VfL bezwingt KSV mit 1:0

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Fußball-Bezirksliga: VfL Kamen – Königsborner SV 1:0 (1:0). Mit einem 1:0-Sieg behielt der VfL im Derby gegen Angstgegner KSV die Oberhand. Den knapp 100 Zuschauern bot sich dabei auf der harten Asche im Kamener Jahnstadion fußballerische Magerkost. Zudem beendeten die Gäste die Partie mit zwei Mann weniger.

Von Beginn an drückte der VfL die Gäste in die eigene  Hälfte und versuchte auf dem schwer bespielbaren Geläuf Fußball zu spielen. Doch waren es immer wieder Einzelaktionen, die dann zu Torchancen führten. Dabei waren es aber die Gäste, die die erste richtig gute Möglichkeit hatten, doch Heptner, der frei vor VfL-Keeper Botta aufgetaucht war, kam den entscheidenden Schritt zu spät. Fortan boten sich die Chancen auf der anderen Seite, wobei die KSV-Abwehr bis dahin stabil gestanden hatte. Nun kamen die VfLer immer wieder gefährlich vor das von Keeper Neuhaus gehütete Tor, doch entweder scheiterten sie am Letztgenannten oder an sich selbst, wie Samir Zulfic, der nach toller Ballannahme nur einen „Roller“ aus gut zehn Metern auf das Tor brachte. Dann die 42. Minute und die spielentscheidende Szene: El Yahyaoui zieht nach einem Eckball aus dem Getümmel ab, überwindet mit seinem Schuss Neuhaus, doch Retzlaff steht noch auf der Torlinie und hält in bester Torhütermanier mit der Hand. Die Konsequenz: Rot für den Königsborner und Elfmeter für den VfL. El Yahyaoui tritt an und verlädt Neuhaus – 1:0.

Der zweite Durchgang bot nicht viel mehr: Kamen nutzte die numerische Überzahl nicht aus und agierte viel zu inkonsequent. Viel mehr als ein paar Distanzschüsse und leichtfertig vergebene Abnahmen nach Flanken sprang dabei nicht mehr heraus. Königsborn wehrte sich mit einem Mann weniger gegen die Niederlage, trat aber offensiv kaum mehr in Erscheinung. In der 80. Minute forderten die mitgereisten KSV-Anhänger dann allerdings Strafstoß für ihre Farben, nachdem Kamens Kahya den Ball nach einer Hereingabe von der rechten Seite im Strafraum an den Arm bekommen haben soll. Die Pfeife des Referees blieb stumm und so hieß es nach 90 Minuten 1:0 für den VfL Kamen.

Trainerstimmen

Torsten Lenz (VfL): „Das war kein Spiel für die Zuschauer, aber das interessiert mich in erster Linie wenig. Wichtig sind die drei Punkte, denn die sind in einem Derby auf Asche keine Selbstverständlichkeit. Wir hätten den Sack früher zumachen müssen, hatten vor allem in der ersten Hälfte gute Möglichkeiten.“

Frank Griesdorn (KSV): „Kompliment an meine Mannschaft, die in Unterzahl stark gekämpft hat. Ich denke man hat in Halbzeit zwei nicht gesehen, dass Kamen einen Mann mehr auf dem Feld hatte. Wir haben defensiv zunächst gut gestanden, dann aber der Kamener Druckphase vor der Pause nicht standgehalten und sind folgerichtig in Rückstand geraten. Vor allem in der Defensive fehlten uns heute allerdings auch einige wichtige Akteure und nach der Roten Karte war es ohnehin schwer noch zum Ausgleich zu kommen.“

VfL: R. Botta, Yildiz, Lmcademali, Kahya, P. Botta (62. Pötter), El Yahyaoui (87. Ergün), Zulfic, Faralich, Krumpietz, Gretenkort, Dumanli (76. Bilgic).
KSV: Neuhaus, Yesil, Nüsken (83. Eichhorst), Tran (61. Martello), Retzlaff, Strothmann, Bichner, Portmann (73. Göbel), Cafaro, Ruzok, Heptner.
Tor: 1:0 (42.) El Yahyaoui per Strafstoß.
Bes. Vork.: Rot für Retzlaff (42.) wg. Handspiels, Gelb-Rot für Ruzok (85.).

Bild: Patrick Opierzynski

 

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