Spielzeit mit der besten Defensive der Westfalenliga 2 ausgestattet, hat bereits zehn Gegentore nach fünf Spieltagen kassiert. Nicht einmal war der HSC in Führung – bis zum Match gegen Hagen. „Um es auch klar zu sagen: Die Defensive wird im Kollektiv organisiert. Es gibt hier keine Schuldzuweisungen an einzelne Spieler“, stellt „Kutte“ Öztürk klar.

Michael Vrljic und Maurice Modrzic mit echtem Geistesblitz

Erneut waren gleich zu Beginn Schwächen in der Verteidigung zu erkennen. Nicht umsonst bat „Kutte“ Defensivspieler bereits nach gerade zwölf Minuten (!) zum Warmmachen. Da war es eine echte Erlösung, dass Michael Vrljic und Maurice Modrzic einen echten Geistesblitz hatten. Vrljic steckte gut zu Modrzic durch. Modrzic, der zuletzt aus privaten Gründen zwei Meisterschaftsspiele verpasst hatte, ballerte das Leder in Torjägermanier ins lange Eck zur HSC-Führung (16.). Hagen schüttelte sich, kam schnell zu Chancen und hatte überhaupt keine Lust, die Punkte in Holzwickede zu lassen. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Halbzeit (42.) traf Daris Smajic zum Ausgleich für die Hagener. Dabei sah die Abwehr wie auch Keeper Felix Hacker nicht gut aus.

Zwei Wechsel in der Pause

In der Pause wechselte Kurtulus Öztürk zwei Mal. Für Danylo Kovalenko kam Christian Bernhardt und für Lasse Schiedel, der erstmals in der Startformation stand, kam Leo Mayka ins Spiel. In der 63. Minute griff Luis Weiß ins Geschehen ein. Er ersetzte Marek Kulczycki. Kurtulus Öztürk hatte ein glückliches Händchen bewiesen, denn eben jener Luis Weiß war in der 74. Minute zur Stelle und markierte das 2:1. Es war die stärkste Phase des HSC. In der 79. Minute erhöhte Maurice Modrzik auf 3:1. Alles schien entschieden – von wegen. Tim Bodenröder verkürzte in der 82. Minute auf 2:3. Danach begann das muntere Schwimmen beim HSC. Angriff auf Angriff trugen die Hagener vor. Ecken und Freistöße gab es gefühlt im Dutzend. „Das Defensivverhalten hat mir da überhaupt nicht mehr im Geringsten gefallen. Ich möchte spielerische Befreiungen aus diesen kritischen Situationen sehen und keine (kleinen) Fouls oder Wegschlagen des Balles. Das ist nicht meine Philosophie von Defensive“, so Öztürk. Gegen Hagen ging es am Ende aber noch mal gut. Als der gute Schiri Lars Sielemann vom SV Heßler nach guten sechs Minuten Nachspielzeit abpfiff, stand der 3:2-Erfolg des Holzwickeder SC und der zweite Sieg in Folge fest.

Holzwickeder SC mit sehr anspruchsvoller englischer Woche – Pokal-Achtelfinale gegen Mühlhausen und gegen Liga-Spitzenreiter FC Roj

Für den Holzwickeder SC kommen nun zwei sportlich sehr anspruchsvolle Aufgaben: Am Donnerstag, 10. September, muss der HSC um 19 Uhr im Achtelfinale des Krombacher Kreispokals beim SSV Mühlhausen antreten. Am Sonntag, 13. September, steht um 15.15 Uhr für den HSC das Top-Spiel der Woche und der Liga beim Spitzenreiter FC Roj auf dem Programm. Die Dortmunder haben alle fünf Spiele gewonnen – am Sonntag mit 3:2 bei Concordia Wiemelhausen.

Bildzeile: Grund zum Jubeln gibt es beim HSC:Gegen Hagen gab es einen 3:2-Erfolg. Es war der zweite Sieg in Folge.

Trainerstimmen
Kurtulus Öztürk (HSC): Es war ein richtiges Kampfspiel. Auf beiden Seiten gab es viele Tormöglichkeiten. Nicht zufrieden bin ich mit unserer Defensivkultur. Daran werden und müssen wir arbeiten. Es geht hier nicht um einzelne Spieler. Defensive heißt, im Kollektiv zu arbeiten. Gerade nach dem 3:1 von uns und dann dem folgenden 3:2-Anschluss für Hagen haben wir defensiv nicht gut gearbeitet, haben viele kleine Fouls gezogen oder Bälle einfach weggeschlagen. Das ist nicht unbedingt meine Abwehr-Philosophie. Das müssen wir besprechen.

HSC: Felix Hacker, Michael Vrljic, Marek Kulczycki (63. LuisWeiß), Lokman Erdogan (80. Mohammed El Gourari), DenisCzarnecki (85. Finlay Sube), Jan Nielinger, Danylo Kovalenko(46. Christian Bernhardt), Nazarii Kovalenko, Lasse Schiede(46. Leo Mayka), Nils Kleine, Maurice Modrzik
Hagen: Joshua Sartorius, Thomas Wilhelm, Leon Mucolli, JanNiklas Jacoby (59. Simon Warkotsch), Joelle Cavit Tomczak,Niklas Eckstädt, Jannik Leppla (63. Tim Bodenröder), Kevin Leifels (88. Halil Tok), Daris Smajic (77. Alejandro Conte), Gianluca Benno (80. Josh Tshakusangana), Ramin Shabari.
Tore: 1:0 Modrzik (16.), 1:1 Smajic (43.), 2:1 Weiß (74.), 3: Modrzik (79.), 3:2 Bodenröder (82.).
Zuschauer: 115
Schiedsrichter: Lars Sielemann (SV Heßler 06).

Bildzeile: Der junge Lasse Schiedel (li.) stand zum ersten Mal in der Startelf bei einem Spiel in der Westfalenliga.