
Fußball, Krombacher Kreispokal 2. Runde: Königsborner SV – VfL Kamen 5:0 (3:0). Das war leichter als gedacht. Gastgeber Königsborner SV dominierte die 90 Pokalminuten in der Schumann Arena, setzte sich verdientermaßen gegen den letztjährigen Ligakonkurrenten VfL Kamen deutlich mit 5:0 durch und erreichte die 3. Runde. Insgesamt enttäuschend das Spiel des VfL, der vom Sportlichen Leiter Wojciech Pollok coachend begleitet wurde und den urlaubenden Chefcoach Mehmet Kara vertrat. Große Freude dagegen bei KSV-Coach Arndt Kempel, der einen weiteren guten Auftritt seiner Mannschaft sah und einen verdienten Sieg.
Zu Beginn war der VfL auf Augenhöhe, erspielte sich sogar Chancen, ließ jedoch die nötige Effektivität vermissen. Anders der KSV, und hier trat Marvin Pietryga auf, der nach 26 Minuten das 1:0 besorgte. Bis zur Pause hieß es 3:0, wobei VfL-Schlussmann Felix Schlee zwei Mal patzte. Beim 2:0 versuchte er vor dem eigenen Tor unnötigerweise ein Dribbling, verlor den Ball und Pietryga sagte danke. Bein 3:0 kam der VfL-Keeper nicht rechtzeitig aus seinem Tor und es hieß 3:0 durch Mikail Bayir. „Diese beiden Patzer haben uns das Genick gebrochen“, räumte Pollok ein. Als kurz nach der Pause Robin Flechsig für das 4:0 sorgte, war das Spiel entschieden. Mit weiterhin mehr Ballbesitz behauptete Königsborn bis zum Schlusspfiff das Spielgeschehen und traf noch zwei weitere Male, wobei Pietryga insgesamt einen Dreierpack schnürte.
Bildzeile: KSV-Torhüter Christopher Sander sah bei zwei Gegentoren nicht gut aus.
Der Königsborner SV scheint für den sonntäglichen Saisonstart gerüstet und kann mit breiter Brust in die Landesliga-Partie gegen YEG Hassel gehen. Der VfL dagegen muss seine Wunden lecken und versuchen, der Mannschaft mehr Stabiltät zu geben, um Oberliga-Absteiger Türkspor Dortmund Paroli bieten zu können.
Der VfL Kamen hat sich kurz vor dem Saisonstart mit dem Kaiserauer Bryan Ojiako verstärkt.
Trainerstimmen
Wojciech Pollok (VfL): Wir haben gut begonnen und hatten gute Aktionen nach vorne. Dann gab es die Trinkpause, die vieles veränderte. Da waren wir dann nicht mehr konzentriert genug und bekamen das Gegentor. Zwei krasse Fehler, insbesondere von unserem Torhüter, führten zum 3:0-Pausenstand. Das hat uns dann das Genick gebrochen. Am Ende fiel das Ergebnis zu hoch aus. Jetzt müssen wir nach vorne schauen, die neue Mannschaft weiter zusammenführen und uns vernünftig auf den Punktestart vorbereiten.
Arndt Kempel (KSV): Es war eine gute Woche für uns mit einem guten Abschluss. Wir haben da weiter gemacht, wo wir beim Urlaubsguru-Cup aufgehört haben. Wir haben gezeigt, dass wir Tore schießen können.Ich habe auch spielerische Fortschritte gesehen. Überragend das 4:0 von Robin Flechsig nach einem gut vorgetragenen Angriff. Da war dann der Deckel drauf und am Ende haben wir auch verdient gewonnen. Das 5:0 war insgesamt überzeugend.
KSV: Sander, Busemann, Haseldiek, Flechsig (64. Becker), Pietryga (78. Bozcan), Brüwer (72. Lorenz), Kutscher, Tönnes, Aydin (85. Veit Wettklo).
VfL: Schlee, Diar, Bank, Jurkiewicz (78. Gebes), Yilmaz, Kaya, Gohr, Gedik, Ersan, Badulescu (82. Sahin), Acar (20. Ojiako).
Tore: 1:0 (26.) Pietryga, 2:0 (41.) Pietryga, 3:0 (44.) Bayir, 4:0 (47.) Flechsig. 5:0 (75.) Pietryga.
Bildzeile: Marvin Pietryga (re.) traf drei Mal für den Königsborner SV gegen den VfL Kamen.





