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Sonntag.26.Juli.2026
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Mika Nowroth mit goldenem Tor gegen RW Ahlen – starkes HSC-Spiel gegen guten Gegner




Fußball, Testspiel: RW Ahlen – Holzwickeder SC 0:1 (0:0). Gegen einen ambitionierten und personell gegenüber der Vorsaison stark aufgerüsteten Gegner mit großer Fußball-Vergangenheit gewann der Holzwickeder SC am Ende verdient mit 1:0. Auf dem Rasen-Nebenplatz des in die Jahre gekommenen altehrwürdigen Wersestadions mit einem Fassungsvermögen von 12.500 Zuschauern, das schon tolle Zweitliga-Spiele gesehen hatte und ehemalige sportliche Heimat von Marco Reus und Kevin Großkreutz war, war der HSC-Erfolg aufgrund einer starken zweiten Hälfte verdient. RW Ahlen war in der letzten Spielzeit aus der Oberliga abgestiegen und wurde in die Westfalenliga 1 eingruppiert. Die großen Erfolge der Wersestädter liegen etwas zurück. Anfang der 2000er Jahre spielte man, einige Zeit auch unter Ingo Peter, in der Zweiten Liga.
RW Ahlen Top-Favorit für den Oberliga-Aufstieg – personell stark aufgerüstet und mit großen Ambitionen
Heute aber ist bei RWA eher „grauer Alltag“ in der Westfalenliga 1 angesagt. Eine Klasse, die man liebend gerne schnellstmöglich verlassen möchte. Oberliga-Absteiger RW Ahlen zeigte bislang eine gute Frühform. Beim Oberliga-Aufsteiger Westfalia Kinderhaus gab es ein klares 3:0. Zuletzt besiegte Ahlen den Ligakonkurrenten des HSC, FC Iserlohn, mit 3:1. Beim Derby Volksbank-Cup in Warendorf wurde RWA nach einer 7:8-Niederlage nach Elfmeterschießen im Finale gegen den Bezirksligisten TuS Freckenhorst Zweiter. Ahlen hatte in der regulären Spielzeit einen 0:3-Rückstand zum 3:3 ausgeglichen. Insgesamt also eine sehr ordentliche Frühform. Personell gelang eine Top-Verpflichtung: Ilias Anan vom Regionalliga-Aufsteiger SG Wattenscheid kehrte zurück an die Werse. Für das Tor wurde der lettische U21-Nationaltorhüter Nikita Pincuks verpflichtet. Die etatmäßige „1“, Jovan Jovic, fällt mehrere Wochen mit Bänderriss aus. Ferner im Kader sind zwei interessante Spieler aus Taiwan: Chi-Chuan Wei und Wei Chieh Lin vom Partnerverein TCRFC aus Taiwan.
Beide Cheftrainer nicht auf’m Platz – aber nah dran
Gemeinsam hatten an diesem heißen Samstag beide Teams die Tatsache, dass beide Trainer offiziell im Urlaub waren. RWA-Trainer Engin Yavuzaslan wurde vertreten durch Co-Trainer Nils Wenk. Für HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk stand „Co“ Stefan Wustlich an der Linie. Doch auch das ist Fußball heute: Selbst im Urlaub schauten beide Coaches die Darbietungen ihrer Mannen auf Video, waren stets aktuell informiert und bereiteten telefonisch das Spiel vor und im Nachhinein auf.
Bildzeile: Nach dem Spiel und dem 1:0-Erfolg in Ahlen gab es von Co-Trainer Stefan Wustlich lobende Worte.
