Erster Sieg in diesem Jahr für den HSC: 3:0 im Test gegen Hombrucher SV




Fußball, Testspiel: Hombrucher SV – Holzwickeder SC 0:3 (0:1)
Das war etwas für das Selbstvertrauen und Selbstbelohnung für harte Kraft- und Konditionsarbeit in der Halle. Das aufgrund der gesperrten Plätze in Holzwickede nach Dortmund verlegte Testspiel gegen den 13. der Landesliga 3, Hombrucher SV, entschied der Westfalenliga-Vierte, Holzwickeder SC, am Samstag klar und verdient mit 3:0 für sich. Die rund 50 Zuschauer sahen ein munteres Spiel zweier engagierter Teams, die sich bei aller gegebenen Fairness nichts schenkten.

Nick Adamski schiebt zur frühen Führung ein      
Von Beginn an merkte man dem HSC an, dass er die Testspiel-Pleiten beim Oberligisten Hiltrup (0:4) und dem 2:3 beim Landesligisten BV Herne-Süd vergessen machen wollte. Tore wünscht man sich besonders für Spieler, die sich zurückgekämpft haben. Der von Verletzungen gewiss nicht verschonte Abwehrspieler Nick Adamski, lange geplagt von einer Schulterverletzung, der noch unter der Woche für eine weitere Spielzeit verlängert hatte, war nach einem präzisen Pass des aufgerückten Kapitäns Dennis Müsse, zur Stelle und markierte das frühe 1:0.  Müsse konnte erstmals in diesem Jahr nach seinen Achillessehnenproblemen wieder spielen – wenn auch erst mal aus Schonungsgründen nur eine Halbzeit. Die in Hälfte eins mit einer Dreierkette spielenden Holzwickeder zeigten dann in der 20.Minute echten Einsatz. Das Pressing-Spiel in dieser Phase war sehenswert und überforderte die Dortmunder Gastgeber sichtbar. In der 33. Minute knalle Efe Kadir Bozsci, zuletzt mit Fußproblemen außer Gefecht, das Leder an den Innenpfosten – doch die Linie überschritt die Kugel nicht. In der 40. Minute zwang Maurice Modrzic Keeper Luis-Alexander Hamme zu einer Parade. Und Hombruch: Fabian Vargues Martins prüfte Felix Hacker in der 42. Minute per Freistoß – doch der HSC-Torhüter war zur Stelle.
Bildzeile: Sehr fleißig war Maurice Modrzic im Spiel gegen Hombruch (3 : 0), wich immer wieder auf die Flügel aus und war bei Offensivaktionen brandgefährlich.
Viererkette in Hälfte zwei – Ex-Holzwickeder Andreas Heiß trifft nur Pfosten – HSC macht mit zwei Toren alles klar
In der zweiten Hälfte stellte der HSC auf Viererkette um. Hombruch legte einen Gang zu. In der 74. Minute war es der Ex-Holzwickeder Andreas Heiß, der per Kopf den Pfosten des HSC-Tores anvisierte. Das war wieder ein Weckruf für den HSC. Maurice Modrzic war plötzlich komplett frei und stürmte auf das Hombrucher Tor ohne jegliche gegnerische Begleitung zu. In der Mitte freute sich Efe Kadir Bozaci über einen feinen Querpass und stellte auf 2:0 (78.). Michael Vrljic prüfte die Qualität der Latte (84.), bevor Seydi Keskin per Flugkopfball den 3:0-Endstand markierte (90.).
Denis Czarnecki wechselt sich quasi selbst ein
Dazwischen gab es noch eine bemerkenswerte Szene. Ohne, dass ihn das Trainerteam gerufen hatte, stand urplötzlich der mit Fußbruch so lange verletzte Denis Czarnecki, der Ende des letzten Jahres in der Meisterschaft gegen Hagen sein Comeback gefeiert hatte, an der Linie. Zehn Spielminuten wollte er haben – und die bekam er. „Auch in der Bundesliga haben sich schon einige Spieler selber eingewechselt“, schmunzelte HSC-Cheftrainer „Kutte“ Öztürk später. Czernecki hob sich sein Tor noch auf – die Meisterschaft ist der Wettbewerb, in dem er knipsen will, soll und muss.
Nächster HSC-Test am Samstag, 7. Februar zuhause gegen BSV Menden
Der HSC bestreitet den nächsten Test am Samstag, 7. Februar um 14 Uhr gegen den Elften der Landesliga 2, BSV Menden. Gespielt werden soll auf der Opherdicker Haarstrang-Sportanlage. Die Generalprobe geht am Sonntag, 15. Februar, um 14 Uhr gegen den Westfalenligisten SpVg Hagen im Montanhydraulik-Stadion über die Bühne. Das erste Meisterschaftsspiel im Jahre 2026 steht dann am Sonntag, 22. Februar, 15 Uhr, im Montanhydraulik-Stadion gegen Westfalia Herne auf der Karte.
Hombruch: Luis-Alexander Hamme, Dillon Aquinas Nesaraj, Christian Peters, Christian Bernhard, Wiliams Landa, Arthur Stanley Feldbruge, Alexander Bernhard, Fabian Vargues Martins, Björn Menneke, Sener Ali, Julien Maurice Götzen. Eingewechselt: Andreas Heiß, Domenic Palmieri, Mehdi Aouadi,
HSC: Felix Hacker, Nils Bartke, Nick Adamski, Leo Mayka, Lokman Erdogan, Nazaril Kovalenko, Efe Kadir Bozaci, Maurice Majewski, Samy Smajlovic, Dean Müsse, Maurice Modrzic. Eingewechselt: Michael Kufeld, Til Busemann, Denis Czarnecki, Michael Vrljic, Seydi Keskin
Tore: 0:1 Adamski (10.), 0:2 Bozaci (78.). 0:3 S. Keskin (90.)
Schiedsrichter: Adrian Mazurkiewicz (VfB Westhofen)
Trainerstimmen
Kurtulus Öztürk (HSC):
Ich habe ein munteres Spiel mit großer Intensität gesehen. Wichtig ist, dass sich keiner verletzt hat, Gute und viele Laufwege waren sicherlich kraftraubend, vor allem, da wir zuletzt häufig aufgrund der Witterung nur in der Halle trainiert haben. Gefreut hat mich auch, dass gute Chancen und auch Tore nach Standards entstanden sind.
Karim Bouasker (Hombruch): In der zweiten Halbzeit war das ein richtig gutes Spiel meiner Mannschaft. Da wurde noch mehr gelaufen und gekämpft. Man hat gesehen, was in dieser Mannschaft drin und was möglich ist.

Bildzeile:
Seydi Keskin (re.) erzielte gegen Hombruch das 3:0 in der 90. Minute.