
Fußball, Hecker-Cup, Spiel um Platz 3: Holzwickeder SC – BSV Schüren 6:7 n.E. (3:0, 3:3). Was für ein Drama beim Hecker-Cup für den Holzwickeder SC! 3:0-Führung zur Pause, 3:3 zum Ende der zweimal 40 Minuten, dann erneut, 24 Stunden nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Türkspor Dortmund eine Pleite im Elfmeter-Drama.
Dazu kommt eine neue Hiobs-Botschaft: Nick Adamski, ohnehin gebeutelt in den letzten Jahren und Monaten durch Kreuzbandriss, fiel auf die Schulter, brach sich diese und muss in nächster Zeit operiert werden. „Das kann alles nicht wahr sein“, stöhnte HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk zwei Stunden nach dem Match im Gespräch mit sku. Damit sind beim Hecker-Cup nun zwei Spieler auf Wochen außer Gefecht gesetzt: Denis Czarnecki mit Fußanbruch und eben Nick Adamski. Fast wie Hohn klingt es da, dass der HSC für seinen beherzten und Top-Auftritt beim Hecker-Cup 300 Euro (plus 250 Euro für die Jugendabteilung) für den vierten Platz bekam.
HSC mit überragender erster Hälfte – Schüren war komplett aus dem Spiel
Von wegen Enttäuschung nach dem unglücklichen Aus im Halbfinale gegen den Ex-Regionalligisten Türkspor Dortmund und trotz des fünften Spiels in sechs Tagen: Der Holzwickeder SC wirbelte besonders in der ersten Halbzeit den Westfalenliga-Konkurrenten BSV Schüren mal so richtig durch- und auseinander. Bereits zur Halbzeit stand es nach Treffern von Lokman Erdogan (23.), Leo Mayka (24.) und Tom Wonneberger (35.). 3:0 stand es zur Halbzeit gegen einen komplett chancenlosen Gegner.
Erst Riesenchance zum 4:0 vergeben – dann nimmt das Unheil seinen Lauf
In der zweiten Halbzeit war zunächst erneut der HSC tonangebend. Doch Chancen zur endgültigen Vorentscheidung wurden vergeben. Der BSV Schüren versuchte noch etwas und wurde mit einem Doppelschlag belohnt. Marcel Münzel (56.) und Philippos Selkos (58.) verkürzten auf 2:3 aus ihrer Sicht. Fortan stimmte wenig beim HSC. Die Körpersprache ging ins Negative. Nicht von ungefähr fiel dann in der 73. Minute der Ausgleich zum 3:3 erneut durch Philppos Selkos. Schüren hatte sogar noch den Sieg auf dem Fuß, doch es ging ins Elfmeterschießen.
Im Elferschießen zeigen Maurice Majewski und Maximilian Wolff Nerven
Und da versagten dieses Mal Maurice Majewski und Maximilian Wolff die Nerven. 6:7 nach Elfmeterschißen stand es am Ende – vierter Platz und 300 Euro. Doch der (Verletzungs-)Preis war viel zu hoch. Czarneck und Adamski schwer verletzt – das sind schon Schläge ins Kontor des HSC.
Holzwickeder SC will am kommenden Samstag auch gegen den vierten Oberligisten in der Vorbereitung ungeschlagen bleiben
ür den Holzwickeder SC geht es nach der Absage des Testspiels am Sonntag gegen den BSV Menden am kommenden Samstag, 2. August, um 17 Uhr mit einem Test beim Oberligisten Victoria Clarholz weiter. Eventuell wird unter der Woche noch das Krombacher Kreispokalspiel ausgetragen – oder am Sonntag, 3. August. Das Duell gegen Clarholz ist ein besonderes Match für den HSC. Zum einen wird das Testspiel im Rahmen einer Saisoneröffnung ausgetragen und genießt damit besondere Aufmerksamkeit. Zum zweiten ist Clarholz Heimatverein des Kapitäns des Erstligisten FC Heidenheim, Patrick Mainka. Mainka unterstützt besonders die Vereinsjugend. Zudem wohnen die Eltern unweit des Clarholzer Stadions und sind nicht selten dort anzutreffen und im Gemeindeleben auch aufgrund ihrer Berufe sehr engagiert und natürlich bekannt. „Wir spielen gerne gegen Clarholz und freuen uns auf die Begegnung. Wir haben in einem Testspiel vor einem Jahr dort unentschieden gespielt. Zudem sind wir in dieser neuen Spielzeit in drei Vorbereitungs- und Test- oder Turnierspielen gegen Oberligisten in der regulären Spielzeit noch ungeschlagen“, sagt HSC-Cheftrainer „Kutte“ Öztürk.
Trainerstimme
Kurtulus Öztürk (Cheftrainer HSC): Ich bin fassungslos, das gibt es doch nicht. Zwei schwer verletzte Spieler: Das ist ganz schlimm für die betroffenen Spieler und auch für den Verein. Doch auch so: Ich bin sauer, die Spieler sind sauer. Wir führen 3:0 und lassen uns den Sieg so einfach nehmen. Wie gesagt: Wir sind sauer – aber in der Vorbereitung ist das nicht so dramatisch. Ganz schlimm aber sind die Verletzungen für unsere Spieler. Und das tut mir für sie wirklich leid. Beide haben viel getan, viel trainiert und geleistet. Ich kann sogar sagen: Sie waren am Startelf-Debüt in der Westfalenliga zumindest ganz nah dran. Wir wünschen beiden von Herzen das Beste.
HSC: Orlando Stockhecke, Nick Adamski (17. Armando Ventura), Til Busemann, Maximilian Wolff, Leo Mayka (70. Dean Müsse), Lokman Erdogan (51. Maurice Majewski), Efe Kadir Bozaci, Nazaril Kovalenko, Tom Wonnebeger, Anton Ruso (70. Jan Nielinger), Wesley Ambrose.
Schüren: Maximilian Martin Heinrich Burbaum, Max Maßmann, Florian Marth (68. Dino Dzaferoski), Mert Ergüven (50. Chris Matuscak), Jannik Marth, Philippos Selkos, Jannik Benning, Marcel Münzel, Wilhelm Sassenberg (53. Andreas Lüder), Tim Kallenbach, Aleksandar Djordjevic.
Tore: 1:0 Erdogan (23.), 2:0 Mayka (24.), 3:0 Wonneberger (35.). 3:1 Münzel (56.), 3:2 Selkos (58.), 3:3 Selkos (73.). Elfmeterschießen: Für HSC treffen Nielinger, Ventura und Bozaci. Für Schüren treffen Münzel, Djordjevic, Selkos und Massmann.
Schiedsrichter: Damian Kliegel (TuS Holzen-Sommerberg)
Bildzeile: Nick Adamski (li.) brach sich beim 6:7 nach Elfmeterschießen gegen den BSV Schüren in der 17. Minute das Schlüsselbein und muss jetzt operiert werden.
