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Mittwoch.11.März.2026
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Ausfälle und Krankheiten können HSC nicht stoppen – Erndtebrück sagt Aufstiegskampf ab




Fußball, Westfalenliga 1: Holzwickeder Sport Club – TuS Erndtebrück 0:0. Gerade mal vier Feldspieler nahmen beim Spitzenspiel des HSC gegen den Ex-Regionalligisten und Ex-DFB-Pokalteilnehmer TuS Erndtebrück auf der Ersatzbank Platz. Kurzfristig waren noch Kapitän Dean Müsse (Knieprobleme), Michael Kuhfeld (Zerrung) und Samy Smajlovic (krank) ausgefallen. Luis Weiß, Michael Vrljic und Nils Bartke mussten trotz Erkrankungen spielen und durchhalten. Leo Mayka war gesperrt aufgrund seiner „Gelben“.
„Respekt“, lobte Cheftrainer „Kutte“ Öztürk nach dem Spiel im Kreis die angeschlagenen Spieler, die eben nicht zuhause geblieben waren. Das torlose Remis kann ein ganz wichtiger Zähler im Kampf um den Aufstieg gewesen sein – vor allem, da es gegen einen direkten Gegner ging, Spitzenreiter Hordel mit 0:1 zuhause gegen Disteln unterlag und auch Wanne-Eickel mit 0:2 in Horsthausen Punkte liegen ließ. Heißt derzeit konkret: Hordel führt mit 38 Punkten vor Horsthausen mit 37, dem HSC und Wanne-Eickel mit jeweils mit 36 und Erndtebrück mit 34 Zählern die Tabelle an.
Bildzeile: Großes Lob und Anerkennung gsab es beim abschließenden Kreis für die HSC-Spieler durch cheftrainer „Kutte“ Öztürk. „In anderen Vereinen wären einige spieler mit Verletzungen und Krankheiten gar nicht erst erschienen und hätten sich eben nicht in den Dienst der Mannschaft gestellt“m, so Öztürk.
 „Dass wir über dem Strich stehen – das zählt“
Wobei es bei der anschließenden Pressekonferenz im Ballhaus einige Überraschung gab. Erndtebrücks Trainer Christian Hartmann sagte den Aufstiegskampf für seine Elf mal eben ab. „Wir standen zuletzt kurz vor dem Abstieg in die Landesliga. Wir wissen, wo wir herkommen. Wir haben uns oben festgebissen, aber das sind nur Punkte, damit wir über dem Strich sind. Der Aufstieg ist für uns kein Thema.“ Angesichts dieser Aussagen war das Remis in Holzwickede an einem Ort, wo der HSC zuletzt acht Siege in Folge errungen hat, ein Ausrufezeichen.
Der ganz andere Matchplan des HSC – Wesley Ambrose wieder dabei
Drei Fakten führten dazu, dass der HSC am Sonntag seinen Matchplan an die widrigen Umstände angepasst hatte. Da war zum einen die ellenlange Ausfallliste. Dazu kam, dass Wesley Ambrose urplötzlich wieder dabei war – nachdem er vor wenigen Wochen seinen Abschied bedingt durch sein Studium in Leipzig erklärt hatte. Jetzt sind aber dort Semesterferien, so dass er zumindest für die nächsten drei Matches wieder zur Verfügung steht, auch wenn er zwischenzeitlich bei Leipziger Vereinen mitttrainiert, aber nicht gespielt hatte. Nach einer Woche Training in Holzwickede musste er nach seinem gut 20-minütigen Einsatz als Einwechselspieler ganz schön „pumpen“. Was heraus kam, war ein HSC, der die gepflegte Defensive bevorzugte und keine Räume hergeben wollte. Da auch der Gast aus dem Siegerland angesichts der HSC-Heimstärke kein Offensiv-Feuerwerk abbrennen wollte, waren Top-Chancen hüben wie drüben Mangelware. Lars Schadt ballerte freistehend über den HSC-Kasten (23.). Simon Mack scheiterte an HSC-Keeper Felix Hacker (25.). Zwei Chancen folgten dann seitens Holzwickede. Maurice Modrzic scheiterte am TuS-Keeper Oliver Schnitzler (36.). Lokman Erdogan verzog um Zentimeter (39.). In Hälfte verpasste dann der eingewechselte Seydi Keskin nach gutem Zuspiel von Nazarii Kovalenko (49.) – das war es dann auch mit den guten Möglichkeiten. Erndtebrück nutzte seine qualitative Stärke einzig zum Verwalten des Ergebnisses. Heraus kam ein 0:0 – verdient für beide.
