
Fußball: Zwei Teams des Holzwickeder Sport Clubs, die Geschichte geschrieben haben und in die Vereinschronik eingegangen sind, werden am Freitag, 26. Juni, geehrt. Ab 18 Uhr hat der HSC zwei Jubilarmannschaften der damaligen Spielvereinigung Holzwickede (HSV) ins Ballhaus im Montanhydraulik-Stadion eingeladen. Gefeiert wird die Mannschaft, die vor 50 Jahren (1976 ) die deutsche Amateurmeisterschaft mit dem leider bereits 2017 verstorbenen 2017 verstorbenen Dieter „Hoppy“ Kurrat in die Emscherquellgemeinde holen konnte. Ebenfalls zu Gast ist die Meistermannschaft von 1986, die unter dem Trainer Rolf Unnerstall den Aufstieg von der Bezirksklasse in die Landesliga geschafft hat.
Die HSC-Organisatoren haben fast alle der ehemaligen Spieler benachrichtigen können. Leider konnten zwei Spieler aus der 86 er Mannschaft nicht ausfindig gemacht werden. Hierbei handelt es sich um Jan Schlegel und Lars Baumann, die in andere Bundesländer verzogen sind. Wer deren Kontakte kennt, mögliche sich bitte bei Karl-Friedrich Lösbrock unter 0173 88 566 19 melden.
HSC hat sich für die Jubiläumsfeier einiges einfallen lassen
Natürlich stehen das Wiedersehen und der Austausch im Vordergrund. Was war 1976 exakt passiert? Am 27. Juni 1976 siegte der SV Holzwickede im Oldenburger Stadion Donnerschwee mit 1:0 gegen den Titelverteidiger VfR OLI Bürstadt. Die kuriose Heldenstory: Da der HSV große personelle Probleme hatte, musste Ersatztorwart Rolf Weltmann als Feldspieler auflaufen. Er wurde kurz vor dem Tor eingewechselt, erzielte den goldenen Treffer und schoss den Verein so zum Titel. Der DFB ehrte die Meistermannschaft wiederholt bei hochkarätigen Spielen. Aus Anlass des 37-jährigen Jubiläums lud der DFB die Meisterhelden 2013 nach Köln ein. Die Spieler erhielten einen offiziellen Empfang vor dem WM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft gegen Irland im RheinEnergieStadion.
Erinnerungen auch an die erste Runde im DFB-Pokal 1978 beim SV Werder Bremen
Zwar ist es kein „rundes Jubiläum“, aber auch dieses Ereignis werden alle Fußballjubilare und Gäste noch einmal Revue passieren lassen. Exakt am 5. August 1978 gab es jenes Match, von dem heute viele heimische Fußballfreunde träumen: die Teilnahme an der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal. Durch den Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft 1976 hatte sich der HSV für die erste Hauptrunde qualifiziert. Das Problem damals: Der Amateurverein hatte nicht automatisch Heimrecht, sondern nur Erstgezogene. Und so fiel das Los auf den Bundesligisten SV Werder Bremen – aber leider nicht im heimischen Emscherstadion Holzwickede, sondern auswärts im Weserstadion. „Ein Bus musste organisiert werden, dann auch noch ein Mittagessen auf der Fahrt nach Bremen“, erinnert sich Heinz Hemmerich, bereits damals vor 45 Jahren der „gute Geist“ und journalistischer Begleiter des HSV.

Bildzeile: Aus Anlass des 37-jährigen Jubiläums lud der DFB die HSV-Meisterhelden im Jahr 2013 nach Köln ein. Die Spieler erhielten einen offiziellen Empfang vor dem WM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft gegen Irland im RheinEnergieStadion.
Dass heutzutage Gastteams erst am Spieltag, wie der HSV 1978, anreisten, ist heute nahezu unmöglich. In der Regel kommt man per Bus und/oder Flieger einen Tag zuvor an. Dafür aber fehlten den Holzwickedern damals (wie heute) komplett die Mittel, so dass man sich an jenem 5. August 1978 am frühen Morgen in der Gemeindemitte traf. Zur „Belohnung“ gab es dann vor exakt 5.878 Zuschauern eine „Packung“. 5 : 0 hieß es am Ende für Werder Bremen. Bis zur 45. Minute stand es im Weserstadion 0 : 0 – erst dann erzielte Per Roentved die 1 : 0 Führung für Bremen – ein „Dosenöffner“ in diesem Spiel. Die weiteren Treffer für Werder Bremen erzielten Klaus Wunder mit einem Dreierpack (61., 88., 89.) und Jürgen Röber (68.). Im Tir bei Werder stand übrigens die Torwart-Legende nicht nur in Bremen, Dieter Burdenski.
Bildzeile: 1976 gewann die Spielvereinigung Holzwickede nach einem 1:0-Erfolg in Oldenburg gegen VfR OLI Bürstadt die Deutsche Amateurmeisterschaft.





