
Handball, Oberliga Männer: HC TuRa Bergkamen – HVE Villgist-Ergste 30:30 (17:16). Alles sprach eigentlich für den siebten Bergkamener Sieg, davon zuletzt fünf Mal in Folge zuhause gewonnen – und die zehnte Niederlage für Schlusslicht Villigst-Ergste. Dass es anders kam, das zeigte mitentscheidend die Szene in der letzten Spielminute: Da war der TuRaner Neal Walker frei durch, scheiterte mit seiner Großchance jedoch am Villigster Torhüter. Das hätte das 31:29 sein müssen – und wohl auch der Sieg. Die Gäste antworteten, verkürzten und sieben Sekunden vor der Schlusssirene musste der starke TuRa-Torhüter Till Schwenken dann den Treffer zum 30:30 passieren lassen.
Es entwickelte sich von Spielbeginn an ein enges Spiel, wo sich anfänglich die Gäste behaupten konnten, 4:1 (5.), 9:7 (12.) und noch einmal 14:13 (24.) führten. Auch nach dem Wiederanpfiff bejubelte der Gegner noch einmal eine 18:17-Führung. Dann aber war Bergkamen am Zug, Schlussmann Till Schwenken lief zur Hochform auf und Pascal Terbeck erzielte das 25:22 (44.). Alles deutete auf einen Sieg der TuRaner hin. Mitnichten, fehlerhafte Aktionen brachten Villigst-Ergste wieder in Schlagdistanz, sie schafften durch den Ex-Kamener Maurice Schuster sogar einen 26:25-Vorsprung (48.). Es blieb wie beschrieben spannend bis zum Schluss, wo dann ein 30:30 an der Anzeigentafel stand.
Torfolge: 0:1, 1:4, 3:5, 6:7, 7:7, 9:9, 11:10, 13:11, 13:14, 14:14, 17:16 – 17:18, 18:18, 19:17, 23:21, 25:22, 25:25, 25:26, 26:26, 27:26, 28:26, 29:27, 30:28, 30:29, 30:30.

Bildzeile: Josef Stolina erzielte sieben Tore gegen seinen Ex-Club.
Für den TuRaner Josef Stolina war die Partie gegen Villigst-Ergste ein besonderes Spiel, ging es doch gegen seine alte Mannschaft und auch gegen seinen Bruder. „Ich hätte liebend gerne einen Punkt mehr mitgenommen“, sagte er nach dem Spiel.
Nächster Gegner des HC TuRa am 17. Januar ist erneut in der Friedrichsberg-Sporthalle Herdecke/Ende.
TuRa-Trainer Thomas Rycharski: Ich hatte schon vorher gesagt, Villigst-Ergste ist eine Mannschaft, die man nicht unterschätzen sollte. Deswegen bin ich nach dem Spiel auch lauter geworden, weil ich das nicht nachvollziehen kann, wenn man so emotionslos über die Platte läuft. Wir verwerfen Bälle von Rechtsaußen. Das kann ja mal passieren, aber da frage ich mich, wo ist die Konstante bei einigen Spielern. Letztlich haben wir einen Punkt verloren, den Sieg verschenkt. Wir waren auch nicht gut im Spiel. Wir lagen mal mit zwei Toren vorne, ließen den Gegner aber wieder herankommen durch eigene Fehler. 30 Gegentore sind viel zu viel. Wir waren in einigen Situationen nicht wach genug und auch die sportliche Disziplin und Einstellung hätte besser sein müssen.
TuRa: Faber, Schwenken, Lohsträter, Terbeck 6, Zyska 8/2, Hesse 4, Stolina 5/2, Walker 2, Bernhard 2, Litvinov, Kesper, Schimanski 1.
Bildzeile: Torhüter Till Schwenken half mit Glanzparaden mit, dass seinen TuRanern am Ende wenigstens ein Punkt blieb.





