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Sonntag.15.März.2026
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HSC: Auf dem Nebenplatz den Gipfelsturm fortsetzen




Fußball, Westfalenliga 2: DSC Wanne-Eickel – Holzwickeder Sport Club (Sonntag, 15. März, 15.30 Uhr, Stadionnebenplatz im Sportpark (Kunstrasenplatz), Herne)
Dieses Spiel hätte mehr als einen Nebenschauplatz verdient. Kurzfristig wurde das Top-Spiel zwischen dem Gastgeber und Tabellenvierten DSC Wanne-Eickel und dem Dritten, Holzwickeder SC, aus der altehrwürdigen Arena im Sportpark mit ihrer markanten Tribüne auf den angrenzenden Nebenplatz und damit auf Kunstrasen verlegt. Schade, denn angesichts der Brisanz des Matches beider punktgleicher Vereine (36) und eines nur Zwei-Punkte-Rückstands auf Spitzenreiter Hordel wäre die Atmosphäre im stimmungsvollen Stadionrund ideal gewesen. Ist der Ortswechsel nun ein Nachteil für den Gast? „Nein, wir trainieren oft auf Kunstrasen, und fühlen uns wohl auf diesem Belag“, sieht HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk keine Probleme aufgrund des Platztausches.
Durch das 4:0 im Hinspiel nicht blenden lassen – DSC Wanne-Eickel mit Top-Offensive
Die Herausforderungen liegen für Holzwickede ohnehin im sportlichen Bereich. Das 4:0 aus dem Hinspiel am 7. September im Montanhydraulik-Stadio nach Treffern von Luis Weiß, Tom Wonneberger, Efe Kadir Bozaci und Leo Mayka klingt klar, doch der Spielverlauf war nicht entsprechend. Der DSC hatte in der ersten Viertelstunde drei hundertprozentige Chancen und musste in Führung gehen. In der gesamten ersten Halbzeit waren die Gäste aus dem Revier mindestens gleichwertig – aber der HSC machte die Tore in gnadenloser Effizienz und zu den richtigen Zeitpunkten. Seitdem schraubten die Herner Vorstädter durch Siegesserien fleißig an ihrer Punkteausbeute. So gab es vor dem 0:2 am letzten Sonntag bei der starken SpVgg Horsthausen, der insgesamt siebten Pleite, drei Siege in Folge.
Bildzeile: Leo Mayka erzielt im Hinspiel gegen den DSC Wanne-Eickel in dieser Szene das 4:0 und gleichzeitig den Endstand. Am Sonntag beim Rückspiel in Wanne ist er nach seiner Sperre wieder dabei.
Offensiv kann der DSC Wanne-Eickel in der Westfalenliga 2 kaum jemand das Wasser reichen, was die 41 geschossenen Treffer und damit im Schnitt zwei Treffer pro Match nachhaltig dokumentieren. Wanne-Eickel rangiert in der Heimtabelle auf Platz drei mit 21 Punkten. Zum Vergleich: Der HSC ist derzeit bestes Heimteam mit 25 Punkten. Auswärts liegt Holzwickede aktuell mit elf Zählern auf den neunten Rang. Da also in dieser Saison „alles Tutti“ beim DSC Wanne-Eickel nach zwei Jahren der Abstiegskämpfe läuft, hat man, wie der HSC, schon fleißig mit vielen Funktionären verlängert. Trainer Davide Basile und Alexander Schlüter, Torwarttrainer Heribert Lachmann, der Sportliche Leiter, Dustin Blum, haben aufgrund der klaren Perspektive ebenso verlängert wie Stützen auf dem Feld wie Torjäger Tzino Kadiu, Yunus Emre Ayaz oder Marco Kampmann.
Defensive Prunkstück des HSC – aber weiterhin mit personellen Sorgen  
Prunkstück des Holzwickeder Sport Club ist die Defensivabteilung, die im bisherigen Saisonverlauf erst 14 Gegentreffer kassierte – Liga-Bestwert. Zehn Erfolge, sechs Unentschieden sowie drei Pleiten stehen aktuell für das Team von „Kutte“ Öztürk zu Buche. Mit dem letzten Aufgebot und nur noch vier Feldspielern auf der Bank gab es am letzten Sonntag ein starkes 0:0 gegen den TuS Erndtebrück. Personell gibt es weiterhin Sorgen, auch wenn gegenüber der letzten Woche etwas Besserung in Sicht ist. So ist Leo Mayka nach seiner Sperre wieder dabei. Im Kader sein werden auch Michael Kuhfeld und Samy Smajlovic. Fragezeichen gibt es noch hinter den Einsätzen von Nazarii Kovalenko, Michael Vrljic und Torhüter Orlando Stockhecke, die unter der Woche krank waren. Fehlen wird weiterhin Kapitän Dean Müsse, dessen starke Prellung ihn noch an einem Einsatz hindert. „Der DSC spielt eine super Saison. In Horsthausen mussten sie nicht unbedingt verlieren und haben die beiden Gegentore erst kurz vor Schluss bekommen. Wer so lange oben mitspielt, der will auch in dieser Tabellenregion bleiben“, erwartet HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk ein kompliziertes Spiel. Den letzten Sieg in Wanne-Eickel gab es am 11. September 2022 mit 4:2 für den HSC. In der letzten Saison gab es am 1. September ein 2:3 aus Sicht des HSC in Wanne.
Ein spannender Spieltag
Gebannt werden die Top-Mannschaften der Westfalenliga 2 und ihre Fans auf die Handys schauen. Denn es gibt zwei weitere hochinteressante Spiele mit Auswirkungen auf die Tabellenspitze. So muss Spitzenreiter Hordel nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge zum heimstarken BSV Schüren. Die SpVgg Horsthausen hat in Wiemelhausen ebenfalls ein dickes Brett zu bohren.
Schiri-Wechsel – Mit Frederik Wübbelt kommt ein kurzfristiger Aufsteiger  
Ebenso kurzfristig wie den Platzwechsel gab es einen Schiri-Wechsel. Frederik Wübbelt von Adler Buldern wird die Partie nun leiten. Wübbelt stieg vorzeitig zur Rückrunde in die Westfalenliga auf. Tarik Pathe, Vorsitzender des Schiedsrichterkreises Ahaus/Coesfeld, sieht in dem Referee ein echtes Talent: „Ich habe Frederiks Weg von Anfang an begleitet und bin sehr stolz auf seine Entwicklung. Er hat sich diesen Aufstieg absolut verdient. Man kann gespannt sein, wie sein weiterer Weg verläuft – es wird mit Sicherheit nicht der letzte Aufstieg gewesen sein.“
Bildzeile: So jubeln wie beim 4:0 im Hinspiel gegen den DSC Wanne-Eickel will der HSC auch beim Rückspiel am Sonntag.