Vorfreude auf das „Bonusspiel“

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Handball: Drei Heimspiele innerhalb von acht Tagen – der Jahresabschluss hat es für den ASV Hamm-Westfalen in sich. Nach dem gelungenen Auftakt in die „Highlightwoche“, dem 34:31-Derbysieg gegen den TV Emsdetten, freut sich die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht nun auf das „Bonusspiel“ gegen den SC Magdeburg am Dienstagabend um 19:15 Uhr im Rahmen des DHB-Pokal-Achtelfinales in der WESTPRESS arena.

Und wie am Samstag wird für Trainer Lerscht auch diesmal wohl keine Motivationsrede erforderlich sein. Für den ASV geht es gegen die aktuell stärkste Vereinsmannschaft Deutschlands, genauer gesagt wohl sogar der Welt. Denn der SC Magdeburg führt nicht nur das Handball-Oberhaus mit 30:0 Punkten an, in dieser Saison gelang auch der Gewinn des Weltpokals der Vereine. „Da muss man über Qualität nicht viel nachdenken. Die ist vorhanden: auf jeder Position, in herausragendem Maße“, erklärt Michael Lerscht.

So werden die Westfalen angesichts der sportlichen Rollenverteilung „David gegen Goliath“ gut daran tun, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. „Und vor allem“, so betont Michael Lerscht, „sollen wir alle dieses besondere Spiel genießen.“ Eine Voraussetzung dafür sei, nicht so sehr die Anzeigentafel in den Blick zu nehmen, stellt der Trainer des aktuellen Tabellenvierten der 2. Handball-Bundesliga klar. Zu Recht: Denn da wird sich am Ende unter Umständen auch ein deutlicherer Sieg für den Favoriten finden können. Von vorneherein den Viertelfinaleinzug mit Schleife verpackt herzuschenken, davon ist beim ASV allerdings auch nicht die Rede. „Wir wissen ja auch, was wir können. Es geht jetzt auch nicht darum, in Ehrfurcht zu erstarren“, so Lerscht weiter. Nur die Rollenverteilung sei eben eindeutig.

„Für uns ist das zwischen zwei wichtigen Ligaspielen ein Bonusspiel, dass sich die Mannschaft durch die Siege im Pokal erarbeitet hat“, darf sich Lerscht zusammen mit seiner Mannschaft auf ein „ausverkauftes Haus“ freuen – das bedeutet unter Einhaltung der aktuell geltenden Regeln 1.495 Zuschauer in der WESTPRESS arena. Und zumindest einige davon haben das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams im DHB-Pokal von 2008 noch im Kopf. Da setzte sich der Nord-Zweitligist ASV gegen den siebtplatzierten Erstligisten SC Magdeburg sensationell mit 37:32 durch. Im direkten Vergleich liegt dennoch der SCM allerdings vorne, die einzigen beiden Duelle im Erstligajahr der Westfalen entschieden die Magdeburger mit 34:26 und 29:37 deutlich für sich.

Wer keines der begehrten Tickets ergattern konnte, kann dennoch live dabei sein. So wird die Partie kostenlos über den ASV-YouTube-Kanal zu empfangen sein, das Programm beginnt bereits um 18:15 Uhr. Auch Radiosender Lippe Welle Hamm überträgt das Spiel live.

Bildzeile: Spielmacher Dani Baijens weiß als amtierender Deutscher Pokalsieger mit dem TBV Lemgo-Lippe, wie man im Pokal erfolgreich ist /  Foto: Wegener/ASV.

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