VfL Kamen um ein Tor besser als der KSC – Stadtmeister

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Fußball: Das letzte Spiel sollte die Entscheidung darüber bringen, wer am Ende zum neuen Kamener Hallenstadtmeisterschaften gekrönt werden sollte. Nur eins stand bereits vor dem Spiel zwischen dem Kamener SC und dem VfL Kamen fest. In der Stadtmitte wird die Wandertrophäe das Jahr 2017 verbringen. Weder der Bezirksligist aus Kaiserau noch der klassentiefere BSV Heeren hatten in diesem Jahr ein ernsthaftes Wörtchen mitzureden. Beide Mannschaften konnten nur ein Spiel für sich entscheiden.
Die beste Ausgangslage vor dem entscheidenden Spiel verschaffte sich das Team des Ausrichters. Der Kamener SC siegte souverän mit 4:0 gegen den SuS Kaiserau und behielt auch mit 3:2 gegen den BSV Heeren die Oberhand. Hitzig wurde es im Spiel der Blau-Gelben gegen den TSC Kamen. Zwischenzeitlich agierte der TSC nur mit zwei Feldspielern, nachdem zwei TSC-Spieler (Torhüter Öztürk und O. Dündar) die Rote Karte sahen. Die Hausherren nutzten die Überzahl und entschieden eine unruhige Partie mit dem allerletzten Schussversuch mit 3:2 zu ihren Gunsten. Derweil patzte der VfL Kamen im Spiel gegen den BSV Heeren. Der von Andre Gretenkort gecoachte VfL unterlag mit 0:4.
Die Ausgangssituation sprach also für den Ausrichter KSC. Ein Unentschieden hätte den Pannek-Mannen zum Titel gereicht. Der VfL hingegen musste mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen, um noch auf den Thron des Stadtmeisters zu kommen. Den besseren Start in das entscheidende Match erwischte der VfL, führte bereits früh mit 1:0. Doch der KSC kam zurück ins Spiel, erzielte den Ausgleich und ging wenige Minuten später noch in Führung. Wer jetzt glaubte, dass das Spiel entschieden sei, der musste sich eines Besseren belehren lassen. In den Schlussminuten drehten die VfL-Mannen zum zwischenzeitlichen 3:2. Ein Tor fehlte dem VfL noch zum Titel, als die Anzeigetafel nur noch etwas über eine Minute Spielzeit anzeigte. In Überzahl gelang den Blau-Weißen schließlich der alles entscheidende Treffer zum 4:2 durch Nico Krause,  der den Stadtmeistertitel für den VfL bedeutete. Nur aufgrund des um ein Tor besseren Torverhältnisses verdrängte der spätere Sieger den KSC vom ersten Platz.

Kaiserauer Oldies souverän zum Titelgewinn
Zeitgleich zu den Senioren spielten auch die Altherren-Mannschaften ihren Stadtmeister aus. Mit vier Siegen setzten sich die Oldies des SuS Kaiserau souverän durch und nahmen so den Stadtmeistertitel mit nach Methler.

Bild: Der VfLer Nico Krause (am Ball) erzielte den entscheidenden Treffer zum Sieg bei der Stadtmeisterschaft

Stimmen

KSC-Vorsitzender Heiko Meiselbach: „Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden mit dem Turnierverlauf. Ich hatte heute großen Spaß auch im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Die Wartezeiten zwischen den Spielen waren schön kurz. Einmal wurde es hitzig im Spiel KSC gegen TSC, aber auch da haben die Schiedsrichter den Durchblick behalten und sehr gut und regelkonform gepfiffen.“
VfL-Co-Trainer Andre Gretenkort: „Wir haben nur ein schwaches Spiel gemacht und haben ansonsten sehr konzentriert gespielt. Wir sind hier mit der ersten Mannschaft gemixt mit der zweiten Mannschafte aufgelaufen und wollten den Titel holen. Das haben wir am Ende auch geschafft, natürlich etwas glücklich im Finale.“
KSC-Kapitän Kamil Urbaczka: „Wir haben an sich ganz vernünftig gespielt. Im Finale spielen wir auch ganz gut, machen den Ausgleich und gehen dann auch in Führung. Dann kriegen wir aber schnell den Doppelschlag, leider. In Unterzahl kriegen wir dann noch den vierten Gegentreffer, der dann am Ende die Entscheidung war. Wir haben es am Ende noch mal versucht mit einem Pressschlag, der ist dann aber leider nicht hereingegangen. Als klassentiefster Verein haben wir uns sehr gut geschlagen. Es hat sich keiner verletzt, das ist das wichtigste.“
SuS-Trainer Michael Zuter: „Wir sind mit der zweiten Mannschaft angetreten. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten haben wir uns in das Turnier hereingearbeitet. Wir mussten uns noch kurzfristig einen Torwart suchen. Da ist ein Torwart der Alten Herren eingesprungen. Ich kann keinem der Spieler einen Vorwurf machen.“
BSV-Spieler Kevin Kaczmarek: „Bei uns wechselte Licht und Schatten. Der 4:0 gegen den VfL war unser stärkster Auftritt. Wie sagt man so schön, Hochmut kommt vor dem Fall. In den anderen Begegnungen waren wir nämlich nicht ernsthaft genug und lieferten schlechtere Spiele ab. Wir hatten uns mehrerhofft als nur Platz vier.“

Aufgebote:
VfL Kamen: Lassak, Sudhaus, M. Rothe, Krucinski, Demircioglu, K. Rothe, Krause, Hülsmannm, Schulze, Potthoff
Kamener SC: Zitzlaff, Urbaczka, Gercer, Schlee, Grella, Tajik, Kanzog, D. Marscholek
TSC Kamen: Öztürk, Bayar, O. Dündar, Atalay, Bostanci, Metin, Bacak
BSV Heeren: Solty, Buhl, WEiss, Saenthamma, Kaczmarek, Böcker, Eckei, Kramer, Brandt, T. Ernst
SuS Kaiserau: Jezierski, Thomae, Plachetka, Jendiz, Stiepermann, Dzikowski, D. Menzen.

Ergebnisse:
Senioren
VfL Kamen – SuS Kaiserau 4:2
TSC Kamen – BSV Heeren 1:0
Kamener SC – SuS Kaiserau 4:0
VfL Kamen – BSV Heeren 0:4
Kamener SC – TSC Kamen 2:3
SuS Kaiserau – BSV Heeren 3:1
VfL Kamen – TSC Kamen 5:1
BSV Heeren – Kamener SC 2:3
SuS Kaiserau – TSC Kamen 1:2
VfL Kamen – Kamener SC 4:2
1. VfL Kamen
2. Kamener SC
3. TSC Kamen
4. BSV Heeren
5. SuS Kaiserau

Alte Herren
SuS Kaiserau – TSC Kamen 5:0
TSC Kamen – Kamener SC 4:1
SuS Kaiserau – BSV Heeren 5:0
TSC Kamen – BSV Heeren 3:2
SuS Kaiserau – Kamener SC 7:1
BSV Heeren – Kamener SC 3:0
1. SuS Kaiserau
2. TSC Kamen
3. BSV Heeren
4. Kamener SC

Bild: Bürgermeister Hermann Hupe (oben li.) gratulierte VfL Kamen zum  Stadtmeistertitel

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