„Wir haben es leider nicht mehr selbst in der Hand“

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Fußball-Bezirksliga: Richtig neidisch war Torsten Lenz, Trainer des VfL Kamen, auf Brackels  Torjäger Oliver Adler. „Den hast du 80 Minuten nicht gesehen“, sagte er, „aber dann bekommt er die Chance und machte sie rein.“ Seine Jungs dagegen verballerten gute Möglichkeiten. Daher befürchtet der Kamener Coach, dass es am Ende nicht reichen könnte. „Wir haben es leider nicht mehr selbst in der Hand.“  Sechs Punkte beträgt weiter der Abstand. Sein Trost: Noch sind acht Spieltage zu bestreiten. Für den VfL sogar neun, denn das Nachholspiel gegen FC Nordkirchen steht am 30. April (19 Uhr) im Jahnstadion auf dem Spielplan.

Die Überraschung des 26. Spieltages war gewiss der 2:1-Erfolg des VfK Weddinghofen gegen Nachbar Kaiserau. Ferhat Sarac bescherte dem VfL mit seinem späten Freistoß-Tor den dritten Saisonerfolg, zudem gab man die Rote Laterne ab. „Wir leben noch“, jubelte nicht nur VfK-Coach Olaf Barnfeld über den Dreier, „wir geben nicht auf.“ Trotz des unvermeidbaren Abstiegs, daran änderte auch der Sieg nichts, ist die Stimmung am Häupenweg gut. Das spiegeln auch die fast abgeschlossenen Personalgespräche für die neue Saison wieder. „Einer aus dem Kader ist noch fraglich“, verriet Barnfeld, „alle anderen bleiben.“

„Peinlich, peinlich“, so kommentierte Patrick Rakoczy, Coach des SuS Kaiserau, die Niederlage beim VfK. Zu keinem Zeitpunkt konnten seine Schwarz-Gelben die guten Leistungen aus den letzten Spielen bestätigen. Mit Ludrim Aslani und Timo Milcarek, beide verletzten sich,  vergrößerte sich auch noch die Ausfallliste. Wie lange beide Akteure jeweils ausfallen werden, ist noch fraglich. A-Junior Öztürkkam für Milcarek in die Partie, obwohl er vormittags schon bei den A-Junioren im Einsatz war. In der Schlussphase war man gar nur noch zu neunt auf dem Platz, denn Daniel Milcarek und Fabian Gollan sahen wegen Meckerns die Ampelkarte. „Aber all das darf keine Ausrede für die Niederlage sein“, stellte SuS-Kapitän Gollan klar, „uns hat heute vom Anpfiff an die Einstellung gefehlt. Wir haben das Spiel nicht angenommen und völlig zurecht verloren.“ Weiter geht es für Kaiserau bereits am kommenden Samstag (27. April) um 14.30 Uhr, dann gegen schwächelnde Nordkirchener.

Zwei Siege muss der FC TuRa Bergkamen nach der rechnerischen Bestandsaufnahme von Trainer Marco Barwig noch einfahren. Den ersten gegen Husen/Kurl hat er bereits unter Dach und Fach gebracht. Dank eines Engin Duman, der wiederum zwei  Treffer beisteuerte. Sonntag in Hörde soll der zweite Sieg her. Dann müsste alles klar sein. Die TuRaner planen auf jeden Fall für die Bezirksliga. „Tabellarsich sieht es jetzt ganz gut aus, aber wir sind noch nicht durch und brauchen noch ein paar Zähler“, stellt Coach Marko Barwig fest. Alle Spieler des aktuellen Kaders – einzig Penkalla ist noch fraglich – bleiben am Nordberg und mit Neuen laufen bereits Verhandlungen. Barwig: „Wir wollen uns da verstärken, wo es nötig ist.“

Dank einer Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit drehte der Königsborner SV Zuhause das Spiel, machte aus dem 0:1 noch ein 3:1  gegen Ascheberg und konnte das Punktekonto auf 27 Zähler anreichern, zwei  Punkte vor dem ersten Abstiegsrang. Da muss Horst Griesdorn, der Sportliche Leiter des KSV, der seinen Bruder Frank vertrat, die richtigen Worte gefunden haben. „Bronco“ hat’s freudig zur Kenntnis genommen. Er war familiär wegen der Konfirmationsfeier gebunden, tat aber kund, als er die freudige Botschaft vom Dreier erfuhr, dass „jetzt hoffentlich der Knoten geplatzt ist“, denn „ebenso wichtig wie die drei Punkte waren der Wille und die Reaktion der Mannschaft in der zweiten Halbzeit!“.

Ostinghausen war am Sonntag kein gutes Pflaster für den SV Langschede. Nach drei Spielen ohne Niederlage lieferte man die Punkte ab. Eine vermeidbare Niederlage, dennoch blieb man auf einem Nichtabstiegsplatz. „Die Ergebnisse der anderen Kellerkinder spielten uns ein bisschen in die Karten“, registrierte das Trainer Jens Kandler, „dennoch müssen weitere Punkte her.“  Die will der SVL bei den zwei anschließend ganz wichtigen Spielen buchen.  Sonntag kommt Schlusslicht Oestinghausen an die Ruhr und am 1. Mai geht es gegen TSC Hamm. Kandler rechnet, dass sich der Kader weiter auffüllt. Simon Naujoks fehlte in Ostinghausen wegen einer Magen/Darmgrippe. Lukas Vach und Patrick Kulinski sind wieder im Lauftraining.

Bild: Szene aus der Partie VfL – Brackel/Patrick Opierzynski

 

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