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„El fenómeno“ und seine „120er” kommen: Wackeres Obercastrop beim HSC




Fußball, Westfalenliga 2: Holzwickeder Sport Club – SV Wacker Obercastrop (Sonntag, 23. August, 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion, Jahnstraße 7, Holzwickede).
Elvis (Shala) rockt die gegnerischen Defensiven, der Rest der „Kapelle“ kennt nur „120 Prozent“. Seit dem vergeigten Saisonauftakt mit dem 1:4 beim FC Iserlohn gibt es nur harmonische und vor allem selbstbewusste Töne aus dem Lager des sonntäglichen HSC-Gegners Wacker Obercastrop. Nix gewonnen, nix verloren – das ist dagegen die Bilanz des Holzwickeder SC nach zwei Spieltagen. Es ist das Duell Siebter (Obercastrop) gegen den Zehnten, den Holzwickeder SC.
HSC-Chefcoach „Kutte“ Öztürk fordert sauberes Passspiel, mehr Stabilität und Vermeidung unnötiger Fehler
Grundlagenarbeit stand in dieser Woche auf dem Trainingsplan des HSC. „Sechs Gegentreffer nach zwei Spieltagen und dabei zuletzt sogar vier in Finnentrop können nicht unser Anspruch sein“, kritisierte HSC-Chefcoach Kurtulus Öztürk. „Man muss dabei aber auch sagen, dass mindestens die Hälfte meiner Spieler in Finnentrop nicht an ihre Normalform herangekommen ist“, so „Kutte“ Öztürk. Positiv sei jedoch die Moral nach vier Rückständen (!) gewesen. Der Ausgleich in der 92. Minute durch Tom Wonneberger war daher zwar spät, aber verdient. Daher gilt für seine Mannschaft wie auch für Obercastrop: Beide befinden sich noch in der Findungsphase. Wer die „richtige Richtung“ nimmt, wird sich am Sonntag zeigen.
Nils Bartke wieder dabei – Jan Nielinger fällt weiterhin aus
Der für die Defensivarbeit so wichtige Nils Bartke wird wieder gegen Wacker Obercastrop dabei sein. Er hat seine Erkrankung überstanden. Weiterhin fehlen wird aus beruflichen Gründen Jan Nielinger – eigentlich auch ein Aktivposten in der Defensive und bei eigenen Standards stets kopfballgefährlich.
Wacker Obercastrop lässt mit Pokal- und Meisterschaftssieg aufhorchen
Überraschenderweise kämpfte Wacker Obercastrop in der letzten Spielzeit lange gegen den Abstieg. Und auch der Einstieg in die neue Saison war eher ein Fehlstart. Mit 1:4 ging der Auftakt beim FC Iserlohn gründlich daneben. Das hat sich nach zwei Siegen der Iserlohner in der Meisterschaft (Platz eins) sowie nach einem 3:2 der Iserlohner in der zweiten Runde des Westfalenpokals am Donnerstag beim Landesligisten Kirchhörder SC relativiert und gezeigt, gegen welches Kaliber Wacker da am ersten Spieltag spielen musste. Nach der Iserlohner Pleite scheint ein Ruck durch das Team der Obercastroper gegangen zu sein. Am letzten Sonntag fegte das Team von Trainer Antonios Kotziampassis Concordia Wiemelhausen mit 4:0 vom Kunstrasenplatz. Elvis Shala erzielte bereits fünf Tore in der Meisterschaft und machte seinem Vornamensgeber „The King“ alle Ehre. „El fenómeno“, wie ihn die Medienabteilung von Wacker Obercastrop auch nennt, sagte dann auch: „So kann es weitergehen.“
Gefragt nach dem Grund für den Kantersieg gegen Wiemelhausen meinte Cheftrainer Toni Kotziampassis nach dem Spiel: „In der ersten Halbzeit war es ausgeglichen. Die Concordia hatte auch ein bis zwei gute Chancen. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir gut gespielt und uns Chancen erarbeitet und diese auch genutzt. Das war der Unterschied!“ Im Kreispokal gab es einen 2:0-Erfolg gegen den Landesligisten Herne-Süd – auch das gab Selbstvertrauen. So setzten die Wacker-Spieler dann auch mal die mathematische Logik außer Kraft und versprachen, „bei jedem Spiel nun 110 Prozent“ zu geben. Gegen Wiemelhausen seien es aber gleich mal 120 Prozent gewesen. Spieler Salih Olgunsoy sagte dann auch: „Alle müssen mitziehen, präsent sein, da sein! Ob auf dem Platz, neben dem Platz, auf der Bank! Alle müssen Gas geben und voll einsatzfähig sein! Dann werden wir noch einige Mannschaften mit unseren Toren überraschen!“ Der Holzwickeder SC wird am Sonntag versuchen, diese „böse Überraschung“ zu verhindern und seinerseits endlich den ersten Sieg einzufahren.
Statistik spricht für den Holzwickeder SC
Vier Siege, drei Remis und eine Niederlage bei 15:8 Toren lautet die Bilanz des Holzwickeder SC gegen Obercastrop. In der letzten Spielzeit 2025/26 holte der HSC die volle Ausbeute mit einem Heimsieg von 3:1 (19. September 2025) und einem Auswärtssieg am 29. März 2026 mit 3:1. Die letzte und einzige Niederlage gab es am 3. November 2024 mit 0:1 in Obercastrop. Bester Torschütze von „Wacker“ ist bislang Elvis Shala mit fünf Treffern. Erfolgreichster Goalgetter des HSC ist mit zwei Toren Luis Weiß.
Maik Echelmeyer leitet die Begegnung
Maik Echelmeyer (SV Teuto Riesenbeck) wird Unparteiischer der sonntäglichen Begegnung sein. Er kommt aus dem Fußballkreis Tecklenburg und gehört neben seiner aktiven Schiri-Tätigkeit zudem dem Kreis-Schiedsrichterausschuss Tecklenburg an.
Bildzeile: Efe Kadir Bozaci soll wie beim 3:1-Heimsieg gegen Obercastrop in der letzten Saison wieder für viel Torgefahr sorgen.