Wanne-Fans beleidigen übelst Kaiserauer Spieler

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Fußball: Gar nicht im Stile eines bisher ungeschlagenen Tabellenführers stellte sich am Sonntag der SV Wanne beim SuS Kaiserau vor. Mit mehr Glück als Können nahmen sie alle drei Punkte von der Jahnstaße mit. Das entscheidende Tor fiel auch erst in der Nachspielzeit. Nach dem Spielverlauf wäre zumindest ein Remis den Leistungen der Schwarz-Gelben eher gerecht geworden.

Die Gastgeber hatten Wanne sogar am Rande der ersten Niederlage. Wenn Marvin Schuster mit dem Pfostentreffer, noch einmal Schuster, Marcel Friede und Timo Milcarek genauer gezielt hätten, hätte die beste Abwehr der Liga wohl mit weiteren Gegentreffern Nachhause fahren müssen. Zum allem Unglück flog Marc-Simon Stender mit glatt Rot vom Platz (65.) – eine überharte Entscheidung des Unparteiischen.

Ungeachtet aller Widrigkeiten machte Kaiserau ein starkes Spiel, spielte auch in Unterzahl mit. Einzig die Torchancen wurden nicht genutzt. Dennoch konnte und wollte SuS-Trainer Jörg Lange seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Ich glaube nicht“, so sein Fazit, „dass Wanne die bessere Mannschaft war.“

Kaiserau Donnerstag im Test gegen Mühlhausen

Einen bitteren Nachgeschmack behält man beim SuS Kaiserau auch vom Verhalten einzelner Wanne-Fans und Spielern, die nicht nur sportlichen Anstand vermissen ließen, sondern Kaiserauer Spieler auf das Übelste beleidigten mit Worten „aus der untersten Schublade“. Wanne-Trainer Franko Pepe entschuldigte sich nach Spielschluss für die zahlreich verbalen Entgleisungen.

Ein kleiner Trost: Der SuS Kaiserau hat nun alle Topclubs bespielt. Mit SW Wattenscheid kommt am 28. November ein vermeintlich leichterer Gegner auf die Schwarz-Gelben zu. Am kommenden Donnerstag (18, November, 19.15 Uhr) steht ein Testspiel gegen den SSV Mühlhausen-Uelzen auf dem Kaiserauer Kunstrasen an. Vielleicht kommen dann die bisher verletzten Spieler wie Weber, Herrmann, Diecks und Kollakowski wieder zu Spielpraxis.

Bildzeile: In dieser Szene rutscht der Kaiserauer Uli Steffen im Zweikampf gegen einen Wanne-Gegenspieler aus. Gefährlich wurde es aber nicht.

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