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Montag.13.Apr..2026
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Alles schien gegen HSC zu laufen – Platz drei als Antwort




Fußball, Westfalenliga 2: Holzwickeder Sport Club – BSV Schüren 2:1 (1:1).
Bereits vor dem Anpfiff war der Druck auf den HSC kräftig gestiegen. Im vorgezogenen Spiel am Samstagabend hatte Spitzenreiter DJK TuS Hordel in der fünften Minute der Nachspielzeit das 3:2 gegen Westfalia Herne nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand durch Sarpong erzielt. Damit betrug der Rückstand des HSC auf Hordel kurzzeitig zehn Punkte – fast schon eine Vorentscheidung im Titelrennen. Doch der Holzwickeder SC zeigte Moral und besiegte seinerseits den BSV Schüren mit einem späten Treffer in der Nachspielzeit.
Saison-Aus für Top-Torjäger Maurice Modrzic nach Vorfall „im privaten Umfeld“
Schlimmer aber: Aufgrund eines Zwischenfalls unter der Woche im privaten Umfeld, so die Aussage von HSC-Chefcoach Kurtulus Öztürk, erlitt der bislang beste Torjäger des HSC, Maurice Modrzik einen Bänderriss und fällt sechs bis acht Wochen aus – Saisonende! Auch Kapitän Dean Müsse muss nach seinen anfänglichen Achillessehnenproblemen mit nunmehr Kniebeschwerden mindestens noch zwei bis drei Wochen aussetzen.
Doch zum Spiel.

Bildzeile: Das HSC-Lazarett hat sich erneut vergrößert: Zu Dennis Czarnecki (r.) kommt nun auch Top-Torjäger Maurice Modrzic (l.) dazu. Für Modrzic ist die Saison nach einem Bänderriss, den er sich im privaten Umfeld zugezogen hat, vorzeitig beendet.
Ganz schwaches Westfalenligaspiel vor Minuskulisse von 142 Zuschauern – Seydi Keskin mit HSC-Führung
Der BSV Schüren, amtierender Dortmunder Hallen-Stadtmeister und seit Jahren gerne (aber erfolglos) im Aufstiegsrennen dabei, kam nicht gut ins Spiel hinein. Nach gerade fünf Zeigerumdrehungen war Leo Mayka auf und davon, doch der einzige eher zweifelhafter Pfiff des guten Schiris Durica Dzijan vom SV Büren vereitelte die frühe HSC-Führung. In Minute sieben köpfte Maurice Majewski knapp drüber. Seydi Keskin war es, der in der 14. Minute den Ball nach Eckle von Lokman Erdogan im Gehäuse der Schürener unterbrachte. Minute 20: Maurice Majewski begann mit seinem sonntäglichen Privat-Duell mit Ex-HSC-Keeper Muhammed Acil, als er um Zentimeter vor dem herausstürzenden Acil verzog. Jannik Marth von Schüren meldete seinen BSC Schüren ins Spiel an, als er in der 37. Minute haarscharf den Ausgleich verpasste. Es war der Beginn einer Drangphase des Gastes. Als in der 38. Minute Schüren vehement ein Handspiel forderte, war es eben jener Sportsfreund Philippos Selkos, der spektakulär fiel und den gewünschten Elfer bekam. Marcel Münzel nahm es gerne an und verwandelte zum Ausgleich. Eine Aussage darüber, wer am Ende die Nase vorn haben würde, war nach dem Abpfiff der ersten Halbzeit noch nicht zu treffen. Es ging mit einem Gleichstand in die Kabinen.
Privatduell Maurice Majewski gegen Muhammed Acil
Der HSC, gerade mit fünf Feldspielern auf dem Aufstellungsbogen vertreten, dominierte in den zweiten 45 Minuten klar, ohne aber die verdiente „Bude“ zu treffen. Stattdessen ging das Privatduell von Maurice Majewski gegen Schürens Keeper Miuhammed Acil munter weiter. 56. Minute: Maurice Majewski scheiterte am glänzend reagierenden Acil. In der 80. Minute hatten alle Fans den Torjubel auf den Lippen, doch aus fünf Metern bekam Acil irgendwie noch die Hand an Majewskis Schuss. Als in der 82. Minute Nazarii Kovalenko über die Latte verzog, schien Verzweiflung bei Spielern und Fans einzuziehen. Doch dann brachten sich die Dortmunder selber um alles – durch Einwechslung, die komplett in die Hose ging.
Schürens Keskinilic eingewechselt – und gleich mit Rot vom Platz – Siegtor nach „falscher Ecke“
Murat Keskinilic hieß der Unglücksrabe, der in der 72. Minute für den Alt-Internationalen Kevin Brümmer den Platz bearbeiten sollte. In der gleichen Minute holte sich der Eingewechselte mal übermotiviert gleich Gelb ab. In der 90. Minute war der Kurzauftritt beendet – nach einer Unsportlichkeit (Ellbogenschlag, Unsportlichkeit) durfte Keskinilic vorzeitig duschen. Das machte die Sache für Schüren nicht einfacher, im Gegenteil. Kurios das Siegtor: Eine allerletzte Ecke in der Nachspielzeit landete im Niemandsland. Aber: Schiri Durica Dzijan hatte den Ball aufgrund einer vorherigen Auswechslung noch gar nicht freigegeben. Wiederholung: Und dann war es Luis Weiß, der richtig stand, und das 2:1 in Minute fünf der Nachspielzeit erzielte. Riesenjubel beim HSC, Entsetzen bei den Dortmunder Gästen.
HSC nun Dritter – am kommenden Sonntag zum Tabellen-Schlusslicht FC Brünninghausen     
Die drei Punkte brachten den Holzwickeder Sport Club in der Tabelle auf den dritten Rang voran. Die Hintermannschaft ist das Prunkstück des Holzwickeder Sport Club. Insgesamt erst 19-mal gelang es dem Gegner, den HSC zu überlisten. Mit dem Dreier baute Holzwickede die erfolgreiche Saisonbilanz aus. Bislang holte man zwölf Siege, sieben Remis und kassierte erst vier Niederlagen. Kommende Woche tritt der Holzwickeder Sport Club beim FC Brünninghausen an (Sonntag, 15:30 Uhr). Doch Vorsicht: Der abgeschlagene Tabellenletzte aus Brünninghausen schlug am Sonntag den Tabellenzweiten Horsthausen auf eigenem Platz in Herne klar mit 5:2 und ein Lebenszeichen aus dem Tabellenkeller.

