„Habe vor Hines gewarnt“: HSC wieder geerdet – und ein neuer Torhüter mit Deutschlad-Ticket – gegen FCI im Willi-Vieler-Stadion




Fußball: Bereits in der letzten Spielzeit hatte der BSV Schüren alle drei Punkte aus dem Montanhydraulik-Stadion entführt. Im Februar diesen Jahres aber ging es beim 5:2-Erfolg der Dortmunder deutlicher zu als am Sonntag, wo die Gäste erst in der 93. Minute den glücklichen Siegtreffer durch Michael Hines erzielten. Ein Tor, das Trainer Damian Grauer auf die Palme brachte. „Hines kenne ich sein und mein ganzes Fußballleben. „Jeder weiß, dass er bei Freistößen der Zielspieler ist und wo er gerne steht oder einläuft. Ich habe es meiner Mannschaft vor dem Spiel auch noch mal gesagt. Zugehört hat da aber wohl niemand“, schimpfte Grauer nach dem „Lucky Punch“ gegen seine Elf.

Es gab weitere, überaus sichtbare Probleme, die am Ende das 1:2 auf der schmucken Anzeigentafel aufblinken ließ. Da wäre die zum x-ten Mal zwangsläufig geänderte Abwehrformation. Die beiden „Funktürme“ Philipp Gödde (Handbruch) und Damjan Ilic (Urlaub) fehlten. Auch am kommenden Sonntag in Iserlohn wird es nicht besser. Philipp Gödde wird weiterhin fehlen. Damjan Ilic kehrt zurück – dafür wird Dean Müsse nicht dabei sein. Es ist also wieder Basteln in der Abwehrkette angesagt. So könnte Jan Nielinger wieder einrücken – der saß gegen Schüren erst mal auf der Bank.

Die Länge fehlt – Benjamin Hartlieb auch gegen Iserlohn nicht dabei

Apropos Körpergröße: Gödde und Ilic fehlten auch bei den Standards in der Offensive. Hoch geschlagene Ecken, Freistöße und Flanken waren angesichts großer Abwehrspieler wenig hilfreich. Dazu kam, Finn Jona Heinings, eigentlich ein sehr guter und zuverlässiger Flanken- wie Passgeber, seit einigen Spielen die Präzision vermissen lässt.

HSC-Coach Benjamin Hartlieb wird auch am kommenden Sonntag in Iserlohn aus Urlaubsgründen nicht an der Linie stehen. Dafür coacht erneut Damian Grauer, der auch die Vorbereitung auf das Match übernommen hat.

Zumindest ist beim Holzwickeder Sport Club immer etwas los – wenn auch nicht immer zur Freude der Trainer. So präsentierte sich die Abwehr in den vier Begegnungen angesichts sieben Gegentreffer immer wieder wackelig. Allerdings traf die Offensive dafür auch neunmal ins gegnerische Tor. 16 „Buden“ hüben wie drüben – das ist schon mächtig viel „Kick“.

Spielstätte am Sonntag in Iserlohn geändert – Match findet im Willi-Vieler-Stadion in Oestrich statt

Der FC Iserlohn hat den Spielort vom sonntäglichen Spiel gegen den HSC verändert. Da Sanierungsarbeiten im Hemberg-Stadion nicht rechtzeitig beendet werden können, wird nun im altehrwürdigen Willi-Vieler-Stadion, Schleddestraße 20 in Iserlohn Oestrich gespielt. Damit wird auf Kunstrasen gespielt.

Rodehutskors und Schettke reißen Kilometer ab

Zum Thema „Immer was los“: Da hat der HSC mit dem „Spieler Talk“ nach der offiziellen Pressekonferenz mit beiden Trainern ein neues Format eingeführt. Das wird seitens aller Besucher gut angenommen, denn hier haben auch alle Interessierten nicht nur die Möglichkeit, jeweils zwei Spieler mal näher kennenzulernen, sondern auch noch gezielte Fragen zu stellen.

Am Sonntag waren das Dylan Pires und der neue Torhüter Giuliano André Rodehutskors, die sich trotz der Niederlage stellten und überaus freundlich empfangen wurden. Dabei kam auch Heiteres zutage. Pires wird aufgrund seiner Schnelligkeit nur „Düse“ genannt. Beim neuen Keeper Rodehutskors, 20 Jahre jung, läuft es wie auf Schienen. Er lebt in Bad Salzkotten im Paderborner Land. Zum Training reist er oft mit der Bahn an. „Ich habe mir ein Deutschland-Ticket gekauft“, schmunzelte er. Zwischendurch reist er aber auch in einer Fahrgemeinschaft mit Maximilian Schettke an. „Ich möchte mich gerne in Holzwickede weiterentwickeln und hoffe auf Einsatzzeiten“, erzählte der neue „Schnapper“. Zuvor spielte er beim SC Verl und dann in den Junioren des SC Paderborn II und war zuletzt mit der Paderborner Reserve in die Regionalliga aufgestiegen. Er wird mit Sicherheit bald Einsatzzeiten bekommen.

Bildzeile: Harald Jelinek (Mitte) führte den Spieler-Talk nach Abpfiff ein. Stürmer Dylan „Düse“ Pires (l.) und der neue Torhüter, Giuliano André Rodehutskors (r.), stellten sich am Sonntag nach dem 1:2 gegen den BSV Schüren.