Unsportliches Verhalten – Trainer Marco Antwerpen für ein Jahr vom DFB-Sportgericht gesperrt




Fußball: Wegen des Vorwurfs versuchter Spielmanipulation stand der Unnaer Marco Antwerpen, zuletzt Trainer in Diensten des Drittligisten VfL Osnabrück, vor dem DFB-Sportgericht und wurde nach einer fünfstündigen Verhandlung wegen unsportlichen Verhaltens mit einer harten Strafe belegt. Er darf für ein Jahr seinen Trainerjob nicht ausüben. Mit ihm war sein damaliger Co Frank Döpper auch angeklagt, der für drei Monate gesperrt wurde.

Den beiden Trainern wurde zur Last gelegt, Osnabrücks Athletiktrainer vor dem Landespokal-Finale des Drittligisten am 24. Mai gegen Regionalligist Blau-Weiß Lohne zweimal dazu aufgefordert zu haben, einen Lohne-Spieler, ehemals Spieler in Osnabrück, zu einem Verzicht auf einen Einsatz zu bewegen. Er sollte eine Verletzung vortäuschen. Der Lohner Spieler kam den Ansinnen nicht nach, informierte seinen Berater, spielte und traf beim 4:2-Erfolg sogar einmal. Antwerpen und Döpper bestritten die Vorwürfe.

Der Verein VfL Osnabrück, der nach dem geschafften Klassenerhalt in der 3. Liga automatisch den Vertrag von Antwerpen und Döpper um zwei Jahre bis 2027 verlängert hatte, sprach am 27. Mai nach internen Bekanntwerden der Vorgänge beim DFB-Bundesgericht fristlos die Kündigung der Verträge von Antwerpen und Döpper aus. Dagegen klagen die beiden Fußball-Lehrer vor dem Arbeitsgericht. Ein erster Gütetermin war erfolglos und soll jetzt im Dezember verhandelt werden.

Bildzeile: Der Unnaer Fußballlehrer Marco Antwerpen darf nach dem Urteil des DFB-Bundesgerichts ein Jahr lang kein Traineramt ausüben.