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Montag.27.Apr..2026
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VfL Kamen gelingt Revanche gegen den Königsborner SV




Fußball, Landesliga: VfL Kamen – Königsborner SV 2:0 (2:0). Revanche gelungen. Nach dem 2:3 aus dem Hinspiel machten es die Kamener am Sonntag im Rückspiel besser, landeten einen verdienten Heimerfolg und bleiben Tabellenzweiter. Dafür sorgte vornehmlich VfL-Kaptitän Emre Demir mit einem Doppelpack vor der Pause. Diese beiden Treffer waren auch gleichzeitig schon der Endstand. Durch diese Niederlage rutschte Königsborn in der Tabelle einen Rang ab, ist aktuell Sechster. Der Heimerfolg der Kamener gewinnt an Bedeutung, weil VfL-Coach Mehmet Kara fast die halbe Mannschaft ersetzen und auch noch lange in Unterzahl agieren musste.

Dennoch erwies sich die Heimelf als spielstark und effektiver im Abschluss. Das zeigte sich insbesondere bei Emre Demir, der in Halbzeit eins zwei Mal traf. Auf 1:2 hätte der Königsborner Asvigan Nagendran verkürzen können, doch er scheiterte freistehend am Kamener Keeper Joel Kiranyaz. Auf der Gegenseite hätte Rienat Mochuliak für das 3:0 sorgen können, zielte aber nicht genau genug.

Nach 72 Minuten zeigte der Unparteiische dem VfLer Can Demircan Rot, als er sich im Zweikampf zu ungestüm gegen Luca Becker durchsetzen wollte. Die Unterzahl führte dazu, dass sich die VfLer defensiver aufstellten, aber nichts Zählbares der relativ harmlosen Gäste zuließen. Einzig ein Lattentreffer von Marvin Pietryga konnte notiert werden. Am Ende stand ein verdienter 2:0-Heimerfolg der Kamener zu Buche.
Am kommenden Spieltag reist der VfL zum SV Sodingen, während die Königsborner den FC Marl in der Schumann Arena begrüßen.

Trainerstimmen
Mehmet Kara (VfL): Ein völlig verdienter Sieg gegen einen harmlosen Gegner. Ich bin mega zufrieden. Wir waren in dieser Woche nur elf, zwölf Mann beim Training. Die personellen Gegebenheiten heute waren nicht einfach. Die Hälfte der Mannschaft war nicht da. Dass sie dann so eine Leistung abliefert, so ein Spiel zeigt, 90 Minuten den Gegner beherrscht und zwei wunderschöne Tore erzielt, da ziehe ich den Hut vor meiner Mannschaft. Riesenrespekt. Königsborn hatte nur eine Chance in der 1. Halbzeit durch Nagendran, doch unser Torhüter parierte den Schuss. Ansonsten war das eine harmlose Vorstellung des Gegners. Wir hätten schon früher das 3:0, 4:0 erzielen müssen. Mochuliak und erneut Demir hatten Riesenhancen. Wir hatten alles im Griff. Sogar in Unterzahl haben wir noch versucht Fußball zu spielen. Wir werden jetzt den Derbysieg feiern und genießen.
Arndt Kempel (KSV): Wir haben heute verdient verloren. Wir haben fußballerisch einfach nicht stattgefunden. Wir hatten kaum Passstafetten in der 1. Halbzeit, waren nicht präsent, spielten die Bälle ohne Not nach vorne und gaben Kamen permanent so den Ball her. Der VfL hat das fußballerisch besser gelöst, das war der große Unterschied. Die Nadelstiche, auf die wir spielen wollten, sind uns nicht gelungen. Die Chance zum 1:2 haben wir kläglich vergeben. Kamen hatte zwei Chancen, die sie genutzt und fußballerisch gut gelöst haben. Besonders Emre Demir. Wir hatten Gück, nicht weitere Tore zu kassieren. Daraus müssen wir lernen. Es war nicht der Kampf in dem Sinne, den ich mir gewünscht hatte. Den Willen will ich der Mannschaft nicht absprechen. Es war aber ein sehr blutleerer Auftritt. Wir haben Lehrgeld bezahlt. Selbst in Überzahl nach der Rote Karte gegen Demircan wurde es nicht viel besser.

VfL: Kiranyaz, Hildebrandt, Celik, Kocakus, Demir, Demircan, Mochuliak (72. Jurkiewicz), Limanski, Witt, Ugur, Karaduman (87. Kurtulus).
KSV: Stanojevic, Haseldiek, Val Wettklo (65. Pietryga), Nemitz, Mujkic, Kutscher (62. Lorenz), Tönnes, Becker, Nagendran (36. Efe), Maatalla (46. Flechsig)
Tore: 1:0 (3.) Demir, 2:0 (45.) Demir.
Bes. Vork: Rote Karte gegen Demircan (72.) – Foulspiel.

Bildzeile: Gegen drei VfL-Gegenspieler versucht sich hier der Königsborner Luca Becker durchzusetzen, wird gestoppt / Foto Sascha Skroblin.