
Fußball, Bezirksliga: Kamener SC – SSV Mühlhausen 1:1 (0:0). Kein Derbysieger im Kamener Schulzentrum. 1:1 hieß es nach 90 Minuten. Punktsieger indes war der SSV, der mehr Spielanteile und ein Chancenplus verbuchen konnte, aber in Unterzahl erst in der Schlussminute durch Marcel Friede zum Unentschieden kam. Gastgeber KSC beschränkte sich mehr auf die Defensive und versuchte die Räume enger zu machen. Punktsieg hin oder her – am Ende zählte das Unentschieden und einen Punkt gab es für beide.
Die rund 300 Zuschauer – die späte Anstoßzeit am Sonntagebend hatte den einen oder anderen Fußballfan mehr angelockt – sahen in den torlosen ersten 45 Minuten beileibe keinen langweiligen Fußball. Im Gegenteil, es gab Torgefahr vor beiden Toren, wobei der SSV der Führung näher war als Gastgeber KSC. SSV-Interimstrainer Tuncay Sönmez – er vertrat wie berichtet den urlaubenden Chefcoach Marc Woller – musste allerdings bis zur Schlussminute warten, um einen Treffer bejubeln zu können. Den machte Marcel Friede, der vorher schon eine gute Möglichkeit hatte liegen gelassen.
In Führung indes ging der Kamener SC durch seinen Torjäger Moritz Denninghoff. Und als sich der SSV durch die Ampelkarte von Brian Wolff nach gut einer Stunde dezimierte, lagen die besseren Karten eigentlich auf dem Kamener Tisch. Weit gefehlt, die Unterzahl entfachte bei Mühlhausen kurioserweise noch einmal vermehrt Angriffslust und wurde durch den Ausgleich von Friede in der Schlussminute unterstrichen.

Bildzeile: Tuncay Sönmez coachte den SSV für den urlaubenden Cheftrainer Marc Woller.
Trainerstimmen
Jörg Lange (KSC): Beide Mannschaften haben einen tollen Fight abgeliefert. Mit dem Ergebnis können wir leben, ärgerlich allerdings der späte Ausgleich. Wenn man führt, in Überzahl ist, dann muss man es ruhiger und besser ausspielen. Zugeben muss ich aber auch, dass wir in einigen Situationen Glück hatten. So bei einem Pfostentreffer von Friede.
Tuncay Sönmez (SSV): Die Hoffnung auf einen Sieg war groß bei mir. Doch die Kamener Fünferkette stellte uns lange vor Probleme, dennoch kamen wir zu Chancen. Daraus hätten wir mehr machen müssen. Wir trafen das leere Tor nicht, Pfosten und Latte. Die Ampelkarte für Wolff hat uns kurioserweise gut getan, denn das gab uns neue Impulse, wir drängten Kamen mehr zurück und hatten wieder bessere Phasen.
KSC: Vollmer, Buci (85. Semih Gün), Milder, Serhad Gün, M. Denninghoff, P. Denninghoff (85. Cirak), Sönmez, Oruc (57. Can), Lehmann, Türkkan, Jans (89. Schinow).
SSV: Mesewinkel-Risse, Hagedorn (90. Schmidt), Gretzinger, Haase (65. Schuhmacher), Antonio (75. Sobala), Friede, Basyigit, Marchewka, Wolff, Richter, Ramsey.
Tore: 1:0 (57.) M. Denninghoff, 1:1 (90.) Friede.
Bes. Vork.: Gelb/Rote Karte für Wolff (65.).
Bildzeile: KSC-Torjäger Moritz Denninghoff (2.v.li.) muss sich hier mehrerer Mühlhausener Abwehrspieler erwehren. Dennoch markierte er seinen ersten Saisontreffer, weitere werden sicherlich folgen.