Was die Herren Cheftrainer in den ersten 45 Minuten sahen, konnte beide nicht zufriedenstellen. Auf dem gut bespielbaren Rasen-Nebenplatz übernahm Ahlen von Beginn an das Heft des Handelns. Das sah in vielen Aktionen richtig gut aus. Zwei Pfosten- und ein Lattentreffer für Ahlen waren Ausdruck der spielerischen Qualität. Immer wieder rettete Felix Hacker gegen Davin Wöstmann, die sich beide ein „Privatduell“ lieferten. Doch der HSC stand gut, hielt dagegen, konnte aber zunächst wenig Akzente nach vorne setzen. In der 38. Minute hatte der HSC nach einem ordentlichen Angriff und einer anschließenden Ecke eine Doppelchance – ließ aber beide Möglichkeiten liegen. Es blieb beim torlosen Remis zur Pause – RW Ahlen war zwar mehr auf die Führung aus gewesen, doch der HSC stand diszipliniert diesem Vorhaben gegenüber.
Mika Nowroth mit dem goldenen Tor für Holzwickede
In der zweiten Hälfte veränderte sich die Spielstatik deutlich Richtung Holzwickede. Der HSC spielte mit und tauchte immer gefährlich vor dem Ahlener Tor auf. Zwar musste HSC-Keeper Felix Hacker insgesamt dreimal sein Können in 1:1-Situationen zeigen, war aber der bewährte Rückhalt. Und dann kam, was kommen musste. Plötzlich war es Mika Nowroth, der in der 68. Minute überraschend, aber keinesfalls mehr unverdient, das 1:0 und das goldene Tor erzielte. Nowroth war erst in der 60. Minute für Luis Weiß ins Spiel gekommen. Bei seinem goldenen und entscheidenden Treffer sollte es bleiben. Für die rund 100 Zuschauer war es ein interessantes Testspiel – und eben auch für die Trainer auf beiden Seiten, die kurz vor Saisonbeginn mit Pokal- und Meisterschaftsspielen ihre Schlüsse ziehen werden.
Sorgen um Mohammed El Gourari
Sorgen bereitete Mohammed El Gourari. Er wurde zur Pause mit „dickem Knöchel“ ausgewechselt und durch den etatmäßigen HSC-Kapitän Dean Müsse ersetzt. Sein Einsatz am Sonntag im Kreispokal beim MSC Holzwickede ist nahezu ausgeschlossen. Untersuchungen müssen ergeben, ob es etwas Ernsteres ist.
HSC an diesem Sonntag im Kreispokal gegen MSC Holzwickede
Exakt 27 Stunden später steht der Holzwickeder SC erneut auf dem Platz. Am Sonntag, 26. Juli, steht um 18 Uhr das große Derby im Krombacher Kreispokal auf dem Programm. Mit dem B-Ligisten MSC Holzwickede wartet auf dem Kunstrasenplatz am Schulzentrum ein Kontrahent, der dem HSC liebend gerne ein Beinchen stellen würde.
Ahlen: Tim Walter Breuer, Franko Uzelac, Gianluca Di Vini (60. Luis Krieg), Ervin Catic (46. Christopher Rasper), Tolga Özdemir, Oktay Dal (46. Nick Appelganz), Semih Tiril, Ilias Anan, Felix Schlüsselburg (60. Philimon Kwasaa Tawiah), Davin Wöstmann (46. Johny Al Ibrahim)
HSC: Felix Hacker, Nils Bartke, Michael Vrljic (60. Marek Kulczyki), Christian Bernhard, Lokman Erdogan (60. Nils Kleine), Luis Weiß (60. Mika Nowroth), Efe Kadir Bozaci (60. Tom Wonneberger), Jan Nielinger (46. Nazarii Kovalenko), Mohammed El Gourari (46. Dean Müsse), Maurice Majewski, Maurice Modrzik
Tore: 0:1 Nowroth (68.)
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Dr. Hüseyn Sahin (SuS Ennigerloh).
Bildzeile: Mohammed El Gourari (Hose mit der Nummer 25) belebte das HSC-Spiel enorm. Allerdings musste er zur Pause mit „dickem Knöchel“ das Spielfeld verlassen. Untersuchungen müssen nun zeigen, was sich der starke Neuzugang „eingefangen“ hat.