
Fußball, Bezirksliga: Tabellenführer SG Massen unterstrich am 19. Spieltag mit dem 4:2-Heimsieg seine Vormachtstellung in der Liga und landete den 18. Saisonsieg. Nach einer lange überlegen geführten Partie musste sich SSV Mühlhausen nach einer 3:0-Führung den 3:3-Ausgleich gefallen lassen und kam erst drei Minuten vor Schluss zum 4:3-Siegtreffer in Waltrop. Eine schwache 1. Halbzeit und ein 0:3-Rückstand kostete den Kamener SC ein besseres Ergebnis in Brechten. 2:3 musste man sich geschlagen geben. Mit einem 2:2 hatte sich RW Unna in der heimischen Eitzert-Immobilien-Arena gegen die Brackeler Löwen zu begnügen. Die Gäste kamen in der siebten Minute der Nachspielzeit zum Gleichstand. Ursprünglich hatte der Unparteische vorher angekündigt, nur vier Minuten nachspielen zu lassen. Das ärgerte RWU-Trainer Marc Schmitt, er lief zum Schiedsrichter Hegmanns und wollte ihn zur Rede stellen. Der fühlte sich offensichtlich dadurch bedrängt und zeigte Schmitt die Rote Karte.
SG Massen – TuS Lohauserholz 4:2 (3:0).
Zuhause ist der Tabellenführer eine absolute Macht. Das unterstrichen die Massener eine gute Stunde lang. Nach dem klaren 4:0 deutete alles auf einen weiteren klaren Heimerfolg hin, doch dann nahm man den Fuß vom Gaspedal, ließ „Hölzken“ aufkommen und die trafen zwei Mal. Der Sieg geriet aber nicht mehr in Gefahr.
SGM-Trainer Sascha Grasteit: Lohauserholz war ein guter Gegner. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt unsere Tore gemacht, führten 4:0. Danach sind wir in den Verwaltungsmodus übergegangen, unser Spiel wirkte zerfahren und der Gegner nutzte das zu zwei Gegentoren. Ich hatte aber nie das Gefühl, das sie noch weiter herankommen würden.
SGM: Broda, Mertens, Schmidt, Bernsdorf, Voß, Deifuß, Mund-Reyes, Kurgan, Berghorst, Wilmanns,, Lepinski; eingewechselt Toy, Stöwe, Echamlali, Chamdin, Niculai.
Tore: 1:0 (3.) Berghorst Strafstoß, 2:0 (30.) Lepinski, 3:0 (45.) Berghorst, 4:0 (60.) Kurgan, 4:1 (82.) Urbanek, 4:2 (90.) Nagendran.
Rot-Weiß Unna – Dortmunder Löwen Brackel 2:2 (1:1). In der siebten Minute der Nachspielzeit kassierte RWU den unnötigen 2:2-Ausgleich. Das erhitzte die Gemüter der Gastgeber, denn ursprünglich hatte der Schiedsrichter angezeigt, nur vier Minuten nachspielen zu lassen. Einen Anlass, die Nachspielzeit noch weiter zu verlängern, gab es nicht. RWU-Trainer Marc Schmitt rannte nach dem Schlusspfiff auf den Unparteiischen zu, wollte ihn dieserhalb zur Rede stellen. Der fühlte sich offensichtlich bedrängt und zeigte ihm die Rote Karte. „Unfassbar“, so kommentierte Schmitt die Szene, „so was habe ich noch nicht erlebt.“ Der Coach bescheinigte seiner Mannschaft, dennoch das beste Saisonspiel abgeliefert zu haben, nur die vielen Chancen habe man ungenügend genutzt.
RWU: Alcan, Grams, Amendolagine, Appelhoff, Sickmann, Buschhaus, Hoffmann, Suckert, Klos, Beckerling, Gnatowski; eingewechselt Eismann, Böhne, Rihtar, Krupka.
Tore: 1:0 (34.) Sickmann, 1:1 (37.) Okong, 2:1 (76.) Amendilagine, 2:2 (90.+7.) Wagner.
Bes. Vork: Rote Karte für RWU-Trainer Marc Schmitt

Bildzeile: In der Nachspielzeit kassierte RW Unna den 2:2-Ausgleich gegen die Brackeler Löwen
VfB Waltrop – SSV Mühlhausen 3:4 (0:1).
Mühlhausen dominierte das Spiel beim Tabellenvorletzten eine Stunde lang und führte 3:0. Waltrop verkürzte zum 1:3 und ein aus SSV-Sicht unberechtigter Elfmeter bedeutete das 2:3 und hätte die Partie fast noch kippen lassen. Nach dem 3:3 setzte Ojo einen Kopfball spät in die Waltroper Maschen zum 4:3-Sieg. Der elfte Saisonerfolg und weiterhin Tabellenplatz vier.
SSV-Trainer Marc Woller: Wir sind noch einmal glimpflich davongekommen. Nach einer 3:0-Führung schien alles klar für uns zu sein, mussten uns noch den Ausgleich gefallen lassen, doch hat am Ende Leon Ojo noch für den Siegtreffer sorgen können.
SSV: Mesewinkel-Risse, Schmidt, Hagedorn, Gretzinger, Lukas, Antonio, Friede, Marchewka, Oruku, Stegemann, Weiß; eingewechselt Sobala, Ibeme, Ojo.
Tore: 0:1 (23.) Antonio, 0:2 (48.) Stegemann, 0:3 (53.) Orucu, 1:3 (60.) Schenkel, 2:3 (67.) Altunok Strafstoß, 3:3 (73.) Petejchuk, 3:4 (87.) Ojo.
TV Brechten – Kamener SC 3:2 (3:0).
Ersatzgeschwächt musste der KSC beim Tabellenvierzehnten antreten und kassierte nach schwacher Leistung drei Gegentore in den ersten 45 Minuten. Nach dem Wiederanpfiff zeigte man ein anderes Gesicht. Torjäger Moritz Denninghoff verkürzte mit einem Doppelschlag und hatte auch noch einen dritten Treffer auf dem Fuß. Doch es reichte nicht mehr, wenngleich weitere Chancen vorhanden waren.
KSC-Trainer Bernd Schimanski: Katastrophal unsere 1. Halbzeit. Da stimmte von hinten bis vorne nichts. Eine Frechheit. Nach dem Wechsel wurde es besser, aber es gab noch zu viele falsche Entscheidungen. Nach unseren beiden Toren taten sich weitere Chancen auf und es hätte sogar noch zum Sieg reichen können gegen einen Gegner, der im Tabellenkeller steht.
KSC: Vollmer, Milder, Gün, Hümmer, M. Denninghoff, Sönmez, Gül, Lehmann, Türkkan, Jans, Oruc; eingewechselt Wiese.
Tore: 1:0 (21.) Menebröcker, 2:0 (35.) Ivojevic, 3:0 (41.) Fornell, 3:1 (55.) Denninghoff, 3:2 (63.) Denninghoff.
Bes. Vork: Rote Karte für Oruc (90.) – grobes Foulspiel.
Bildzeile: Tabellenführer SG Massen geht in dieser Szene zwar zu Boden, stand aber wieder auf und gewann das Heimspiel gegen Lohauserholz 4:2.





