
Wintersport/Bobsport: Dreifacher Triumpf der deutschen Zweierbob-Frauen – und wieder ist am Ende Laura Nolte mit Anschieberin Deborah Levi ganz vorne. Am Sonntag siegte die 27-jährige Unnaer Bobpilotin mit einer Gesamtfahrtzeit in zwei Läufen von 1.53.63 mit 16 hundertstel Sekunden vor Lisa Buckwitz (SC Potsdam) mit Anschieberin Kira Lipperheide (TV Gladbeck) und der Dritten, Kim Kalicki, die am Ende 0.66 Sekunden Rückstand auf Nolte hatte. Es war für Laura Nolte der vierte Sieg bei einem dritten Platz in der Zweierbob-Saison. Keine Frage, dass sie souverän mit 1.100 Punkten den Weltcup anführt. Bereits am Samstag hatte Nolte das Monobob-Weltcuprennen an gleicher Stelle gewonnen (sku berichtete ausführlich).
Perfektes Wochenende für Laura Nolte – zwei Siege, Führung im Monobob- und Zweierbob-Weltcup und jubelnde Fans
„Das war ein perfektes Wochenende mit zwei Siegen auf meiner Heimbahn, der Familie und Freunden vor Ort und vielen Zuschauern“, jubelte Laura Nolte nach dem Doppelerfolg. Wie bereits beim Monobob am Samstag wurden die Nerven der Fans allerdings strapaziert. Auch im Zweierbob lag Nolte nach dem ersten Durchgang „nur“ auf Rang zwei. „Es war im ersten Teil der Bahn leider viel Schnee bei uns auf der Bahn. Dazu kamen dann zwei kleine Unsauberheiten, so dass wir dann elf Hundertstel Rückstand nach Durchgang eins hatten“, analysierte die Top-Sportlerin. Aber: „Debby und ich haben uns auch gesagt, dass wir das in jedem Fall im zweiten Durchgang aufholen können und auch unbedingt wollen.“ Und so haute das Duo unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer einen zweiten Lauf heraus, der dem Grad der Perfektion ganz nah kam.

Bildzeile: Völlig losgelöst: Laura Nolte jubelt nach dem Sieg am Sonntag im Zweierbob in Winterberg.
Selbstvertrauen für Olympische Spiele in sechs Wochen geholt
„Ich hatte zwei sehr gute Fahrten mit Debby im Zweierbob, und daher ist alles cool“, meinte die 27-Jährige und ergänzte: „Das Ziel ist zwar die ganze Zeit Olympia, aber es ist gut für das Selbstbewusstsein, wenn man in jedem Weltcup auf das Podest fährt.
Erfolgsserie soll bei der Europameisterschaft in St. Moritz ausgebaut werden – Pause für Deborah Levi
Direkt nach dem sonntäglichen Wettkampf ging es für alle deutschen Bobfahrerinnen mit ihren Sportgeräten und mit Bullys weiter ins schweizerische St. Moritz. Dort finden bereits am kommenden Wochenende (10. Januar Monobob, 11. Januar Zweierbob) die nächsten Herausforderungen statt. Im Zweierbob wird es allerdings eine Änderung bei Laura Nolte geben. Anschieberin Deborah Levi bekommt eine Pause. Zum Einsatz kommen wird die dritte Athletin im Nolte-Team, Leonie Kluwig (SC Berlin-Charlottenburg). Das sportliche Ziel heißt aber auch hier „ganz oben auf dem Podest stehen“. Nolte und Kluwig greifen in St. Moritz nach dem ersten „richtigen“ Titel der Saison. Neben Punkten für den Weltcup geht es auch um die Europameisterschaft. Die Schweizer Bahn liegt Laura Nolte. Ende November fuhr sie mit Deborah Levi dort in einer eigenen Liga. Mit jeweils Startbestzeiten und zweimal Bahnrekord (53,73 Sekunden) verwies das Duo mit 0,41 Sekunden Vorsprung damals die Amerikanerin Kaysha Love auf Rang zwei. So kann es weitergehen, auch wenn Bundestrainer René Spies warnt: „Wichtig ist mir, dass sich niemand verletzt. Mein Fokus liegt klar auf den Olympischen Spielen.“

Bildzeile: Bei Medienvertretern waren Deborah Levi (vorne) und Laura Nolte (hinten)in Winterberg sehr gefragt.
Am 17. und 18. Januar erfolgt beim Weltcup in Altenberg die Generalprobe und die anschließende offizielle Olympia-Nominierung. Anschließend wird es bei den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo ernst. Die „Mission Gold“ und Titelverteidigung im Zweierbob-Wettkampf steht dann mit jeweils vier Läufen am 15./16. Februar im Monobob und im
Zweierbob am 20./21. Februar auf der Wettbewerbskarte.
Bildzeile: Am Sonntag feierten die deutschen Zweierbob-Frauenteams einen Dreifach-Erfolg. Siegerin wurden Laura Nolte (3.v.r.) und Anschieberin Deborah Levi (4.v.r.) vor Lisa Buckwitz mit Anschieberin Kira Lipperheide und der Dritten, Kim Kalicki, / Fotos privat.





