„Wir hatten uns mehr vorgenommen“

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Handball Bundesliga ASV Hamm Thomas Lammers

Interview mit ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers zum Abschneiden in der Englischen Woche

Handball: Mit 2:4 Punkten aus der zurückliegenden Englischen Woche ist der ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nach den Ausfällen der Mittelleute Merten Krings und Sören Südmeier offenbarten die Westfalen vor allem in der Offensive einige Schwächen, zuletzt gelangen der ansonsten starken Angriffsabteilung gegen Ferndorf 21 und im Heimspiel gegen Dresden sogar nur 19 Treffer. Im Interview ging Thomas Lammers, seit Sommer zusammen mit Franz Dressel ASV-Geschäftsführer, auf die aktuelle Situation beim ASV ein.

Nach der Niederlage gegen Ferndorf am Mittwoch sprachen Sie von einem ‚ernüchternden‘ Ergebnis. Wie ist Ihre Stimmung nach dem neuerlichen Rückschlag am Samstag mit der 19:25-Niederlage gegen Dresden?
Thomas Lammers:
„Natürlich sind wir alle gemeinsam enttäuscht über den Verlauf der Englischen Woche. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Trainer und Mannschaft arbeiten das noch gemeinsam auf. Es gibt einige Sachen die erklärbar sind, und andere, die wir unbedingt abstellen müssen.“

Was genau meinen Sie damit?
Thomas Lammers:
„Auf das Samstagsspiel bezogen, möchte ich zunächst einmal klarstellen, dass Dresden ein herausragendes Spiel abgeliefert hat. Sie haben fast fehlerfrei verteidigt. Aber Michael Lerscht hat es in der Pressekonferenz nach dem Spiel direkt analysiert: Wir machen die spielentscheidenden Fehler in Serie in der ersten Halbzeit, teilweise völlig ohne Not. Die Hypothek war dann zur Pause schon zu groß. Genau diese Dinge dürfen uns – zumindest in dieser Vielzahl – nicht passieren.“

Und was ist erklärbar?
Thomas Lammers:
„Erklärbar waren sicher die Schwierigkeiten in der Offensive. Denn durch den Ausfall beider Stammkräfte auf Rückraum Mitte fehlen Automatismen, die dir gerade durch schwierige Spielphasen helfen. Was man der Mannschaft sicher nicht absprechen kann, waren Willen und Einsatz. Aber das allein reicht in dieser ausgeglichenen Liga oft nicht. Aber auch ohne Sören Südmeier und Merten Krings haben wir die Qualität, um solche Spiele zu gewinnen. Das ist die gesamte Mannschaft in der Pflicht.“

Mit 10:6 Punkten steht der ASV aktuell noch auf dem dritten Rang, wegen der teils sehr unterschiedlich absolvierten Spielzahl ist das Bild aber schief. Wie bewerten Sie den Saisonstart des ASV?
Thomas Lammers:
„Natürlich liegen wir durch diese Niederlagen jetzt hinter dem, was wir uns vorgenommen haben. Aber so wie wir nach den überragenden Leistungen gegen Gummersbach und Eisenach nicht abgehoben sind, bleiben wir auch nach den Rückschlägen ruhig und arbeiten weiter. Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen – und das werden wir alle gemeinsam. Davon bin ich überzeugt.“

Am kommenden Samstag steht Bietigheim auf dem Plan. Wie groß schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass die Partie überhaupt stattfinden kann? Bietigheim hängt bereits fünf Spiele hinter dem Plan und befindet sich aktuell erneut in Quarantäne.
Thomas Lammers:
„Erst einmal gehen wir davon aus, dass das Spiel stattfindet. Wenn sich daran noch etwas ändert, reagieren wir darauf. So gehen wir schon seit der Vorbereitung mit der Situation um und tun auch gut daran, dass wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir beeinflussen können.“

Bildzeile: ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers / Foto ASV

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