VfL kann Talfahrt nicht stoppen

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Fußball-Bezirksliga: VfL Kamen – Alemannia Scharnhorst 0:3 (0:0). Die Talfahrt beim VfL hält weiter an – und nähert sich einem immer mehr bedrohlichen Ende. In dem so wichtigen Abstiegsduell gegen den mitgefährdeten Gast aus Scharnhorst mussten sich die Kamener erneut geschlagen geben. Verdient, denn Scharnhorst zeigte mehr Willenskraft, Siegermetalität und erzielte in der zweiten Halbzeit die entscheidenden Tore. In der Form, wie sich die Gastgeber präsentierten, dürfte der Klassenerhalt schwerlich noch zu realisieren sein.

Schon in Durchgang eins hatten die Gäste aus Scharnhorst mehr Spielanteile und mehr Zug zum VfL-Tor. Mehr als ein Lattentreffer kam aber dabei noch nicht heraus. Die Gastgeber hatten kaum zwingenden Aktionen nach vorne, lediglich Dumanli kam in Minute 16 zum Schuss. Der Scharnhorster Keeper parierte, den Nachschuss setzte Zulfic über das Tor. Das war im gesamten Spielverlauf die einzige nennenswerte Tormöglichkeit für die enttäuschenden Hausherren. Zu wenig, viel zu wenig in der prekären Situation. Nach der Pause drückten die Besucher dann ihre Überlegenheit auch durch Tore aus. Nach einer Stunde das 0:1 und ein strittiger Elfer führte zum 0:2. Zwar konnte VfL-Schlussmann Rockel den Strafstoß parieren, aber im Nachschuss war Öztekin erfolgreich. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff gar das 0:3. Zuvor hatte Dumanli seine Mannschaft durch eine Ampelkarte noch geschwächt.

Während die Scharnhorster mit ihrem lautstarken Anhang den möglichen Klassenerhalt bejubelten, schlichen die VfL-Kicker enttäuscht vom Platz des Jahnstadions – wohl wissend, dass jetzt die Alarmglocken lauter den je bimmeln. Und: So wie sich der VfL präsentiert hat, wird man den Abstieg wohl kaum noch verhindern können. Da muss wesentlich mehr Power kommen.

Stimmen zum Spiel
Dirk Franke /(VfL-Trainer): „Glückwunsch an Scharnhorst. Die haben verdient gewonnen. Wir haben wieder mal alles vermissen lassen, was man in einem Abstiegskampf zeigen muss. Zu wenig gewonnene Zweikämpfe, kaum Laufbereitschaft und und nur wenig Torgefahr. So wird es ganz schwer für uns noch die Klasse zu halten. Ich bin enttäuscht.“
Andre Hofmann (VfL-Fußballabteilungsleiter): „Da hätte von uns wesentlich mehr kommen müssen. Dabei hatten wir alles an Bord, was uns im Moment personell zur Verfügung steht. Man hat auch gesehen, dass einige bei uns nicht voll im Training sind. Jetzt ist die Situation ganz böse und alles läuft wohl auf ein Endspiel am letzten Spieltag gegen Overberge hinaus.“

VfL Kamen: Rockel, König, Faralich, Gretenkort (83. Rozynek), Schwarze, Pötter, Winter, Gül, Gün (64. Bayrak). Zulfic, Dumanli, Winter (66. Aydemir).
Tore: 0:1 (55.) Nitzrath, 0:2 (70.) Öztekin, 0:3 87.) Kyeremeh.
Bes. Vork.: Gelb/Rot für Dumanli (76.) wegen Foulspiels

Bild: Nur wenig Torgefahr konnte der VfL vor dem Scharnhorster Tor entwickeln.
Zwei Rothkamm-Tore in Heessen

Fußball-Kreisliga A1: SVE Heessen – VfK Nordbögge 1:2 (0:0). Der VfK bestätigte im Samstagspiel seinen derzeit guten Lauf auch in Heessen und ist bis auf einen Zähler an den Tabellenzweiten Pelkum herangekommen. Torjäger Rothkamm war es vorbehalten, den 0:1-Rückstand mit zwei Treffern zu drehen.
VfK Nordbögge: Heller, Hein, Kaczor (80. Hoffmann), Kempe, Müller (55. Öncül), Kromke, Glahn, Schneck, D. Juraschuk, Rothkamm, Polisak.
Tore: 1:0 (54.) Horak, 1:1 (63.) Rothkamm Strafstoß, 1:2 (73.) Rothkamm.

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