
Fußball: Dieses Turnier in der Sporthalle der Fröndenberger Gesamtschule wird sicherlich noch länger nachhallen und nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Zum Teil nichtige Szenen eskalierten, weiteten sich zu Handgreiflichkeiten und Rudelbildungen aus, ein Flaschenwurf landete auf der voll besetzten Tribüne, traf eine Zuschauerin am Fuß und ein Spieler trat einen auf dem Boden liegenden Gegenspieler mit voller Wucht an Kopf und Körper. Und: Auf der Tribüne soll ein Spieler nach dem Abbruch einen Zuschauer ins Gesicht geschlagen haben. Eine Anzeige wurde erstattet. Irritierende, ja schlimme Bilder, die zu recht zu einem Abbruch bei der Fröndenberger Hallenstadtmeisterschaft führten.

Bildzeile: Volle Tribüne in der Sporthalle der Gesamtschule Fröndenberg. Rund 350 Zuschauer verfolgten die Spiele der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft.
Angekündigt hatte sich das schon durch Nickligkeiten vorher und explizit im letzten Vorrundenspiel zwischen dem SV Langschede II und SV Bausenhagen I, das 51 Sekunden vor Spielende beim Stande von 4:0 ausartete und zum Spielabbruch führte. Klare Ansage daher von der Turnierleitung des SC Fröndenberg, dass man bei einer erneuten Wiederholung solcher Szenen das Turnier abbrechen würde. So kam es dann auch, denn im nächstfolgenden Spiel, 1. Halbfinale SV Frömern I gegen SC Fröndenberg I, gab es wiederum Tumulte. Turnierleiter Markus Klein vom ausrichtenden SC Fröndenberg-Hohenheide verkündete den Spielabbruch – ein unrühmliches Turnierende. Statt der Kür des Stadtmeisters trat die Polizei auf den Plan, um wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Bildzeile: Nach Tumulten auf und neben dem Spielfeld sowie auf der Tribüne wurde das Turnier abgebrochen.
Uli Neuhaus, Trainer beim SV Bausenhagen, sprach im Gespräch mit sku nach Turnierende sicherlich das aus, was die Meinung vieler in der Halle war. „Ich bin traurig und erschüttert über die Vorkommnisse“, sagte er, „das hatte mit Fußball nichts zu tun. Das kann man so nicht hinnehmen. Wir wollten Fußball spielen und Spaß haben, es kam leider anders. Da liefen Leute rum, die alles mutwillig zerstören wollten und haben es leider auch geschafft.“

Bildzeile: Fußball wurde auch gespielt, stand aber angesichts der anderen Vorkommnisse nicht so sehr im Blickpunkt.
Die Szenen in der Sporthalle der Gesamtschule werden sicherlich noch ein Nachspiel beim Kreissportgericht haben. Und auch noch für weiteren Gesprächsstoff in den Vereinen sorgen. Die Vorsitzenden der vier Fröndenberger Clubs haben angekündigt, die Vorkommnisse bei den Stadttitelkämpfen zum Thema gemeinsamer Sitzungen zu machen.

Bildzeile: Die Altherren des SV Frömern sicherten sich ungeschlagen den Stadtmeistertitel.
Es wurde aber auch Fußball gespielt, dabei erwiesen sich der SV Frömern und SV Bausenhagen als beste Gruppenteams nach der Vorrunde und qualifizierten sich ungeschlagen für die Halbfinale-Spiele, mussten so als Anwärter auf den Stadttitel angesehen werden. SC Fröndenberg I und II wurden Gruppenzweite.
Ohne Zwischenfälle verlief dagegen das Turnier der Altherren, das am Ende den SV Frömern als Sieger sah vor dem SV Bausenhagen, SC Fröndenberg und SV Langschede.
Bildzeile: So sah es auf dem Spielfeld nach dem Turnierabbruch aus – statt Sieger und Platzierte bei der Siegerehrung zu feiern, gab es viel Redebedarf ob der Ausschreitungen unter den Zuschauern.





