Fünf Fragen an KSC-Trainer Ahmet Kahya

922

Fußball: sku traf Ahmet Kahya, Trainer beim Kamener SC, und stellte ihm fünf Fragen, blickte dabei noch einmal auf die verlorenen Aufstiegsspiele zurück und auf die weitere Zukunft.

sku: Wenn sie noch einmal auf die verlorenen Aufstiegsspiele Revue passen lassen. Wie fällt Ihr Urteil aus?
Ahmet Kahya: Es waren letztlich drei Spiele, drei Chancen, die zum Aufstieg hätten führen können. Die haben wir alle nicht bestanden. Erst mal muss man alles verdauen. Wir haben So viel reingesteckt und am Ende steht man mit leeren Händen da. Enttäuschend.

Warum hat es nicht geklappt?
Ahmet Kahya: Im ersten Aufstiegsduell gegen den VfL war der Gegner besser. Das musste man neidlos anerkennen. In beiden Spielen gegen Halle waren wir nur jeweils eine Halbzeit auf dem Platz. Vor allem im ersten Aufeinandertreffen führten wir 2:0, brachten das aber nicht zu Ende. Da hätten wir viel mehr machen müssen. Im zweiten Aufeinandertreffen in Halle haben wir auch gut angefangen, waren die bessere Mannschaft, waren dem 1:0 näher. Dann kassierten wir binnen sieben Minuten drei Gegentore. Mit dem Konter zum 4:0 war Feierabend. Halle war ingesamt gesehen die bessere Mannschaft.

Haben Sie schon Ursachenforschung betrieben?
Ahmet Kahya: Erst einmal war die Enttäuschung bei allen groß. Das musste man sacken lassen. Ich habe immer noch keine schlüssige Erklärung. Vielleicht war die Mallorca-Reise, die wir nicht mehr absagen konnten, ein Fehler. Insgesamt haben wir eine gute Saison gespielt, wenn ich die Aufstiegsspiele ausklammere. Die erste Serie war gut, die zweite eher weniger, wenngleich wir souverän Meister geworden sind. Das hatte auch Gründe. Es kamen Verletzungen. Davon waren wir in der kompletten Rückrunde betroffen. Das hat sich bis zu den Entscheidungsspielen hingezogen. Auch da waren wir nicht komplett. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Wir waren in den Entscheidungsspielen nicht fit genug.

sku: Bleibt die Mannschaft zusammen?
Ahmet Kahya: Die Spieler hatten vorher schon für beide Möglichkeiten, Aufstieg oder weiter Kreisliga A, zugesagt. Von Cirak – er hatte auch schon zugesagt – haben wir uns getrennt. Mit ihm gab es da eine Situation, wo es nicht gepasst hat. Wir haben ihn gehen lassen. Furkan Kücükyagci will wohl nach Wethmar gehen. Drei neue Spieler kommen dazu. Marco Verrelli, Nico Zebrowski und Petrit Ndreu (alle von Overberge), Enes Yavuz (TSC Kamen) und Philipp Denninghoff (FC Oestrich-Iserlohn). Für die nächste Saison scheinen wir personell besser aufgestellt. Ich schätze uns auch stärker ein.

sku: Wie geht es weiter?
Ahmet Kahya: Am 5. Juli geht es wieder los. Dann folgen sechs Wochen Saison-Vorbereitung mit Testspielen. Ich bin die ersten drei Wochen im Urlaub. Ich fahre in die Türkei. Da wird es mein Trainerkollege Torsten Lenz allein machen. Am 27. Juli bin ich wieder da. Das war auch so geplant. Wir greifen im neuen Spieljahr wieder an, nehmen einen erneuten Anlauf auf die Bezirksliga.

Danke für das Gespräch.

Bildzeile: Ahmet Kahya (li.) wird in der neuen Saison weiter zusammen mit Torsten Lenz die Traineraufgaben beim Kamener SC übernehmen.

 

 

Vorheriger ArtikelHans Wulf, der frühere Deutsche Meister im Radsport verstorben
Nächster ArtikelFußball-Programm am Wochenende

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.