
Triathlon: Bei hochsommerlichen Temperaturen, anspruchsvollen Strecken und einem hochklassig besetzten internationalen Profifeld hat Marit Lindemann, Triathletin des TVG Kaiserau, beim ebenso renommierten wie schwierigen Ironman Switzerland in Thun mit einer starken Leistung überzeugt. Nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren mit über 2.000 Höhenmetern und einem Marathon über 42,7 Kilometer erreichte die Athletin nach 9:31:50 Stunden als Zehnte das Ziel.
Den Sieg sicherte sich die Schweizerin Julie Derron, Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Paris 2024, in 8:42:40 Stunden. Platz zwei belegte die Britin Imogen Simmonds in 8:56:27 Stunden, Dritte wurde die Schweizerin Leanne Duvoisin mit 9:03:32 Stunden. Lindemann behauptete sich damit in einem Feld mit zahlreichen international erfahrenen Profiathletinnen.
Bereits das Schwimmen entwickelte sich zu einer echten Herausforderung. Der Thunersee präsentierte sich völlig anders als noch an den Trainingstagen zuvor. Bei einer Wassertemperatur von 20,5 Grad sorgten starker Wind, hoher Wellengang und eine ungewohnte Strömung für schwierige Bedingungen, mit denen selbst ausgewiesene Spitzenschwimmerinnen zu kämpfen hatten. Für Lindemann bedeutete dies einen ordentlichen Rückstand nach der ersten Disziplin.
Auf dem Rad begann jedoch die große Aufholjagd. Die spektakuläre Strecke führte durch das Berner Oberland und verlangte den Athletinnen mit mehr als 2.000 Höhenmetern alles ab. Lange Anstiege mit konstanten drei bis vier Prozent Steigung sowie schnelle, technisch anspruchsvolle Abfahrten machten den Kurs zu einem echten Härtetest.
Trotz Temperaturen von deutlich über 30 Grad hielt sich Lindemann konsequent an die mit ihrem Trainer abgestimmten Leistungswerte, um nicht zu überhitzen und ausreichend Reserven für den abschließenden Marathon zu bewahren. Auf den letzten Abfahrten bewies sie zudem, dass sie ihre fahrerischen Fähigkeiten weiterentwickelt hat, und machte auf dem Rad bereits zahlreiche Plätze gut. Ihr Ehemann Marius hielt die Vereinsmitglieder des TVG Kaiserau über einen Liveticker ständig auf dem Laufenden.
Kaiserauer Profi-Triathletin unterstreicht ihre kontinuierliche Entwicklung
Mit vergleichsweise frischen Beinen wechselte sie auf die Laufstrecke, die mit 42,7 Kilometern sogar etwas länger als die klassische Marathondistanz ausfiel. Dank regelmäßiger Informationen ihres Betreuerteams über die geringen Zeitabstände zu den vor ihr laufenden Athletinnen konnte sie ihr Rennen optimal einteilen. Kilometer für Kilometer arbeitete sie sich weiter nach vorne und erreichte schließlich den zehnten Platz.
Für Lindemann ist das Ergebnis ein wichtiger Meilenstein. In Thun traf sie auf zahlreiche etablierte Profiathletinnen, die den Triathlonsport seit Jahren hauptberuflich betreiben und unter deutlich professionelleren Rahmenbedingungen trainieren können. Umso höher ist der Einzug in die Top Ten eines der anspruchsvollsten Langdistanzrennen Europas einzuschätzen.
Mit ihrer Leistung unterstreicht die Kaiserauer Profi-Triathletin ihre kontinuierliche Entwicklung und setzt ein starkes Ausrufezeichen für die zweite Saisonhälfte.
Bildzeile: Marit Lindemann beim Ironman Switzerland in Thun im Ziel.




