
Fußball, Westfalenliga 2: Holzwickeder Sport Club – SpVgg Horsthausen 1:2 (1:1). Zur Unzeit gönnt sich der HSC eine Minikrise. Das 1:2 gegen die SpVgg Horsthausen bedeutet die erste Heimniederlage der Saison, die zweite Pleite in Folge, den Sturz auf Rang sechs und damit raus aus der Spitzengruppe und angesichts von nun fünf Punkten Rückstand auf den Zweiten, eben jener SpVgg Horsthausen, auch eine schwere Hypothek auf dem Weg, zumindest die Relegation noch zu erreichen. DerMeisterschafts-Blumenstrauß für Tabellenführer Hordel kann ohnehin schon vorbestellt werden.
Die aktuelle Tabelle spricht Bände (in Klammern die Punktezahl): 1. DJK TuS Hordel (54),2. Horsthausen (48), 3. DSC Wanne-Eickel (45), 4. TuS Erndtebrüvk (44.), 5. HSC (43) und 6. BSV Schüren (37). Hordel hatte mit 4:2 gegen Meinerzhagen vorgelegt und Druck auf die Konkurrenz aufgebaut. Bereits vor dem Spiel war der Druck auf beide Teams gestiegen. Die Spitzenreiter DJK Hordel hatte gegen den stark abstiegsgefährdeten RSV Meinerzhagen mit 4:2 amFreitagabend vorgelegt. Neun Punkte Vorsprung vor Horsthausen und elf auf den HSC vor dem Anstoß – viel Holz. Damit wurde allen Fans klar, dass es nun um die Relegationging – und zwar im direkten Duell. „Wir schauen nur auf uns, also auf das, was wir direkt beeinflussen können“, kommentierte HSC-Cheftrainer „Kutte“ Öztürk die Vorlage aus Bochum-Hordel.
Änderungen in der HSC-Startformation – Horsthausen lässt Top-Torjäger erst mal draußen
Änderungen in der Startformation hatte Kurtulus Öztürk angekündigt – und Taten folgen lassen. Kerem und Seydi Keskin begannen ebenso auf der Bank wie Samy Smajlovic, Til Busemann und Nick Adamski. Ebenfalls dort Platz nahmenz unächst Kapitän Dean Müsse nach seinen Knieproblemen und auch Philipp Gödde. Für den am Meniskus operierten Ersatzkeeper Orlando Stockhecke hatte Physio Pascal „Kalli“ Börner das Ersatztorwart-Trikot unter dem Trainingsanzug .Etwas überraschend war bei Horsthausen, dass der mit 16T reffern beste Torjäger, Güngör Kaya genau wie der „Alt-Internationale“ Stefan Oerterer erst mal die harte Auswechselbank drücken mussten. Kaya kam in der 84. Minute ins Spiel – Oerterer überhaupt nicht.

Bildzeile: Seydi Keskin (li.) wurde erst später ins Spiel eingewechselt. Bis auf eine gute Chance konnte er allerdings auch keine Akzente mehr setzen.
HSC kalt erwischt – Ausgleich noch vor Halbzeitpause durch Leo Mayka
Vor der Minuskulisse von nur 80 Zuschauern waren viele Vorhaben und taktische Ideen nach gerade zwei Zeigerumdrehungen Makulatur. Mit einem schönen Spielzug wurde David Schroven bedient. Der traf den Innenpfosten von wo das Leder in den HSC-Kasten trudelte. Es kam viel zusammen. Ein HSC-Tor wurde wegen knapper Abseitsstellung nicht anerkannt (15.). Horsthausen stresste mit klugen Angriffen die Holzwickeder immer wieder. Und doch fiel der Ausgleich noch vor der Pause. Leo Mayka wurde schön freigestellt und netzte ein – 1:1 (32.). Halbzeit.
HSC zu Beginn der zweiten Hälfte wieder nicht hellwach – Gelb-Rot für Leo Mayka und über 25 Minuten HSC-Unterzahl
Nach der Pause wiederholte sich fast exakt die Anfangsphase des Spiels. Horsthausen drückte, der HSC hatte in der Defensive seine Mühe zu „löschen“. Das ging dann fünf Minuten gut – bis Ali Al Hussein zur Stelle war und für die erneute Führung der Herner sorgte (50.). Ein Schuss von Leo Mayka strich über das Tor (54.). Und eben jener Leo Mayka, der sehr engagiert wirkte, sich aber unzählige Male festlief, sorgte für eine Vorentscheidung. Nach wiederholtem Foulspiel, das letzte im Mittelfeld, schickte ihn Schiri Lucas Krämer vorzeitig zum Duschen (67.). Das machte die Sache gegen gut gestaffelte und vehement verteidigenden Horsthausener nicht leichter. In der 80. Minute scheiterte der eingewechselte Seydi Keskin an SpVgg-Torhüter Benjamin Carpentier. Mit seinemersten Vorstoß nach seiner Einwechslung in der 87. Minute fand auch Philipp Gödde seinen Meister in Carpentier.
Fünf Spieltage gibt es noch
Horsthausen traf nach Freistoß in der 88. Minute den Pfostendes HSC-Gehäuses – das war es dann. Fünf Spieltage gibt es noch. Der HSC hat nun noch fünf Spieltage, die fünf Punkte Rückstand auf Horsthausen aufzuholen und gleichzeitig Wanne-Eickel und Erndtebrück abzufangen. Ein ganz schweres Unterfangen. Es bleiben also die Spiele zuhause gegen Hordel (3. Mai, 15 Uhr, beim FC Iserlohn (10, Mai, 15Uhr), zuhause gegen SSV Buer (17. Mai, 15 Uhr), inObersprockhövel (Pfingstmontag, 25. Mai, 15.15 Uhr) und im letzten Heimspiel gegen Vestia Disteln (31. Mai, 15 Uhr).
HSC: Felix Hacker, Nils Bartke, Michael Vrljic (69. TilBusemann), Leo Mayka, Lokman Erdogan, Luis Weiß, EfeKadir Bozaci (61. Seydi Keskin), Jan Nielinger, NazariiKovalenko (87. Philipp Gödde), Maurice Majewski (61. KeremKeskin), Michael Kuhfeld (87. Nick Adamski).
Horsthausen: Benjamin Carpentier, Abid Yanik (84. DiyarDielek), Mahmud Siala (90.+4) Halil Celik), Ali Al Hussein (84.Güngör Kaya), Lennart Kurt Isensee, Noah Jalowiecki, David Schroven, Caspar Biebersdorf, Niklas Schröder, Deniz Ergüzel,Toni Anto Petrovic.
Tore: 0:1 Schroven (2.), 1 1 Mayka (32.), 1:2 Al Hussein(50.)
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Leo Mayka (67.,wiederholtes Foulspiel)
Zuschauer: 80
Schiedsrichter: Lucas Krämer sein (TuS Volmerdingsen, KreisMinden): souverän.
Bildzeile: Jan Nielinger (2.v.l.) und Leo Mayka (r.) gegen Horsthausen im Duell mit den Herner Gegenspielern. Leo Mayka wurde in der 67. Minute mit der gelb-roten Karte vom Platz verwiesen.