Trainerstimmen:
Kurtulus Öztürk (HSC): Kämpferisch war es von unserer Seite okay. Wir hatten heute wieder einmal durch die Ausfälle von Maurice Modrzic (Bänderriss) und auch erneut Dean Müsse (Knieverletzung) mit Handicaps zu leben. Dazu kam die Tatsache, dass wir mit Jan Nielinger und Lokman Erdogan zwei Spieler hatten, die mit vier gelben Karten vorbelastet waren. Das waren keine guten Voraussetzungen. Ein Wort zu der Tatsache, dass Hordel am Vortag vorgelegt hatte: Wir schauen nur auf uns. Das ist es, was wir beeinflussen können.
Philipp Rosenkranz (Schüren): Das war kein gutes Westfalenliga-Spiel. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Wir haben die zweiten Bälle des HSC nicht gut verhindert. Ich glaube, dass dieses Spiel keinen Sieger verdient gehabt hätte. Für mich war es ein glücklicher Sieg des Holzwickeder SC.
HSC: Felix Hacker, Nils Bartke, Michael Vrljic (57. Kerem Keskin), Leo Mayka, Lokman Erdogan, Luis Weiß, Jan Nielinger (66. Til Busemann), Nazarii Kovalenko, Seydi Keskin (72. Wesley Ambose), Maurice Majewski,. Michael Kuhfeld
Schüren: Muhammed Acil, Dino Dzaferoski, Max Maßmann, Florian Marth (87. Janik Benning), Jannik Marth, Philippos Selkos (52. Mert Ergüven), Kevin Brümmer (72. Murat Keskinilic), Marcel Münzel, Wilhelm Sassenberg, Cem-Ali Dogn, Tim Kallenbach
Tore: 1 : 0 Keskin (14.), 1 : 1 Münzel (FE, 40.), 2 : 1 Weiß (90+5)
Bes. Vork.: „Rot” für Murat Keskinilic (BSV Schüren, Unsportlichkeit)
Zuschauer: 142
Schiedsrichter: Durica Dzijan (SV Büren): sehr souverän.
Bildzeile: Aus dieser Ecke in der fünften Minute der Nachspielzeit entstand das 2:1-Siegtor für den HSC.