Unnötige Ballverluste und schwache Chancenauswertung bringen KSV-Damen in Mainz um besseres Ergebnis

330

Handball, 3. Bundesliga Frauen: 1. FSV Mainz 05 II – Königsborner SV 30:24 (14:13). Im wichtigen Vier-Punkte Spiel bei der Reserve des FSV Mainz fuhren die KSV-Damen letztlich mit leeren Händen nach Hause. Eine couragierten Leistung vor allem in Durchgang eins reichte nicht, um sich von einem Abstiegsplatz entscheidend abzusetzen. So muss man nun in den kommenden Spielen die nötigen Punkte holen. Das dies nicht einfach sein wird, ist jedem klar. Nächster Gegner ist am kommenden Samstag (14. März) SFN Vechta.

Dem Spiel der Mannschaft merkt man an, dass zur Zeit mit Lisa Gerbe die einzige gelernte Kreisläuferin fehlt. Melanie Webers und Ricarda Köppel geben zwar ihr Bestes, fehlen aber auf ihren Positionen. Da Köppel in Mainz erkrankt fehlte, waren die Auswechselmöglichkeiten beschränkt. Auch Sandra Mastalerz ging angeschlagen ins Spiel. Nichtsdestotrotz begann der KSV wie der Feuerwehr und führte schnell mit 3:0. Doch danach schlichen sich erste Unaufmerksamkeiten in das Spiel und so konnte Mainz wenig später mit 5:4 in Führung gehen. Der KSV blieb aber dran, glich aus und ging wieder in Führung. Anna-Lena Bergmannen markierte das 7:6 (16.) und Maike Esterhaus das 8:7 (11.). Die Führung wechselte bis zum Ende der Halbzeit mehrfach hin und her. Dass Sarah Ebel kurz vor der Pause noch einen Siebenmeter parieren konnte, ließ die wenigen mitgereisten KSV-Fans hoffen.

Die zweite Hälfte begann wie die erste geendet hatte. Das erste Tor gelang Mastalerz per Siebenmeter zum 14:14 (31.). Doch der Gleictsnad währte nicht lange. Denn nun schlichen sich die schon vergessen geglaubten Fehler im Aufbauspiel des KSV wieder ein. Unnötige Ballverluste und eine schwache Chancenauswertung führten dazu, dass sich Mainz mit drei Toren absetzen konnte. 19:16 (40.). Zwar konnte Melanie Webers zweimal auf einen zwei-Treffer-Abstand verkürzen, doch zu mehr reichte es nicht. Spätestens nach dem Treffer zum 26:22 für Mainz, sieben Minuten vor Ende der Begegnung, war die Partie zu Ungunsten des KSV entschieden. Man agierte nun zu überhastet, verlor die Bälle und lud so Mainz zu weiteren Treffern ein. Dies führte dazu, dass man sich einem Sechs Tore Rückstand gegenübersah. Königsborn kämpfte zwar unverdrossen weiter, hatte aber keine Chancen mehr das Blatt zu wenden. So verpasste man eine große Chance und erlitt die erste Auswärtsniederlage in einem der weit entfernten Gastspielorte.

KSV-Trainer Kai Harbach: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben schnell mit 3:0 geführt. Dann machten wir die ersten Fehler und Mainz führte mit 5:4. Wir haben aber das Spiel in der ersten Halbzeit noch offen gestalten können. Nach der Pause ging Mainz mit drei Treffern in Front. Davon haben wir uns nicht erholen können, da uns einerseits die Alternativen fehlten (Köppel krank), und andererseits wir wieder technische Fehler produzierten und unsere Chancen nicht nutzten. Es haperte wieder an den kleinen Dingen. Gegenüber dem Hinspiel, das wir klar verloren haben, haben wir eine bessere Leistung abgeliefert. Es wurde  toll gekämpft, aber der verdiente Sieger dieser Partie war Mainz.“

KSV: Sarah Ebel, Vanessa Seckelmann; Jana Liese, Melanie Webers 4, Sandra Mastalerz 6 (5/5), Maike Benden 3, Celina Prasch 2, Celine Pelz, Julia Feldmann, nna-Lena Bergmann 6, Maike Esterhaus 3.

Bildzeile: „Melle“ Webers spielte wie zuletzt gegen den BVB teilweise wieder am Kreis in Mainz. Das tat sie recht akrobatisch. / Foto KSV.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.