
Fußball: Am 5. Mai 1966, also genau vor 60 Jahren, gewann der BVB in einem legendären Spiel gegen den FC Liverpool vor 42.000 Besuchern im Glasgower Hampdenpark mit seinem 2:1-Sieg den ersten Europapokal einer deutschen Fußballmannschaft überhaupt.
Die beiden Dortmunder Tore erzielten Siggi Held zum 1:0 und Reinhard „Stan“ Libuda in der 106. Minute, also in der Verlängerung, zum 2:1 und damit zum Siegtreffer. Den Liverpooler Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1 markierte der spätere Weltmeister Roger Hunt.
Das damalige Spiel gilt neben dem „Wunder von Bern,“ also dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1954, als das bedeutendste Spiel der deutschen Nachkriegsgeschichte und ist als solches in die Geschichtsbücher eingegangen.
Garant für den großen Sieg war die BVB-Abwehr mit Hans Tilkowski im Tor, Gerd Cyliax und Theo Redder in der Verteidigung und Dieter „Hoppy“ Kurrat, Wolfgang Paul und Rudi Assauer in der Läuferreihe.
Obwohl die hoch favorisierten Liverpooler fast über die gesamte Spielzeit die BVB-Hälfte förmlich belagerten, ließen sie nichts anbrennen und verteidigten das eigene Tor mit Können, Elan und leidenschaftlicher Einsatzbereitschaft.
Aus diesen Abwehr-Recken ragte neben Torhüter Hans Tilkowski und Mannschaftskapitän Wolfgang Paul der rechte Läufer Dieter „Hoppy“ Kurrat noch heraus.
„Hoppy“ Kurrat war einer der erfolgreichsten BVB-Spieler überhaupt und wurde 1963 Deutscher Meister, 1965 DFB-Pokalsieger und 1966 – siehe oben – Europapokalsieger.
Nach seiner großen BVB-Karriere ließ er sich in Holzwickede nieder und führte 1976 als Spielertrainer den damaligen HSV Holzwickede zur Deutschen Amateurmeisterschaft. Dieser Erfolg, der sich am 26. 6. 2026 zum 50. Mal jährt, ist unvergessen und hat sich einen Platz in der ewigen „Ruhmeshalle“ des Sports in Holzwickede gesichert.
„Hoppy“ Kurrat, der sich als Dortmunder und als Holzwickeder fühlte, führte gemeinsam mit seiner Frau Marga über Jahrzehnte hinweg erfolgreich das Restaurant „Hoppys Treff“. Er ist 2017 nach langer Krankheit gestorben und wurde auf dem Holzwickeder Kommunalfriedhof beigesetzt.
An seiner Grabstelle legten am 5. 5. 26, also dem Jahrestag des großen Europapokal-Triumphes von Glasgow, HSC-Vorsitzender Karl Lösbrock, Ehrenpräsident Rolf Unnerstall und Ingo Peter und Rolf Weltmann aus der HSV-Meistermannschaft von 1976 sowie das frühere Aufsichtsratsmitglied Gerd Kolbe im Gedenken an den großen Sportsmann Blumen nieder. BVB-Historiker Kolbe würdigte „Hoppy“ Kurrat in einer kleinen Ansprache als eine sporthistorische Persönlichkeit und als Fußballlegende sowohl des BVB als auch des HSC Holzwickede.
Bildzeile: An der Grabstelle von „Hoppy“ Kurrat auf dem Holzwickeder Kommunalfriedhof legten am 5. Mai Karl Lösbrock, Rolf Unnerstall, Ingo Peter und Rolf Weltmann sowie Gerd Kolbe im Gedenken an den großen Sportsmann Blumen nieder.





