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Dienstag.26.Mai.2026
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HSC nun seit sechs Spielen ohne Sieg – Keskin-Brüder mit neuem Ziel – Timo Hellmann mit tollem Debüt




Fußball, Westfalenliga 2: SC Obersprockhövel – Holzwickeder SC 1:1 (1:1). 
Aus den letzten sechs Spielen holte der HSC vier Niederlagen, zwei Remis und keinen Sieg – zu wenig, um in das Meisterschaftsrennen in der Westfalenliga 2 noch ernsthaft eingreifen zu können. Somit ist auch in Sachen Aufstieg, insbesondere aufgrund des Abstiegs von Fortuna Düsseldorf in die Dritte Liga und des gleichzeitigen Abstiegs der „Zweiten“ von Düsseldorf in die Oberliga Niederrhein seit Sonntag endgültig alles geklärt.
Die DJK TuS Hordel ist Meister und steigt, wie der Zweite, die SpVgg Horsthausen direkt in die Oberliga auf. Der Rest streitet sich um die goldene Ananas. Für den HSC bedeutet das: Bestenfalls ist, vorausgesetzt eines Sieges am letzten Spieltag zuhause gegen Victoria Disteln. noch ein vierter Rang möglich – vorausgesetzt einer Niederlage des TuS Erndtebrück bei Wacker Obercastrop. Ein Zurückfallen auf den sechsten Rang ist auch bei einer Niederlage gegen Disteln nicht mehr möglich.
Ein Sommerkick mit doch einigen interessanten Höhepunkten
Zumindest der Beginn auf dem Kunstrasenplatz der Hyundai Smolczyk Arena war bei Temperaturen um 30 Grad und der sportlichen Bedeutungslosigkeit des Matches recht flott. Bereits in der 6. Minute schlug es bei den Holzwickedern ein. Ein 35-Meter-Schuss von Jan-Niklas Budde prallte an den Pfosten. Den Abpraller nutzte der Torjäger des SCO, Moritz Schrepping, zu seinem 20. Saisontreffer. Zum Vergleich: Bester Torschütze des HSC ist nach wie vor Maurice Modrzic mit sieben „Buden“ – doch Mrodrzic ist seit vielen aufgrund von Bänderverletzungen nicht mehr dabei.
75 Zuschauer sehen HSC-Ausgleich durch Seydi Keskin
Der HSC zeigte sich vom frühen Rückstand nicht geschockt. Seydi Keskin scheiterte an SCO-Keeper Paul Achim Zölzer (8.). Auch sein Bruder, Kerem Keskin, fand in Zölzer seinen Meister (21.). Lokman Erdogan schoss in der 31. Minute knapp über den SCO-Kasten. Der überfällige Ausgleich fiel in der 41. Minute. Seydi Keskin dribbelte entlang des SCO-Strafraums, fand erst nicht die Lücke, doch schoss dann im letzten möglichen Moment zum 1 : 1 ab.  Das war die Hälfte eins vor 75 Zuschauern, darunter 20 HSC-Fans.
Der Elfmeter-Fluch des HSC
Luis Monse hieß der vermeintliche Unglücksrabe des SC Obersprockhövel. In der 52. Minute hielt er im eigenen Strafraum den HSCer Jan Nielinger – der gute Schiri Kevin Oschinski vom SC Verl entschied sofort auf Strafstoß. Nach dem verlorenen Elfmeterschießen im Kreispokal gegen die SG Massen hat es der HSC nicht mehr so mit dem Schuss von Elfmeterpunkt. So musste Lokman Erdogan ran, der gegen die SG Massen noch sicher verwandelt hatte. Doch Erdogan zeigte Nerven und ballerte das Leder an die Latte. Der Schlusspfiff durch Referee Kevin Oschinski setzte allen Hoffnungen auf weitere Treffer ein Ende. Es blieb letztlich bei der Punkteteilung.
