Willi Gondolf feierte 80. Geburtstag – und viele Fußballer kamen

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Fußball: Der „Trainerfuchs“ hatte Geburtstag. Willi Gondolf feierte in der Bergkamener Gaststätte Grundhöfer seinen 80. Geburtstag zusammen mit der Familie und vielen Fußballern, mit denen er einst zusammen gespielt oder die er als Trainer unter seinen Fittichen hatte. Besonders freute sich das „Geburtstagskind“ über den Besuch vom „Grauen“ des SSV Mühlhausen-Uelzen. Ehrenvorsitzender Franz Kampmann hatte den Weg nach Bergkamen gefunden, um seinem ehemaligen Trainer die Ehre zu erweisen. „Du warst ein guter Trainer“, lobte Kampmann, „du hast nur zu früh bei uns aufgehört.“ Und wie das die Art des Ur-SSVers ist, unterhielt er die zahlreichen Gäste mit einigen Anekdoten, wo Reinhold Wosab, Siggi Held und Uwe Seeler, um einige ehemalige Fußballgrößen zu nennen, eine Rolle spielten und für Lacher sorgten. Kurzweil auf der Geburtstags-Party.

Willi Gondolf skizzierte bei seiner Begrüßung seine sportliche Karriere, dass er Fußballer „mit Leib und Seele“ gewesen sei und dankte seiner Ehefrau Marion, dass sie ihm die nötigen Freiräume als Aktiver und später als Trainer zugestanden habe. Beim VfL Kamen war er groß geworden, war hier ein Leistungsträger, schaffte es bis zur Westfalenauswahl. In der Verbandsliga, damals die höchste Amateurklasse, kickte er am Nordberg bei TuRa Bergkamen unter Herrmann Eppenhoff. Zu seinen Trainer-Stationen gehörten neben dem SSV Mühlhausen-Uelzen, VfL Kamen, TuRa Bergkamen und zuletzt der TSV Marl-Hüls. Er zog auch Vergleiche zu den Spielern von damals und der heutigen Generation. „Wir haben uns früher dem Fußball voll verschrieben“, zeigte er auf, „heute gibt es zu viele andere Schauplätze, nicht mehr die volle Konzentration auf den Fußball.“ Und er konkretisierte: „Es gibt heutzutage zu viele andere Interessen. Beispielsweise hat die Oma im Jahr fünf Mal Geburtstag und dann kommt der Junge nicht zum Training oder zum Spiel. So etwas gab es früher nicht.“ Mit der Mentalität der Spieler von heute könne er sich nicht mehr anfreunden, tat der alte Fußballkämpe kund. Nach seiner Trainertätigkeit war er freier Mitarbeiter bei der Sportredaktion der Westfälischen Rundschau, schrieb als „Trainerfuchs“ Kolumnen über Spieler, Vereine und besuchte Fußballspiele, die er dann fachkompetent beleuchtete.

Bei den vielen Gesprächen, die sich bei seiner Geburtstagsparty zumeist um den Fußball drehten, setzte sich Gondolf zu ehemaligen Mitspielern wie Diethelm Grahl oder „Zappel“ Lepke und auch zu Spielern wie Hansi Sack, Theo Schwarze, Ulli Lieder, Norbert Schnee und „Acki“ Pflug, Sie hatte er trainiert, geformt. „Weiß du noch damals“, so begann fast jeder Dialog. Es gab viel zu erzählen und endete meistens mit dem Satz, „es war eine schöne Zeit“.

Schon zu seinem 70. Geburtstag hatte Willi Gondolf ein Wiedersehen zum 80igsten angekündigt und wenn er 90 wird, so Gott will, dann will er „seine“ Fußballer wieder um sich versammeln. Ein Versprechen.

Bild: Willi Gondolf (Bildmitte – rechts neben ihm Franz Kampmann) begrüßte viele Fußballer aus alten Zeiten zu seinem 80. Geburtstag

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