Zukunftspreis 2015 – Vereine liefern Ideen und Konzepte für die Zukunft – DFB-Bonussystem für ausgezeichnete Nachwuchsarbeit

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Fußball: „Lebenswelt Sportverein – die Zukunft beginnt jetzt“, so hieß der Titel des siebten FLVW-Zukunftspreises, der nunmehr zum sechsten Mal gemeinsam mit der Stiftung Westfalen-Initiative am Samstag, 25. April in der voll besetzten Rotunde im SportCentrum Kamen•Kaiserau verliehen wurde. Insgesamt erreichten die Jury unter dem Vorsitz von Professor Dr. Dieter Jütting 23 Bewerbungen, allesamt beachtenswert, wie er betonte. Es waren einzelne Projekte oder Veränderungen der gesamten Vereinsstruktur. Sie zeigten eindrucksvoll die ganze Bandbreite der Vereinsarbeit auf, gaben Einblicke in ihre spezifische Zukunftsfähigkeit. Keine leichte Aufgabe für die Jury – und doch musste sie sich für drei Sieger entscheiden. Es gab sogar fünf Preisträger, wie Dr. Niels Lange von der Stiftung Westfalen-Initiative vorweg verriet – er führte als Mod erator durch die Veranstaltung.
Platz eins ging an VfB Germania Lette, einem Dorfverein im Ortsteil der Stadt Oelde. Neben der selbstverständlichen Integration zugewanderter Mitbürger in die Mannschaften ist bemerkenswert, dass in den elf Jugendteams jeder spielen darf, egal, wie gut er ist. Mit dieser Spielgarantie finden in Lette auch Kinder den Spaß am Mannschaftssport wieder, die woanders frustriert aufgehört haben. Die Siegerprämie betrug 2.000 Euro.
Mit Rang zwei und 1.000 Euro wurde der VFB Fabbenstedt bedacht. Der Vereinsname VFB steht für Verantwortung – Fürsorge – Beisammensein. Es geht also in Fabbenstedt um die Bedeutung der erlebten Gemeinschaft im Sport und in außersportlichen Aktivitäten.
Gleich zwei Vereine wurden auf Rang drei mit jeweils 500 Euro prämiert. Zum einen der SC Aleviten Paderborn und andererseits die DJK Borussia Münster. Im Paderborner Klub begegnen sich derzeit Menschen aus 30 bis 40 verschiedenen Nationen und Kulturen und man versteht sich als Integrationsplattform. So auch der Münsteraner Verein, der 30 Jugendliche mit Migrationshintergrund und erheblichen sprachlichen Defiziten für den Umbau einer Sportanlage gewinnen konnte.
Die Jury entschloss sich zudem für einen Sonderpreis (500 Euro) für den Verein „Laufen und Gutes tun“ aus dem Wiedenbrücker Ortsteil St. Vit. Der Verein, ohne Platzanlage, Mannschaften und Tagesgeschäft, veranstaltet alljährlich einen Laufwettbewerb und zieht rund 1.000 Teilnehmer an. Der Erlös geht zum einen Teil an die Deutsche Knochenmarkspendendatei (DKMS) und zum anderen an die ambulante Palliativpflege in Bielefeld-Bethel.
DFB-Bonussystem
Insgesamt 40.500 Euro erhielten 13 westfälische Vereine für ihre erfolgreiche Nachwuchsarbeit, die seit 2002 vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit dem Bonussystem belohnt wird. Diese Ausbildungsarbeit wird honoriert, sobald der Nachwuchsspieler oder die Nachwuchsspielerin in Junioren- beziehungsweise Juniorinnen-Nationalmannschaften zum Einsatz kommt. Die Beträge berechnen sich nach der Dauer der Vereinszugehörigkeit.
Die vom DFB zur Verfügung gestellten Mittel sind zweckgebunden und zur weiteren Förderung des Jugendfußballs in den betreffenden Vereinen einzusetzen.
Bild: Westfälische Vereine wurde vom DFB ausgezeichnet. Die Schecks übergaben Präsident Korfmacher (vorne, 2. v. l.) und Holger Bellinghoff (l.) vom Verbands-Jugend-Ausschuss.
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