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Sonntag.25.Okt..2026
Start ASV Hamm-Westfalen Chance auf Punktgewinn nicht genutzt

Chance auf Punktgewinn nicht genutzt




Handball: Der ASV Hamm-Westfalen hat es am frühen Sonntagabend knapp verpasst, wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Vor über 2.100 Zuschauern unterlag der Zweitligarückkehrer im hochspannenden Duell mit dem TuS Nettelstedt-Lübbecke am Ende in einem wahren Handballkrimi mit 28:30 (13:17). Dabei hatten die Gastgeber bis zur letzten Minute die Chance, zumindest einen Punkt zu sichern. Am Ende war es ausgerechnet der ehemalige ASVer Alexander Schulze, der mit seinem Treffer zum 30:28 eine halbe Minute vor dem Ende für die Entscheidung sorgte.

Zuvor erlebten die Zuschauer in der WESTPRESS arena eine abwechslungsreiche Partie, in der sich beide Mannschaften viele Ungenauigkeiten leisteten. Während es in der ersten Halbzeit vor allem die Gastgeber waren, die durch technische Fehler dem TuS eine Vier-Tore-Führung zur Pause ermöglichten, offenbarten wiederum die Gäste im zweiten Abschnitt einige Probleme.

Ole Machner, Carl Gabrielsson sowie Kreisläufer Alexander Coßmann überragend

Diese nutzte der ASV, um sich von einem zwischenzeitlichen 14:19-Rückstand auf 21:22 heranzuspielen. Doch dann leistete sich ausgerechnet der Hausherr wieder zwei Fehler – der TuS legte erneut vor und baute die Führung noch einmal auf 27:23 (50.) aus. Aber die Westfalen gaben sich noch nicht geschlagen. Mit dem Publikum im Rücken und dreier Paraden des eingewechselten Torwarts Ivan Budalić in Serie kämpfte sich die Mannschaft von Jamal Naji, bei der vor allem die Außenspieler Ole Machner und Carl Gabrielsson sowie Kreisläufer Alexander Coßmann mit einem überragenden Handball Performance Index von 95 (von 100) überzeugten, auf 28:29 heran. In der verbleibenden Minute bot sich sogar die Chance auf den Ausgleich, doch zu den Eigenfehlern gesellte sich nun noch Abschlusspech. Und das war dann am Ende genau der kleine Unterschied: Der TuS nutzte seine Chancen minimal konsequenter. In Person von Alexander Schulze gelang dies 33 Sekunden vor dem Ende ausgerechnet dem ehemaligen ASVer, der den finalen Treffer zum 30:28 erzielte.

Beide Seiten extrem fehlerbehaftet

„Es war ein harter Kampf. Ich weiß, dass es hier eine sehr hitzige Atmosphäre sein kann“, meinte Schulze direkt nach der Partie. „Extrem fehlerbehaftet“ sei das Spiel auf beiden Seiten gewesen. Die Statistik belegte das: Beide Teams leisteten sich je 14 Technische Fehler. „Hamm hat es nicht so gut bestraft“, brachte es der Linksaußen auf den Punkt. Positionskollege Ole Machner ordnete es aus Sicht des ASV so ein: „Es ist extrem bitter, zu Hause zu verlieren. In der ersten Halbzeit machen wir kein gutes Spiel, wissen aber, dass deutlich mehr drin ist. In der zweiten Halbzeit kriegen wir es so gut wie gedreht. Wir sind auf einen dran, dann verwerfen wir zu viel, machen zu viele Fehler. Es ist keiner bei uns, der dann das Spiel in die Hand nimmt. Am Ende waren wir nicht gut genug, um das Spiel drehen zu können. Die einfachen Fehler im Angriff dürfen nicht sein“, befand Machner, selbst mit zehn Toren erfolgreichster Werfer der Partie.

ASV Hamm-Westfalen – TuS Nettelstedt-Lübbecke 28:30 (13:17)

ASV: Colodeti (4 Paraden, 17 %), Budalic (3 P., 25 %) – Gabrielsson (3), Horvath-Garaba, Capric (2), Böttcher, Machner (10, 5/5 7m), Kreiselmaier (1), Vöing, Kühn (2), Klinge, Firnhaber (2), Bornemann (1), Öhler, Jacobs (2), Coßmann (5).
TuS: Genz (6 Paraden, 25 %), Grabenstein (5 P., 38 %) – Santos (6), Hörr (2), Schulze (4), Lundahl, Dräger (1), Wullenweber, Blaauw (2), Gautzsch (3), Pabst (5), Bergemann (3), Blazicko, Dederding (4), Eisele, Westerbeck.
Strafen: ASV 16 min, TuS 16 min.
Schiedsrichter: Kijowsky/Strüder
Zuschauer: 2.106

Bildzeile: Die zehn Tore von Ole Machner reichten am Ende nicht zum ASV-Heimerfolg. Der TuS Nettelstedt-Lübbecke siegte in der WESTPRESS-Arena 30:28 / Foto Wegener