HSC mit 45 Punkten Fünfter – Spitzen-Defensive mit erst 27 Gegentreffern – Negative Auswärtsbilanz
Einen Spieltag vor Saisonende belegt der Holzwickeder Sport Club mit 45 Punkten den fünften Tabellenplatz. Erfolgsgarant für das gute Abschneiden der Elf von Coach Kurtulus Öztürk ist die funktionierende Defensive, die erst 27 Gegentreffer hinnehmen musste. Abgeschlossen hat der Holzwickeder SC nun die Auswärts-Touren. Insgesamt gab es drei Siege, sieben Remis und fünf Niederlagen bei 15:16 Toren. Sicherlich in der kommenden Spielzeit ausbaufähig. Für den Holzwickeder Sport Club geht es am Sonntag, 31. Mai, 15 Uhr im Montanhydraulik-Stadion weiter mit dem Heimspiel gegen SV Vestia Disteln.
Personalien beim HSC – Keskin Brüder verlassen HSC – Debüt von Timo Hellmann aus der HSC-Reserve
Beim HSC dreht sich auch vor dem letzten Meisterschaftsspiel das Personalkarussell. So kassierte Lokman Erdogan am Sonntag in Obersprockhövel seine fünfte gelbe Karte und ist gegen Disteln gesperrt. Wesley Ambrose steht ebenfalls nicht mehr zur Verfügung – er nimmt seinen wohlverdienten Urlaub und setzt dann sein Studium in Leipzig fort. Nils Bartke, der in Obersprockhövel aus privaten Gründen fehlte, ist wieder dabei. Dabei sein wird auch ein hochinteressanter Spieler, der in der Kreisliga C in der „Zwoten“ des HSC spielt. Timo Hellmann, mit über 30 Treffern Goalgetter, wurde im Match in Obersprockhövel in der 76. Minute eingewechselt. Drei gute Szenen hatte der hochgewachsene und laufstarke Offensive. Am Sonntag gegen Disteln wird er wohl seine nächste Chance bekommen. Die beiden Keskin-Brüder wiederum werden den HSC in jedem Fall verlassen und absolvieren gegen Disteln am kommenden Sonntag ihr letztes Spiel im Holzwickeder Dress.
Trainerstimme
Kurtulus Öztürk (HSC): Es war ein typischer Sommerkick. Das Ergebnis geht voll in Ordnung. Bei diesen letzten beiden Spielen geht im Prinzip nur darum, gemeinsam im Team Spaß zu haben und dabei noch guten Fußball zu spielen. Es ist natürlich nicht einfach, sich angesichts der Tabellensituation zu motivieren. Ein Wort zu den nächsten beiden Abgängen. Die Keskin-Brüder mit Seydi und Kerem haben sich bei uns gut entwickelt. Sie wollen nun den nächsten Schritt in der Oberliga machen. Das ist völlig okay und wir wünschen den beiden alles Gute.
Obersprockhövel: Paul Achim Zölzer, Nico Jahnke (85. Sebastian Westerhoff), Pascal Zippel, Jan-Niklas Budde (59. Florian Mrosek), Tim Wasserloos (76. Tim Dudda), Moritz Schrepping, Yannik Eversberg, Pascal Fabritz, Luis Monse (59. Jonas Filep), Sidney Rast (59. Julius Phil Rabes), Mick Steffens
HSC: Felix Hacker, Michael Vrljic, Til Busemann, Leo Mayka (59. Maurice Majewski), Lokman Erdogan, Luis Weiß (65. Philipp Gödde), Jan Nielinger, Nazarii Kovalenko, Kerem Keskin (76. Timo Hellmann), Seydi Keskin, Wesley Ambrose
Tore: 1:0 Schrepping (6.), 1:1 S. Keskin (41.)
Besondere Vorkommnisse: L. Erdogan (HSC) verschießt Foul-Elfmeter (52.)
Schiedsrichter: Kevin Oschinski (SC Verl)
Zuschauer: 75.
Bildzeile: Sein Debüt in der Westfalenliga-Mannschaft des HSC feierte Timo Hellmann im Duell bei der SC Obersprockhövel (1 : 1). Hellmann hat über 30 Tore in der Zweiten des HSC erzielt und hatte damit großen Anteil am Aufstieg.