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Samstag.07.März.2026
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Erntezeit – Aufstiegskandidaten im direkten Duell




Fußball, Westfalenliga 1: Holzwickeder Sport Club – TuS Erndtebrück (Sonntag, 8. März, 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion; Jahnstraße 7, Holzwickede)
Bei wem geht die Saat auf? Zwei große Namen der Westfalenliga 2 hoffen am Sonntag auf Erntezeit! Der Dritte (Holzwickeder SC) empfängt den Fünften, den TuS Erndtebrück. Beide Teams trennen gerade zwei Pünktchen. Der HSC wiederum hat sich bis auf drei Zähler an Tabellenführer Hordel herangekämpft. Da beide Teams insgesamt zehn Siege errungen haben, wird ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. Pikant wird die Begegnung auch mit Blick auf die anderen Matches des Spieltags. So erwartet der Vierte, die Spvgg Horsthausen den Zweiten, DSC Wanne-Eickel. Hordel hat mit einem Heimspiel gegen Disteln die vermeintlich leichteste Aufgabe.
HSC erinnert sich nicht gerne an das Hinspiel
Das Hinspiel war eine klare Sache. An den 31. August wird sich der HSC angesichts der 1:4-Pleite im Siegerland und einer damals mangelhaften kämpferischen Einstellung nicht gerne erinnern. Es gilt also auch einiges gutzumachen. Der Respekt beider Mannschaften und Verantwortlicher voreinander ist groß. „Für mich ist der TuS eine der stärksten Teams der Liga und sogar einer der Top-Aufstiegsfavoriten. Das habe ich bereits vor der Saison gesagt, und der Verlauf der Spielzeit gibt mir Recht“, hält HSC-Chefcoach Kurtulus Öztürk große Stücke auf die Mannen von Trainer Marc Lutz Gerresheim.
DFB-Pokalteilnehmer, Ex-Regionalligist und große Namen – wenn da nur die weiten Fahrten nicht wären
Dreifacher Teilnehmer am DFB-Pokal in den Jahren 2015 (SV Darmstadt 98) sowie 2017 (Eintracht Frankfurt) und 2018 (Hamburger SV), Meister der Oberliga Westfalen und Aufsteiger in die Regionalliga West 2015 und 2017: Das sind die großen Erfolge des Gastes von der hessischen Landesgrenze. Beim 4:1-Hinspielsieg ließ der TuS den Glanz alter Zeiten wieder aufleben. Aber es gab am 26. Mai 2024 auch einen absoluten Tiefpunkt – ausgerechnet gegen Holzwickede. Das 0:4-Debakel im letzten Spiel der Saison 23/24 hätte um ein Haar (oder ein weiteres Tor!) den Abstieg bedeutet. Seitdem aber hat sich Erndtebrück stark qualitativ in allen Bereichen verbessert. Geographischer Nachteil des TuS: Alle 14 Tage geht es auf weite Reisen. Anreisen von über 100 Kilometern sind keine Seltenheit. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass sich Erndtebrück in der Fremde schwer tur (wie der HSC allerdings auch). In der Auswärtstabelle steht der TuS nur auf dem sechsten Rang mit 13 Punkten und 13 : 12 Toren – bei vier Siegen, ein Remis und drei Niederlagen.
Erndtebrück in guter Form: zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen       
Der TuS Erndtebrück erfüllte zuletzt die hohen Erwartungen und verbuchte aus den jüngsten fünf Partien zehn Zähler. Zuletzt war ein wenig Glück dabei, als man daheim gegen Horsthausen in der sechsten Minute der Nachspielzeit und einem Eigentor des Gastes zu einem 2 : 2 gegen die SpVgg Horsthausen kam. Von der Offensive des Gasts geht immense Gefahr aus. Mehr als zweimal pro Partie befördert der Angriff den Ball im Schnitt über die Linie.
HSC in diesem Jahr in der Meisterschaft noch ungeschlagen – Jan Nielinger wieder im Kader
Zwei Spiele, zwei Siege: Jeweils 2:0 gegen Westfalia Herne und 2:0 in Meinerzhagen schrauben die HSC-Punktezahl auf 35 und den dritten Tabellenplatz. Die Hintermannschaft ist das Prunkstück des Holzwickeder Sport Club. Insgesamt erst 14-mal gelang es dem Gegner, die Gastgeber zu überlisten. Aus den jüngsten fünf Matches gab es neun Punkte – einen weniger als Erndtebrück. Wieder im Kader sein wird Jan Nielinger, der seine Syndesmose-Verletzung überstanden hat und bereits in Meinerzhagen vor einer Woche wieder auf der Bank saß und nach dem Spiel noch Trainingsrunden im Stadion drehte. Wieder dabei sein wird auch Cheftrainer Kurtulus Öztürk, der aufgrund einer hartnäckigen Erkältung gegen Herne und Meinerzhagen passen musste und durch Co-Trainer Stefan Wustlich vertreten wurde. Fraglich ist Michael Kuhfeld (Zerrung).
Schiri Endberg mit jahrelanger Westfalenliga-Erfahrung
Unparteiischer der Begegnung ist Thomas Endberg (ESV Herne). Er pfeift bereits seit der Saison 2017/18 in der Westfalenliga und ist dadurch sehr erfahren.
Bildzeile: Frühlingsputz im Montanhydraulik-Stadion – hier mit Gaby Feldhaus.
Frühlingsarbeiten im Montanhydraulik-Stadion
Engagierte Mitglieder des HSC nutzten die schönen Tage für Aufräumarbeiten und „Aufhübschungen“ im Montanhydraulik-Stadion. Dabei waren Gaby und Thomas Feldhaus, Nico Denninghoff, Benedikt Ohde, Leon Ohde, Marvin Götte, Lars Wohlgemuth, Olaf Pannewig, Frank Adamski, Siggi Wettklo und Andreas Heinrich,
Bildzeile: Wie beim 2:0 in Meinerzhagen (unser Foto) sind die Offensivkünste von Luis Weiß (l.) und Maurice Modrzic auch am Sonntag im Spitzenspiel gegen Erndtebrück gefragt.