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Sonntag.06.Sep..2026
Start ASV Hamm-Westfalen Gute erste Halbzeit reicht nicht für Punkte

Gute erste Halbzeit reicht nicht für Punkte




Handball: 2. Bundesliga: HSG Nordhorn-Lingen – ASV Hamm-Westfalen 28:20 (12:12). Eine Halbzeit lang haben sich die mitgereisten Fans des ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend berechtigte Hoffnungen auf eine Überraschung in der Emslandhalle gemacht. Nach ausgeglichener Halbzeit verloren die Westfalen aber im zweiten Abschnitt den Faden und unterlagen dann doch der favorisierten HSG Nordhorn-Lingen mit 20:28 (12:12).

Den Ausschlag gab eine schwache Offensivleistung zu Beginn des zweiten Abschnitts, in dem sich die Gäste acht technische Fehler leisteten und nach 13:12-Führung eine 0:8-Serie kassierten. Insgesamt blieb der ASV, bei dem im Spielverlauf die zuletzt fehlenden Fabian Huesmann, Alexander Coßmann, Carl Gabrielsson und Ivan Budalic zurückkehrten und Kreisläufer Lukas Hinterding aus der Reserve zum Einsatz kam, mehr als eine Viertelstunde ohne Torerfolg – trotz aller taktischen und personellen Varianten, die Cheftrainer Jamal Naji probierte.

Auch der siebte Feldspieler des ASV  wirkungslos

Auch der siebte Feldspieler, den die Gäste einsetzten, um klarere Wurfchancen zu kreieren, blieb wie zu Beginn der ersten Halbzeit wirkungslos. Da gelang es dem Aufsteiger allerdings noch, nach 0:3-Rückstand in die Partie zu finden und in der Folge phasenweise sogar den Ton anzugeben. So erzielte Niklas Mühlhauser in der 21. Minute die erste Gästeführung zum 10:9, Lucas Firnhaber, der immer wieder auch dank des siebten Feldspielers in gute Wurfpositionen gebracht wurde, erhöhte kurz darauf auf 11:9. Es bot sich sogar die Chance zum 12:9, der Treffer fiel allerdings nicht.

Eine Wende wie in dieser Phase gelang in der zweiten Halbzeit nicht. Im Gegenteil, die HSG wurde immer stärker, bestrafte konsequent jeden Fehler der Gäste, der sich so um den möglichen Lohn einer wirklichen starken ersten Halbzeit brachte. Denn in dieser stellte der ASV, der ohne Benedikt Küh, Benjamin Edwards, Vincent Kreiselmaier und Sigurt Leth-Klinge antrat, Nordhorn-Lingen vor echte Probleme. Kreiselmaier fehlte infektbedingt, Leth-Klinge war im Training umgeknickt und musste kurzfristig passen.

„Wir verlieren den Kopf, machen zu viele technische Fehler. Ich muss da mich da auch selbst mitreinnehmen. Die Emotionalität in der ersten Halbzeit war überragend, wir haben eine richtig gute Deckung gestellt“, analysierte Firnhaber direkt nach der Partie im TV-Interview. In der Schlussphase gab es dennoch positive Momente für die Westfalen: Neben Carl Gabrielsson, der von außen treffsicher war, trug sich auch der 18-jährige Ungar Adam Horvarth-Garaba, zuvor im Innenblock eingesetzt, auch erstmalig in die Torschützenliste für den ASV ein.

Am kommenden Sonntag geht es in eigener Halle weiter für den ASV. Dann ist Erstligaabsteiger GWD Minden in der WESTPRESS arena zu Gast. Für die Westfalen wird es im ungleichen Duell darum gehen, an die starke Leistung der ersten Hälfte anzuknüpfen und diese möglichst konstant über das gesamte Spiel zu zeigen.

HSG Nordhorn-Lingen – ASV Hamm-Westfalen 28:20 (12:12)

HSG: Ligarzewski (3 Parade, 21 %), Tschentscher (9 P., 53 %) – Wilhelm (3), Gentzel (2), van Berlo (1), Hof, Lux (3, 2/2 7m), Marschall (6), Hüter (1), Hoogland (1),  Ruddat, Rajkovic, Thiel, Erlingsson (6), Duvancic (1).
ASV: Colodeti (8 Paraden, 30 %), Budalic (2 P., 22 %) – Huesmann (3, 3/3 7m), Gabrielsson (2), Horvath-Garaba (1), van de Vreede, Böttcher (1), Machner (2, 1/1 7m), Hinterding, Mühlhauser (1), Firnhaber (6), Bornemann (1), Krawczyk (1), Öhler (2), Jacobs, Coßmann.
Strafen: HSG 6 Min, ASV 2 Min.
Schiedsrichter: S. Klinke/M. Klinke.

Bildzeile: Max Öhler war zweifacher ASV-Torschütze in Nordhorn / Foto ASV.