
Fußball: So schnelllebig und unerbittlich kann Fußball sein. Wie regionale- und überregionale Print- und TV-Medien bereits seit Samstagabend ausführten, hat sich Fortuna Düsseldorf mit sofortiger Wirkung von Sportvorstand Sven Mislintat getrennt. Damit war die Einladung beim Fußball-Talk des TV Germania Kaiserau am Freitagabend der letzte Auftritt des weiterhin in Kamen lebenden Managers in seiner Funktion bei den Rheinländern. Sowohl in Methler wie auch wenige Tage zuvor in einer Medienrunde hatte Mislintat erklärt, beim Wiederaufbau in der Dritten Liga mitwirken zu wollen. Das letzte Wort aber habe der Aufsichtsrat der Düsseldorfer Fortunen. Die Funktionäre aber beschlossen am Samstag die Scheidung.
Stationen bei Borussia Dortmund, Arsenal FC, VfB Stuttgart und AFC Ajax Amsterdam – als Spieler auch bei TVG Kaiserau, Kamen, Holzwickede und Lüner SV aktiv
Sven Mislintat wuchs in Kamen auf und wohnt auch noch dort. Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum arbeitete er ab 2006 als Chefscout und Leiter Profifußball bei Borussia Dortmund. Er entdeckte und empfahl dem BVB-Spieler wie Aubameyang, Dembélé oder Kagawa. Seit 2011 ist er ausgebildeter Fußballlehrer. Am 1. Dezember 2017 wechselte Mislintat als Leiter der Scouting-Abteilung („Head of Recruitment“) zum FC Arsenal London. Zum 8. Februar 2019 verließ er die Londoner und wurde dann am 1. Mai 2019 neuer Sportdirektor des VfB Stuttgart. Am 30. November 2022 wurde sein bis Juni 2023 laufender Vertrag vorzeitig aufgelöst. Ab dem 19. Mai 2023 war Mislintat Sportdirektor von Ajax Amsterdam. Am 24. September 2023 gab der Verein die Beendigung der Zusammenarbeit bekannt. Zum 1. Mai 2024 kehrte er zu Borussia Dortmund zurück und übernahm die Aufgabe des Technischen Direktors. Am 6. Februar 2025 beendete Borussia Dortmund die Zusammenarbeit.

Bildzeile: Sven Mislintat (re.), (da noch) Sportvorstand Fortuna Düsseldorf, stellte sich am Freitagabend im Bürgerhaus Methler den Fragen vom TVG-Männersportwart Uli Müller und Fans.
Im Kreis Unna machte sich Mislintat ebenfalls einen Namen. Er war Mitarbeiter in der Sportredaktion der Westfälischen Rundschau. Insbesondere aber als Spieler bei der damaligen Spielvereinigung Holzwickede, dem heutigen Holzwickeder Sport Club (HSC). Hier lief er nach dem Gastspiel beim Lüner SV in 2002/2003 im damaligen Emscherstadion, dem heutigen Montanhydraulik-Stadion, auf. Seine Position damals: Defensiv-As und knallharter Manndecker. Er spielte in Holzwickede unter den Trainern Karl-Friedrich Lösbrock und später Marcus Reis.
Bildzeile: Der „Westicker Jung‘“ Sven Mislintat mit alten Freunden Andreas Erwin, TVG-Vorsitzender Michael Krause und Uli Müller.