Nächstes Top-Spiel steht für den HSC an – es geht zum DSC Wanne-Eickel – Hoffnung auf Rückkehrer – Philipp Gödde mit Tor für die „Dritte“
Die nächste steile Herausforderung wartet auf den HSC am kommenden Sonntag, 15. März. Um 15.30 Uhr erfolgt auf dem Rasenplatz der Mondpalast-Arena der Anpfiff zum nächsten Top-Spiel gegen den Vierten und punktgleichen, DSC Wanne-Eickel. Die Revierstädter unterlagen am Sonntag im Derby bei der SpVgg  Horsthausen mit 0:2. HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk hofft auf Rückkehrer. So ist der dann entsperrte Leo Mayka wieder dabei – und auch die Grippekranken haben ihre Krankheiten bis dahin wohl auskuriert. Jan Nielinger wird erneut wieder im Kader stehen, auch wenn er gegen Erndtebrück erneut nicht eingesetzt wurde. Mittelfristig könnte auch Philipp Gödde wieder ein Thema sein. Er spielte am Sonntag bei der „Dritten“ des HSC in der Kreisliga C beim SV Frömern II – und erzielte ein Tor.
Trainerstimmen:
Kurtulus Öztürk (HSC): Aufgrund der vielen angeschlagenen und erkrankten Spieler war das heute eine komplizierte Aufgabe. Die letzte Trainingswoche war daher nicht gut. Freitag haben wir aufgrund vieler Absagen gar nicht trainiert. Für uns ist es daher ein guter Punkt, Wir haben stark verteidigt, die Räume nicht hergegeben. Dass in der Offensive nicht viel gelaufen ist, ist daher verständlich.
Christian Hartmann (Erndtebrück): Meine Mannschaf hat heute einen guten Job gemacht. Das Spiel gegen den Ball war gut. Der Punkt geht insgesamt okay. Wir wussten, dass wir auf einen starken Gegner treffen, der achtmal in Folge im Montanhydraulik-Stadion gewonnen hatte. Im vorderen Drittel haben wir oft die falschen Entscheidungen getroffen und waren nicht zielstrebig. Zum Thema Aufstieg: Das ist kein Thema bei uns, um es an dieser Stelle mal ganz klar zu sagen. Wir waren zuletzt zweimal nahe am Abstieg in die Landesliga und wissen, wo wir herkommen. Wir haben jetzt viele Punkte gesammelt und sind über dem Strich. Aber noch mal: Mit dem Aufstieg beschäftigen wir uns nicht.
HSC: Felix Hacker, Nils Bartke, Michael Vrljic, Nick Adamski, Til Busemann, Lokman Erdogan (68. Wesley Ambrose), Luis Weiß (46. Seydi Keskin), Efe Kadir Bozaci (46. Kerem Keskin), Nazarii Kovalenko, Maurice Majewski, Maurice Modrzik
Erndtebrück: Oliver Schnitzler, Kevin Krumm (64. Marc Uvira), Tobias Hombach, Elmin Heric, Lars Schadt, Shion Ueno, William Wolzenburg, Simon Mack (69. Justin Huber), Levin Leandro D’Aloia (85. Are Wolzenburg), Julian Wienold, Clemens Tartan (80. Kaito Nakamura)
Tore: keine
Schiedsrichter: Thomas Endberg (ESV Herne)
Zuschauer: 120
Verstärkungen vom Hombrucher SV: Christian Bernhard und Nils Kleine kommen
Der Holzwickeder SC legt für die neue Spielzeit weiter nach. Aus der U19-Jugend vom Hombrucher SV, die in der DFB- Nachwuchsliga beheimatet ist, wird Nils Kleine ins Montanhydraulikstadion wechseln. Das Talent ist 18 Jahre jung und ist auf der rechten Seite flexibel einsetzbar.
Aus der Landesliga-Mannschaft vom Hombrucher SV stößt Innenverteidiger Christian Bernhard zum HSC. Er ist 24 Jahre jung.
Bildzeile: Unverwüstbar – Maurice Majewski (re.) ackerte erneut mit viel Einsatz gegen Erndtebrück.