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Samstag.14.März.2026
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VfL Kamen gewinnt „Regen-Derby“ etwas zu hoch mit 3:0 gegen SuS Kaiserau




Fußball, Landesliga 3: VfL Kamen – SuS Kaiserau 3:0 (1:0). Gleich vorweg: Es wurde trotz des anhaltenden Regens auf Naturrasen am Freitagabend im Jahnstadion gespielt. Er war relativ gut bespielbar, was Trainer und Spieler anschließend bestätigten. Einlaufkinder in Blau-Weiß und Schwarz-Gelb begleiteten die Mannschaften auf den Platz. Um 19.34 Uhr wurde das Stadtduell vor rund 350 Zuschauern – fast alle nahmen auf der überdachten Tribüne Platz – angepfiffen.

Beide Teams erarbeiteten sich zu Beginn Chancen, wobei der Kaiserauer Tarik Kurt die erste vergab. Der VfLer Emre Demir traf anschließend die Oberkante der Latte. Sein Teamkollege Rahim Kocakus zielte knapp am Tor vorbei. Besser machte es VfL-Kapitän Emre Demir, der einen zügig über die rechte Seite vorgetragenen Angriff zur 1:0-Führung abschließen konnte (30.). Später musste er vorzeitig mit Rot wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit das Spielfeld verlassen.

Nach der Pause erwischten die Schwaz-Gelben den besseren Start. Daniel Suzano trat in Erscheining, scheiterte mit seinem Schuss an der Unterkante der Latte und der Ball sprang ins Feld zurück. Viele im Stadion hatten den Ball im Tor gesehen. Nicht so der Unparteiische, der weiterspielen ließ. Suzano war auch der Unglückrabe beim zweiten Kamener Treffer, als er einen Schuss  des Kameners Can Demircan mit dem Schienbein ins eigene Tor verlängerte. In der Nachspielzeit machte Kocakus den 3:0-Endstand perfekt.

Mit dem elften Saisonsieg untermauerte der VfL Kamen seinen zweiten Tabellenplatz, was auf eine Aufstiegsrelegations-Runde hinauslaufen könnte. Genau dieses Ziel verfolgt man noch beim Derbysieger, der auch schon das Hinspiel mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Der SuS Kaiserau dagegen konnte seine prekäre Tabellensituation als Schlusslicht nicht verbessern.

Bildzeile: Nach dem Schlusspfiff ließen sich die VfL-Spieler vor der Tribüne von ihren Fans feiern.

Trainerstimmen
Mehmet Kara (VfL): Ich bin mega stolz. An mein Trainerteam, an alle, vielen lieben Dank. Das war brutal wichtig dieses Spiel und der Sieg. Wir haben alles richtig gemacht. 3:0 gewonnen, verdient gewonnen. Wir waren die spielerisch stärkere Mannschaft. Es war alles dabei im Spiel, viele Emotionen, Reibereien, Rote Karte und Härte. Aber es blieb fair und im Rahmen. Ich wünsche Kaiserau noch alles Gute in der Liga, dass sie drin bleiben. Der Platz war gut bespielbar. Es konnte ordentlich kombiniert werden. Mit der jungen Mannschaft kann man was aufbauen für die Zukunft und wir sind auf dem Weg dahin.
Steffen Köhn (SuS): Absolut unverdient war diese hohe Niederlage gegen eine meiner Meinung nach schwache Kamener Mannschaft. Unerklärlich warum die so weit oben in der Tabelle stehen. Wir waren 2. Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Leider waren wir nicht effektiv genug vor dem Tor und im Abschluss zu ungenau und die letzten Pässe waren auch zu ungenau. Ich kann der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen, im Gegenteil, sie hat dagegen gestemmt. Bitter, für uns wurde ein Tor nicht gegeben, der Ball sprang von der Unterkante ins Tor. Auch ein klarer Elfer wurde uns verwehrt. Insgesamt ein ärgerlicher Abend für uns, weil die Niederlage total unverdient war. Ich habe mir eine Rote Karte kurz vor Schluss eingehandelt, weil ich den Ball bei einem Einwurf festhielt.

VfL: Kiranyaz, Kilinc, Celik, Kocakus, Demir, Demircan, Skrijelj (88. Ücüncü), Gohr (77. Jurliewicz), Ugur, Stefanidis (79. Oxe), Karaduman.
SuS: Trebing, Steffen, Schuster (46. Seifert), Lleshaj (65. Pebler), Kurt, Cakmak, Suzano, Schulz, Schiedel, Ojiako, Milcarek (73. Hlil).
Tore: 1:0 (30.) Demir, 2:0 (60.) Duzano Eigentor, 3:0 (90.+2.) Kocakus.
Bes. Vork.: Rote Karte für Demir (67.) – angebl. Tätlichkeit – Rot für Steffen Köhn (90.) – Unsportlichkeit.

Bildzeile: Gegen zwei Kaiserauer kommt hier der VfLer Mirco Gohr (Mitte) zum Torschuss / Fotos Sascha Skroblin.